Animagic 2014 - Tag 2: Attack on Titan Q&A Panel

Produzent George Wada gab sich die Ehre

Attack on Titan ist mittlerweile einer der erfolgreichsten Anime aller Zeiten, daher war es wenig verwunderlich, dass man sich einen Gast aus dem Produktionsteam auf die Animagic nach Bonn holte. Produzent George Wada besuchte unsere ehemalige Hauptstadt und stellte sich für eine Q&A Session zur Verfügung.

 

wada

 

 

Nachdem man gemeinsam die erste Folge der Serie auf der Leinwand erlebt hatte, begann die Fragesession mit dem Offensichtlichen: Dem Erscheinen einer Fortsetzung. Wada-san redete dabei nicht allzu lange um den heissen Brei herum und gab offen zu, dass sich eine zweite Staffel bereits in Vorproduktion befindet, was für tosenden Beifall im Saal sorgte. Er konnte jedoch keine weiteren Informationen geben und wies sämtliche plot-bezogenen Fragen im Folgenden mit der Aufforderung, doch bitte die zweite Staffel zu gucken, ab.

 

Er gab jedoch einige Einblicke in die Produktion der ersten Staffel: So berichtete er, dass er bereits nach dem Lesen des zweiten Bandes des Manga von Hajime Isayama diesen in einen Anime adaptieren wollte und sie sich bei der Produktion der Serie stark von Spider-Man, aber auch Guillermo del Toros Pacific Rim inspirieren ließen. Die Produktion der ersten Folge dauerte ganze 6 Monate, bei den darauffolgenden aber nur noch jeweils 6 Wochen.

 

Wada-san traf sich über ein Jahr lang alle zwei Wochen mit Mangaka Isayama-san, um sämtliche Details durchzusprechen. Das führte u.a. dazu, dass das 3D Maneuver Gear für den Anime ein neues Design erhielt, da von Isayama-san bevorzugt wurde, weil sein Zeichentalent beim Anfang des Mangas einfach weniger ausgeprägt war.

 

Weiter führte er aus, dass er davon überzeugt sei, dass der Erfolg der Serie durch den Fokus auf Action, aber auch durch das Setting eines Angriffs auf die menschheit von außen möglich wurde. Seine persönliche harte Arbeit fügte er jedoch auch der Liste der Gründe hinzu. Er bemerkte weiterhin, dass das Design der deutschen Umgebungen auschliesslich aus Fotos stammt, da das Studio nicht über genügend Budget verfügte, um eine Reise nach Deutschland zu finanzieren.

 

Während des Panels zeigte Wada-san vor allem reges Interesse an den Cosplayern und fragte stets nach den Charakteren, welche diese darstellten. Dies führte auch dazu, dass er seine Liebe zu Inori aus Guilty Crown bekannt werden liess und zugab, dass sein liebster Titan-Charakter Sasha Braus ist.

 

Bezüglich der deutschen Lyrics in den Openings udn dem allgemein deutschen Setting erklärte Wada-san, dass dies schlicht und ergreifend aus Grund implementiert wurde, da Regisseur Tetsuro Araki und Mangaka Hajime Isayama "Deutschland cool finden". Er teilte auch mit, dass die Band Linked Horizon auch bei der zweiten Staffel wieder gerne für die Openings zuständig wäre und bestätigte, dass die Charaktere Christa und Ymir in der Tat ein Pärchen seien. Diesbezügliche und ähnliche Doujinshi zu der Serie fände er "sehr interessant". Auf die Frage, was er selbst in der Welt von Titan wäre, antwortete er, dass er wahrscheinlich trotzdem Anime produzieren würde.

 

Jedoch gesellte sich auch eine Frage zu seiner Meinung bezüglich der kürzlich gestarteten Anti-Piraterie-Kampagne der japanischen Regierung dazwischen. Grundsätzlch findet er, dass es besser ist, je mehr Leute seine Produktionen sehen können, jedoch wünscht er sich für die Zukunft ein vollständig funktionierendes System, welches Leuten auf der ganzen Welt ermöglicht, Serien direkt in ihren Sprachen zu sehen. Des Weiteren bemerkte er, dass er sich sehr gerne Ersteindrücke von Nicht-Japanern zu der Serie auf Youtube und ähnlichen Plattformen ansah.

 

Zum Schluss wünschte er allen nochmals viel Spass mit der ersten Staffel, wenn sie im November bei Kazé erscheint und beendete das Panel mit einer einstündigen Signierstunde.

 

- kayserlein

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