Connichi 2014: peppermint anime Q&A

Die Q&A-Session vom peppermint anime Announcement Panel

Am Morgen des zweiten Messetages fand das Announcement Panel von peppermint anime statt und neben diversen Ankündigungen, schauten auch ein paar Ehrengäste vorbei, nämlich René Dawn-Claude (Gilgamesh aus Fate/Zero), Annette Potempa (Mako aus Kill la Kill) und Atsuhiro Iwakami (Producer von Fate/stay night, OreImo und Sword Art Online). Mit diesen drei Gästen begann dann auch eine kleine Q&A-Session, wo unterschiedliche Fragen gestellt wurden und dies kam dabei raus:

 

 

  • Wie wurde die veränderte Reihenfolge von Sword Art Online produziert, da es chronologisch und nicht wie in der Light Novel abläuft?

 

Iwakami antwortete darauf, dass der Regisseur sich für diesen Weg entschieden hatte, um die Geschichte nachvollziehbarer zu gestalten und um die Entwicklung von Kirito besser darstellen zu können.

 

  • Wie hat peppermint anime in so kurzer Zeit so ein großes Wachstum hinkriegen können? Und wie ist das mit den Preisen von deutschen Veröffentlichungen bei Animes im Vergleich zu englischen Veröffentlichungen?

 

Antwort von Sebastian (peppermint anime): peppermint anime gehörte einer größeren Firma an, die sich auf TV-Rechte spezialisierte, weswegen der Einstieg vereinfacht wurde. Zusätzlich halfen dann auch noch Glücksgriffe wie bei Guilty Crown oder Sword Art Online.

Die Preise werden erstmal eher nicht sinken, da der Home Video Markt generell in Deutschland schrumpft. Dies gilt nicht nur für Animes, sondern auch allgemein. Dennoch sind die Produktionskosten von solchen DVD und Blu-ray Veröffentlichungen gleich geblieben. Dies kann sich aber noch in der Zukunft ändern.

 

  • Wieso fand die Entwicklung von Fantasy in Richtung Ego-Shooter bei SAO statt?

 

Da die Idee origineller ist, konnte man somit das Interesse des Zuschauers besser aufrechterhalten. Aus diesem Grund hat sich SAO in diese Richtung entwickelt.

 

  • Wie arbeitet man bei Fate/stay night mit Type-Moon zusammen?


Kinoko Nasu, der die Story zum Spiel geschrieben hat, schreibt auch an den Drehbüchern zur Serie mit. Zudem hat der Character Designer ein wenig die Designs optimiert.

 

  • Wie sind die Sprecher zu ihrem Job gekommen?

 

Annette Potempa kommt aus der Schauspiel-Branche und hat sich irgendwann aus Interesse bei den Studios beworben. René Dawn-Claude hat schon während des Abiturs damit angefangen, weil er Spaß am Schauspiel hatte. Zusätzlich merkte Iwakami noch an, dass es in Japan spezielle Schulen für Synchronsprecher gibt. Synchronsprecher werden zudem in Japan wie Idole behandelt.

 

Sebastian von peppermint anime fügte noch hinzu, dass ihr Studio in Offenbach auch Workshops in diese Richtung anbietet. Der diesjährige Workshop ist schon komplett ausgebucht. Falls dieser Workshop erfolgreich verläuft, werden jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach weitere dieser Art angeboten werden.

 

  • Worauf musste man beim Remake von Fate/stay night achten?

 

Die Produzenten arbeiten schon seit Kara no Kyoukai zusammen und hatten bei Fate/zero nie daran gedacht, dass sie für Fate/stay night irgendwann ein Remake machen würden. Jedoch produzierten sie dann das Opening für das PS Vita Remake von Fate/stay Night, was dann dazu führte, dass sie dann auch ein Remake für Fate/stay night machen wollten.

 

  • Wieso kann man keine Downloads bei den Simulcasts von peppermint anime anbieten? Und wie steht ihr zur Konkurrenz wie Crunchyroll?

 

Crunchyroll stellt schon eine Bedrohung für peppermint anime da, aufgrund der Preise für ihr Angebot. Sie versuchen jedoch dies mit Qualität statt Quantität wettzumachen und versprachen, dass, sollte Crunchyroll jemals einen eigenen Messestand haben, sie dort mit Nerf Guns auf einen Besuch vorbeikommen würden. Zu dem Thema Downloads: diese wird es erstmal nicht geben, da hierfür noch keine geeigneten DRMs existieren, bzw. dies nur mit schlechten DRMs aktuell ginge. Jedoch würde man Downloads in Zukunft gerne anbieten.

 

  • Wissen die Sprecher schon vorher, ob eine Fortsetzung der Serie erscheint? Ist man dann als Sprecher vertraglich daran gebunden und muss wiederkommen?

 

René versteht nicht, wieso man längerfristige Produktionen nicht weitermachen sollte, sofern diese auch Spaß machen. Zusätzlich wird man dafür auch bezahlt. Annette stimmte ihm da zu, meinte jedoch, dass man sich selbst nicht für Dumping Preise hergeben sollte. Zudem sollte man daran nur mitarbeiten, solange man es auch wirklich machen will.

 

Iwakami erzählte, dass auch die Sprecher in Japan eine tiefe Bindung zu ihren Charakteren entwickeln und deswegen auch sehr daran hängen. Selbst peppermint anime möchte gerne dieselben Sprecher für ihre Synchronisationen behalten. So werden z.B. die Sprecher von Gilgamesh und Saber aus Fate/zero auch in der deutschen Veröffentlichung von Fate/stay night wieder dabei sein.

 

  • Wie begann alles mit den Simulcasts bei peppermint anime?

 

Die Leute bei peppermint sahen es als sinnlos an, Fans für das Downloaden abzumahnen und suchten lieber nach einer Alternative. Diese Alternative fand man in den Simulcasts. Anhand von Concept Arts, vom Director, Studio oder Manga hat man sich dann dafür entschieden, welche Anime-Titel lizensiert werden sollen.

 

  • Wie ist das, in einen fremden Charakter zu schlüpfen?

 

Annette beschreibte, dass man Empathie zu einem Charakter aufbaut, sobald man diesen auf dem Schirm sieht. Zudem war es für sie schon ganz schön schwer mit den Lip-Flaps bei Mako aus Kill la Kill.

 

René erzählte, dass es am besten ist, wenn ein deutscher Sprecher etwas eigenes mit einbringen darf und sich zusätzlich auch etwas am Original orientiert.

 

  • Werden Animes mit einer bestimmten Zielgruppe konzipiert?

 

Iwakami sagte dazu, dass ein Produzent, sobald er das Konzept sieht, es erstmal selber interessant finden muss, bevor es überhaupt losgehen kann. Die Zielgruppe kommt erst später dran.

 

  • Wie wird ein Anime produziert? Vor oder während der Ausstrahlung?

 

Die Produktion einer Folge dauert meistens ca. drei Monate, jedoch arbeitet man am Anime auch während der Ausstrahlung.

  

 

Damit endete peppemints Panel und die Gäste verabschiedeten sich zu einer direkt darauffolgenden Autogrammstunde. Der Bericht über das Q&A Panel von Studio Trigger sowie ein allgemeiner Bericht über den zweiten Messetag folgen demnächst. 

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