Connichi 2014 - Tag 2 Bericht

Der Messesamstag in unserer Retrospektive

Der zweite Tag einer Wochenendmesse ist bekanntlich der meistbesuchte, da Freitag in der Regel zur Anreise und der Sonntag zur Abreise genutzt wird. Der Samstag hingegen wird vollständig von den meisten Fans erlebt und entsprechend viele Angebote gab es auf der Connichi. Im Anschluss findet ihr einen kurzen Überblick der von uns besuchten Events. Bedenkt bitte jedoch weiterhin, dass wir nur einen Berichterstatter vor Ort hatten und die Zahl entsprechend begrenzt ist.

Der Tag begann mit dem Announcement Panel von peppermint anime, in welchem sie ihre Pläne bezüglich Akame ga Kill und dessen Release im nächsten Sommer mitteilten und die Möglichkeit für eine kurze Fragerunde mit Produzent Atsuhiro Iwakami (Fate/stay night, OreImo und Sword Art Online), René Dawn-Claude (Gilgamesh aus Fate/Zero) und Annette Potempa (Mako aus KILL la KILL, Ellie aus The Last of Us) sowie Sebastian von peppermint selbst boten. Den genauen Artikel zu dem Panel findet ihr hier.

 

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Im weiteren Verlauf des Tages fanden wir uns bei einer kleinen Podiumsdiskussion ein, welche sich mit dem Thema „Japanischer Originalton vs. Deutsche Synchronisation“ beschäftigte. Geleitet wurde das Panel von unserem ehemaligen Kollegen TMSIDR von sos-brigade.de, JimmPantsu von pantsu.jp sowie Jörg Rennicke, dem Marketing Leiter von Publisher Kazé. Geplant war, verschiedene Themengebiete anzusprechen unterlegt mit einigen Fallbeispielen. Dies wurde aufgrund der Diskussionsfreudigkeit des Publikums sehr schnell unrealistisch, sodass das komplett Zeitfenster für die anfängliche Diskussion genutzt wurde.

 

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So wurde die „Dub-Verwöhntheit der Deutschen“ angesprochen, da wir hierzulande nur wenige Sub-Only Releases erhalten und daher eine deutsche Vertonung für selbstverständlich erachten. Des Weiteren wären Sub Only-Releases laut Jörg finanziell nicht lukrativ, da sie nur einen geringen Bruchteil eines Dub Releases verkaufen würden. Er brachte das Beispiel Die Melancholie der Haruhi Suzumiya hervor, dessen zweite Staffel einen solchen Release erhielt und die Verkäufe weit hinter den Erwartungen zurück blieben. Auf die Behauptungen von Publikumsmitgliedern, Dub-Only Releases würden sich ebenso nicht verkaufen, was die Unbeliebtheit von Dubs zeigen würde, konterte Jörg mit One Piece, was eine von Kazé meistverkauften Serien ist und ebenfalls unter diese Kategorie fällt.

 

Im Verlaufe des Panels verfuhr man nun noch damit, die Einzigartigkeit der deutschen Synchronkultur herauszustellen sowie die Unmöglichkeit, kleine Verfälschungen bei einer Übersetzung zu vermeiden. Die Preisunterschiede zwischen englischen und deutschen Boxsets wurden mit der höheren Auflagenzahl sowie der Tatsache, dass die amerikanischen Funimation und Sentai Filmworks ihre Dubs im hauseigenen Studio produzieren, erläutert. Zum Schluss wurde noch die Subjektivität bei der Bewertung eines Dubs besprochen und dass es enorm schwer sei, eine andere Version als die, die man zuerst gesehen hat, wirklich gut zu finden und so aufgrund der frühen Verfügbarkeit der japanischen Version eine natürliche Voreingenommenheit entstünde. An diesem Punkt versuchten die Leiter nun langsam, die Diskussion zum Erliegen zu bringen, da das von der Messe zugestandene Zeitfenster knapp wurde und man wenigstens noch eines der vorbereiteten Dubbeispiele zeigen wollte.

 

Kurze Zeit später startete nun das Q&A Panel von Studio Trigger, in welchem man Hintergrund Infos zu KILL la KILL und dessen Produktion sowie diverse andere Projekte von Studio Trigger besprach. Den ausführlichen Bericht zum Panel findet ihr hier.

 

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Der Rest des Tages bot noch einige andere Events wie ausführliche Workshops zur Cosplayerstellung und deren Fotografie, zur japanischen Kultur sowie Signierstunden mit den Trigger-Mitarbeitern, der Band Nagareda Project sowie den Synchronsprecherinnen Sabine Bohlmann und Ulrike Jenni. Seinen Abschluss fand er dann mit Panels zu der Doujinshi-Kultur in Deutschland und dem AMV-Wettbewerb, welcher sich bis in den nächsten Tag hinein zog. Über diesen werden wir euch aufgrund unseres längeren Reisewegs und entsprechend früher Abreise keinen derart detaillierten Artikel liefern, jedoch könnt ihr euch noch auf unseren Bericht zum Q&A mit Produzent Atsuhiro Iwakami  (OreImo, Monogatari, Kara no Kyoukai, Sword Art Online) sowie eine Galleire unserer Cosplayfotos freuen. Diese werden demnächst folgen.

 

 

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