DVD-Review: Naruto the Movie 2: Die Legende des Steins von Gelel

Ninja trifft auf Krieger - Echt jetzt!

Es ist wieder soweit: Nach seiner vorrübergehenden Pause ist der laute Ninja, welcher auf den Namen Naruto Uzumaki hört, zurück und feiert direkt mit „Naruto Der Film: Die Legende des Steins von Gelel“sein deutschsprachiges Comeback.


Ob sich das ganze Warten für Fans und Newcomer des Ninja-Universums in Spielfilmlänge auch wirklich lohnte, findet ihr in der folgenden Review heraus

 


Nach den überstandenen Abenteuern im ewigen Schnee im letzten Film verschlägt es Naruto, dieses Mal in der Begleitung von Sakura und Shikamaru in eine recht üppig auffallende Landschaft. Der zweite Film zur Anime-Adaption des erfolgreichen Mangas wird von Regisseur Hirotsugu Kawasaki strukturell ähnlich aufgebaut wie sein Vorgänger, bei dem Kawasaki noch als Storyboardzeichner tätig war.


Das Team befindet sich auf einer recht einfachen Mission: Sie sollen ein entlaufenes Frettchen zurück zu seinem Besitzer bringen. Plötzlich machen unsere Helden jedoch überraschenderweise Bekanntschaft mit einem mysteriösen Ritter und seiner Truppe, welche urplötzlich einen Kampf anzetteln. Im Duell mit dem Ritter, welchen man später als Temujin kennen lernt, stürzt Naruto mit diesem in eine Schlucht, während Shikamaru im Hinterland auf eine wandelnde Festung trifft und besagte Gegend auf Informationssuche auskundschaftet.


Nach und nach beginnt das Team sich in einem weitaus wichtigerem Geschehen wieder zu finden, als zu Anfang gedacht - Haido, Temujins Meister, plant ein Utopia, also eine Welt ohne Kriege, zu erschaffen. Dazu braucht er den sogenannten Gelel-Stein und dafür wiederum ist ihm kein Opfer und Mittel zu schade. Auf der anderen Seite stehen jedoch jene, die den Stein aufgrund seiner Macht für immer versiegelt wissen wollen und darum das Geheimnis weiterhin schützen versuchen. Um nun zu verhindern, das der Stein doch noch gefunden und missbraucht wird, mischen Naruto und Co. ordentlich auf und stehen der Karawane mit Gaara und Kankuro im Kampf zur Seite.

 

Naruto Uzumaki

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Sein größter Traum ist es, von allen Bewohnern seines Dorfes anerkannt und respektiert zu werden – indem er Hokage wird, das Oberhaupt seines Dorfes.

Denn kurz nach seiner Geburt wurde der Kyuubi, der neunschwänzige Fuchsdämon, in seinem Körper versiegelt, weswegen die Dorfbewohner ihn meiden und fürchten.

Seine Stimme bekam er im Japanischen von der Seiyu Junko Takeuchi (u.a. Takuya Kanabara in Digimon Frontier). Im Deutschen erweckt ihn Henning Nöhren stimmlich zum Leben.


Sakura Haruno

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Auf Grund ihrer großen Stirn wird Sakura von manchen Personen auch „Breitstirn“ genannt. Wenn Naruto Blödsinn treibt, versetzt sie ihm meist einen heftigen Schlag um ihn wieder zur Vernunft zu bringen. Abgesehen von solchen Momenten, oder die mit ihrer 'Inneren Sakura', ist sie sehr gefühlsorientiert und sorgt sich dementsprechend oft um ihre Kameraden und Freunde.

Die Stimme der temperamentvollen Kunoichi wurde ihr im Deutschen von Katharina von Keller verliehen, in der japanischen Fassung leiht Chie Nakamura der Pinkette ihre Stimme.


Shikamaru Nara

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Shikamaru ist der erste aller Genin aus Narutos Jahrgang, der zum Chunin aufgestiegen ist. Trotz seiner recht antriebslosen Art ist er ein taktisch- wie strategisches Genie mit einem IQ von über 200. Dazu beherrscht er das Hiden des Nara Clans: die Schattenmanipulation.

Seine recht ruhige Stimme wird in der deutschen Synchronisation von Leonhard Mahlich zum Ausdruck gebracht, während der Schatten-Ninja im japanischen von Shoutarou Morikubo gesprochen wird.


Temujin

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Der recht gefühllos scheinende Krieger arbeitet für Haido, um das Utopia, eine Welt ohne Kriege und Kämpfe, zu schaffen. Ein Grund dafür war, dass sein Dorf angegriffen und völlig zerstört wurde als er noch klein war. Um diesen Traum jedoch zu erfüllen, bedarf es die Macht des Gelel-Steins und starke Kämpfer, welche der Armee von Haido beitreten sollen.

Im japanischen wird der junge Krieger von Gamon Kaai gesprochen.


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Der Beginn des Films ist locker-flockig angenehm, perfekt für einen guten Einstieg in den Film und die Geschichte. Das schlägt allerdings auch rasch etwas über, sobald sich die Handlungsstränge parallel häufen, als Naruto mit Temujin die Klippe runterstürzt und bei der Karawane wieder aufwacht, Shikamaru und Sakura anstatt ihren Kamaraden zu suchen auf Erkundigungstour um die geheimnisvolle Festung gehen und Gaara mit Kankuro auf den Plan tretten.
Die Handlungabläufe sind ansonsten recht ähnlich wie in anderen Abenteuern Narutos, in denen der Protagonist meist jemanden begegnet mit dem er zu Anfang nicht viel anfangen kann, oder gar nicht ausstehen kann, letztlich sich doch Chancen auf eine Freundschaft entwickeln durch die Zeit, die sie gemeinsam verbringen. 


Im Bezug auf die Handlung scheint der zweite Film anders als das erste Filmabenteuer ein wenig gepresst / schnell an manchen Stellen, wie bereits erwähnt nahe des Anfang und später mit einem durch ein Jutsu erschaffenes Loch im Raum-Zeit Kontinuum, das geöffnet werden muss.

 

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Auch ist die mangelnde Erklärung wie die Handlangergruppe der Antagonisten ihre Chimära-artigen Kräfte besitzen können ein negativ auffallender Punkt. Dass der Gelel-Stein mächtig ist, ist und wird klar gemacht, dass dieser jedoch wie in der Haupthandlung der Serie wie Sasukes Fluchmal funktionieren soll, scheint fragwürdig. Rapide Heilung, Reichtum, Fruchtbarkeit für das Land, Zerstörungskraft und Wachstum - alles nachvollziehbar mit der Quelle einer solch großen Macht, doch wieso es einen Krieger in halbe Monster verwandeln konnte, der dies selbst auf On / Off stellen kann, blieb knapp aus.

Abgesehen davon tauchte eine kurze Einblendung von Sasuke auf, während Naruto ohnmächtig ist, ohne weiteren Bezug darauf. Fragen blieben offen, ob dies eine Metapher sein soll, im Bezug zu einem Happy End der Legende, Naruto’s Vorstellung von Freundschaft undUnterstützung, oder was anderes sagen sollte, da es einfach kurz da und dann wieder weg war.

 

Bis auf diese Fragwürdigkeiten mittendrin, ist die Geschichte um das Land und den Gelel-Stein völlig in Ordnung und schön an zu sehen. Die Geschichte blüht und lebt mit den spannenden Kämpfen und Charakteren auf, das Verhältnis zwischen Naruto und neue Gesichter, wie auch dessen Entwicklung. Sowohl Zwischenmenschlich, als auch im Bezug zu der gesamten Handlung, Auswirkungen und Entwicklung.  

 


Leider können wir nicht genau auf die Bildqualität eingehen, da uns soweit nur eine Rohfassung des Films vorliegt. Doch man kann bereits sagen, dass die Dynamik und Action in den Kämpfen und Bewegungen gut gelungen und eine Klasse für sich ist.

Allerdings gibt es ein paar wenige Momente in der Animation, in denen der Körper sehr dünn oder etwas deformiert aussieht. Genauer gesagt: Sakuras Körper. Doch glücklicherweise taucht dies nur bei einen schnellen Kampf auf.


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Man merkt dem Film sein Budget an, da Umgebungen nicht nur üppiger und sanfter gestaltet wurden, sondern alles auch wesentlich detaillierter wirkt als in der TV-Fassung.

 

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Auch ist ein wieder-erkennbarer Stil in der Filmreihe zu erkennen, so erinnert das Charakterdesign und Aufmachung der Antagonisten an seinen Vorgängern.

 

Neben den bekannten Themen des Soundtrack wurden auch einige neue Tracks für diesen Film komponiert, welche den Touch der Landschaft samt Karawane gut transportieren und passend untermalen.

 


Nach den vorläufigen Abbruch der deutschen Fassung der Anime TV Serie sowie der dazugehörigen Filmreihe, schafft es der Publisher KSM den Großteil des damaligen Naruto-Casts zurück zubringen. Leider trifft das nicht auf den Dreh- und Angelpunkt wie auch Namensgeber der Serie, Naruto Uzumaki zu.

In „Die Legende des Steins von Gelel“ kann man nun erstmals die Arbeit des neuen Sprecher Henning Nöhren hören und werten. Man spürt von Beginn an die Mühe die in die Synchronisation gelegt wurde. Nöhren klingt einfach weit weniger quengelig als sein Vorgänger und es dauert bis sich das „Naruto-Feeling“ einsetzt.


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Ganz „Naruto“ ist es zwar noch nicht, doch im späteren Verlauf des Films ist die Eingewöhnungsphase übernommen und man kann sich an der handwerklichen Qualität der Synchronisation des zweiten Naruto Films erfreuen.

Die Stimmen von Sakura, Shikamaru, Gaara und Kankuro sind die selben wie in vergangenen Teilen und Episoden. An dem Punkt muss man einfach mal sagen, Publisher KSM hat da wirklich gute Arbeit geleistet, dass wirklich alle anderen Stimmen bestehen blieben. Um nun abseits davon auf die Synchronarbeit in diesem Film an sich zurück zu kommen, passen die Konoha und Suna-Nin super zu den einzelnen Charakteren und unterstreichen ihre Eigenschaften gekonnt.


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Der alte Anführer der Karawane hatte auch einen gewissen, angenehmen Charme, der hin und wieder treffend zu auflockernden Momenten in mitten der ganzen Action beitrug.

Antagonisten passten stimmlich ebenfalls gut. Um zu Temujin zu kommen, klang dieser zu aller erst etwas befremdlich, was wahrscheinlich auf den relativ gefühlslosen Charakters des Ritters zurück zu führen ist, weshalb jeder für sich urteilen muss, ob es letztlich passt oder nicht.



+ Man bemerkt der deutschen Synchronisation die Pause nicht an, so fühlt sich der zweite Film bis auf die neue Stimme Narutos an, als würde sie die Filmreihe nahtlos weitergehen lassen

+ Erfrischendes Setting und Story abseits der Hauptserie

+ Spannende Kämpfe

- Etwas verwirrender Start mit vielen parallel verlaufenden Handlungsträngen, die überfordern könnten.


Fans des Mangas, der TV-Adaption sowie des ersten Naruto Films „Geheimmission im Land des ewigen Schnee“ können bedenkenlos zum zweiten Film rund um den vorlauten Ninja greifen. Der Film bietet eine in sich abgeschlossene Geschichte, die mit ihren Setting frischen Wind in die Reihe bringt, während sie sich unabhängig von der Hauptserie bewegt.



 - Sakubane

Naruto the Movie 2: Der Stein von Gelel könnt ihr euch hier auf DVD und Blu-ray bestellen.
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