Blu-ray Review: Magic Kaito 1412 Volume 2

Kaito Kuroba trifft auf Phantom Lady!

Es ist mal wieder Zeit einen Blick auf Conans großen Rivalen zu werfen. Kann die zweite Volume von Kaito Kids Abenteuern überzeugen? Wir sagen es euch!

 


 

Magic Kaito 1412 fehlt letzten Endes einfach ein roter Faden, der nun in der mangagetreuen Umsetzung etwas auf der Strecke geblieben ist. Zwar bekommen wir nun mit Phantom Lady einen Hintergrund zu Toichi Kuroba (dem Vater von Kaito Kuroba), das ist aber bisher so ziemlich der einzig bemerkbare “rote Faden” in der Story. Ansosten stellen die einzelnen Episoden eher in sich geschlossene Geschichten da. Trotz allem wirkt die neue Produktion durch die neue Inszenierung von A-1 Pictures deutlich düsterer und erwachsener als dies bei der Vorgängerserie der Fall war.

 

 

Der Anime hat zwar keinen “starken Plot”, allerdings punktet er dafür eher mit witzigen und skurilen Szenen. Doch gibt es einige Folgen die hervorgehoben werden sollten.

 

Folge 8 - Erwachsenenzauber

In dieser Folge ist gruselige Stimmung angesagt. Akako, die Hexe bekommt in dieser Folge mehr Screentime und man sieht eine etwas gruselige Episode, die im Schulhaus der Oberschule spielt. Die Folge ist aufgrund ihrer gruseligen und gespenstischen Stimmung bisher einzigartig im Anime und generell kann man nie genug Anako haben.

 

Folge 9 - Phantom Ladys Auftritt

Leider kann man nicht allzu viel über diese Folge sagen, ohne ins Spoilerterritorium vorzudringen, doch diese Episode ist sehr spannend und erzählt die fesselnde Geschichte von Toichi Kuroba und seiner Geliebten.

 

Folge 11 - Kid, Conan und Ryomas Schatzillusion

Hier bekommt Kaito den kleinen Meisterdetektiven Conan Edogawa als Gegner präsentiert. An dieser Folge ist so besonders, dass Kaito ziemlich in Bedrängnis gerät und dennoch die Folge genügend witzige und unterhaltsame Szenen behält. Zwar wurde diese Folge bereits im Detektiv Conan-Anime adaptiert, jedoch wird die Geschichte hier aus dem Standpunkt von Kaito Kid erzählt und daher bleibt die Folge auch für Kenner des Conan-Animes durchaus spannend.

 

 

 

 

A-1 Pictures präsentiert in gewohnter Manier ein gutes technisches Bild mit überzeugenden Animationen. Es gibt hier keinen qualitativen Abfall zu beobachten. Allerdings muss man feststellen, dass die Charakterdesigns von Charakteren wie Conan Edogawa, Sonoko Suzuki und Ran Mori etwas misslungen sind, da die Proportionen hier nicht so recht stimmen. Die Charaktere haben teilweise zu große Augen und auch die Animationen können an der Stelle nicht so recht überzeugen. Bei dem Bildmastering sind AV Visionen (für peppermint) keine Fehler passiert und das Bild bleibt klar mit guter Schärfe und Kontrasten.



Das Bild liegt im Format 1280x720p vor und bietet weiterhin schön gezeichnete Hintergründe und gut dezent eingesetztes CGI, im Gegensatz zu TMS-Produktionen, die deutlicher schlechter hier wegkommen. Auch die Musik kann positiv hervorgehoben werden. Die Hintergrundmusik stört nicht und unterstreicht das Geschehen sehr gut, hört sich aber auch nicht aufgesetzt an. Zwar haben es die Produzenten teilweise mit ihren “Disco-liken” Remixes etwas übertrieben, aber diese Soundtracks halten sich zum Glück in Grenzen. Die Openings und Endings bleiben in dieser Volume noch unverändert und passen weiterhin gut als Opener und Closer.

 

 

Der Sprecher von Conan Edogawa, der hier erstmalig (außer als Shinichi) zum Einsatz kommt, spricht deutlich natürlicher, da man hier den Sprecher offenbar nicht wie bei TV+ Synchron unnatürlich hoch gepitcht hat. Das ist sehr lobenswert. Aber es ist schon merkbar, das Tobias Müller immer mehr Schwierigkeiten hat, die Conan-Stimmlage natürlich sprechen zu können. Er klingt immer mehr wie ein heiserer und kranker Conan, was sehr schade ist. Vielleicht sollte man hier so langsam über eine Umbesetzung nachdenken.

 

 

Wichtig ist noch zu erwähnen, dass Karin Lehmanns Dialogbuch teilweise vom Original abweicht. Während im Original an einer Stelle Kaito zuerst sagt “Vielleicht sollte anstelle deines Bäuchleins deine Brüste wachsen” sagt Aoko im Original “Was soll das denn heißen?”. Karin Lehmann wählte eine andere Formulierung: “Noch kein Haar am Sack, aber La Paloma pfeifen”. Zwar etwas extrem, aber durchaus witzig und meiner Meinung nach realistisch geschrieben, da Aoko ja kein kleines Mädchen mehr ist und Jugendliche heutzutage deutlich schlimmere Wörter verwenden.

 

Der Kritikpunkt aus der vorherigen Volume ist leider auch hier vorhanden. War es in der vorherigen Volume noch nicht so schlimm, da Kaito Kuroba nur eine männliche Stimme imitieren musste, hat Julien Haggege eine weibliche Stimme, nämlich Aoko Nakamori sprechen müssen. Zunächst einmal fügt diese sinnfreie Entscheidung der Serie unnötige Logikfehler hinzu, da Kommissar Nakamori komischerweise trotz der bedingt schlechten Imitation von Aoko Nakamori nichts bemerkt. Und zweitens ist es unverständlich, da in der japanischen Originalfassung Mao Ichimichi zum Einsatz kommt und nicht Kappei Yamaguchi. Was soll das also? Selbst in den schwächeren Synchronisationen der letzten Detektiv-Conan-Filme oder der Magic-Kaito-Serie hat Kaito Kid immer die entsprechenden Stimmen korrekt richtig imitieren können, da man die hierfür entsprechenden Sprecher eingesetzt hat. Aber aus irgendeinem Grund hat man sich bei Studio Oxygen dagegen entscheiden. Abgesehen von diesem Kritikpunkt ist die Synchronisation  jedoch eine der besten, die ich die letzten Jahre gehört habe.

 

peppermint hat sich auch bei der Untertitelung nicht lumpen lassen. Es werden nahezu alle Einblendungen übersetzt und sogar als Typesets über japanische Schrift gelegt und das in dem gleichen Stil der Originalschrift. Das ist sehr lobenswert.

 

 

Wie auch bei der vorherigen Volume hat peppermint bei dieser Veröffentlichung nahezu alles richtig gemacht. Zwar hat die deutsche Synchronisation ein paar kleine Schwächen im Bezug auf Kaitos Stimmenimitation, aber dennoch ist die Fassung deutlich hochwertiger als andere Synchronisationen aus dem Detektiv-Conan-Franchise und das ist durchaus anerkennenswert. Zusätzlich kommt die Untertitelung und Bearbeitung des Bildes von peppermint positiv zum tragen, was bei der Vorgängerserie eher fast gar nicht gemacht worden ist. Wer bereits die erste Serie von KAZÉ sein Eigen nennt, sollte unbedingt auch in diese neue Serie reinschauen, da sie einfach liebevoll und gut produziert worden ist.  Eine volle Kaufempfehlung für alle Conan- und Kaito-Kid-Fans, oder die, die es noch werden wollen!

 

Falls ihr Interesse an Magic Kaito 1412 haben solltet, könnt ihr das zweite Volume hier bestellen.

 

©Gosho Aoyama/Shogakukan.YTV.A-1 Pictures 2014

 

Sämtliche Aussagen dieser Rezension reflektieren lediglich die Meinung des Autoren und nicht die von Crunchyroll und seiner Partner

 

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