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Post Reply Mal wieder unzureichende Inhalte in Deutschland/Europa
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Posted 4/7/18 , edited 4/7/18
Hi,

Ich wäre mit dem Abo hier wesentlich zufriedener, wenn es nicht so stark eingeschränkt wäre. Hatte auf Kotaku gelesen, dass bei Crunchyroll Persona 5 mitübertragen wird und mal wieder ein Abo abgeschlossen, nur um zu erfahren, dass die Rechte mal wieder nicht für Europa sind (wie schon bei AoT).

Nur dass ich dass dieses mal nicht kommen sehen habe, weil immerhin der Anime zu Golden hier auch schon verfügbar war.

Ist also nach dem Monat mal wieder gekündigt.
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Posted 4/8/18 , edited 4/8/18
Ich verstehe deinen Unmut und Persona 5 kannst du bei Wakanim im Simulcast schauen. Persönlich sehe ich das wie folgt:
Du hast jetzt ja schon ein Abo für einen Monat abgeschlossen und kannst dich doch mal in die Season reinschauen. Sicherlich wirst du da auch ein oder zwei Anime gut finden, die du vorher nicht auf dem Schirm hattest. So geht es mir immerhin regelmäßig.

Selbst wenn man die Plattform nicht nutzt und illegal schaut, weil man Anime sehr gerne kuckt, ist es vielleicht nicht das schlechteste bei dem favorisierten Anbieter ein Abo dazulassen, damit das deutsche Simulcast Angebot künftig wachsen und deinen Ansprüchen eines Tages auch gerecht werden kann.

Anime im DACH ist da ein wenig wie Crowdfunding.
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Posted 4/8/18 , edited 4/8/18
Ich bin von der aktuellen Season bei Crunchyroll DE auch eher enttäuscht... aber der Mitgliedsbeitrag ist nicht die Welt und ich seh meine Mitgliedschaft eher als Unterstützung für die deutsche Branche und hoffe, dass die einzelnen Anbieter es irgendwann mal hinbekommen, ihre Inhalte querzulizensieren. Denn dieser Kampf um Markanteile durch "exklusive Inhalte" wird letztendlich auf dem Rücken der Kunden ausgetragen und schadet der gesamten Branche...
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Posted 4/8/18 , edited 4/8/18

TenogradR5 wrote:
Selbst wenn man die Plattform nicht nutzt und illegal schaut, weil man Anime sehr gerne kuckt, ist es vielleicht nicht das schlechteste bei dem favorisierten Anbieter ein Abo dazulassen, damit das deutsche Simulcast Angebot künftig wachsen und deinen Ansprüchen eines Tages auch gerecht werden kann.


Wow, ich find es mal echt toll, so ein Kommentar hier zu lesen. Ist auch ganz meine Meinung! Allerdings hatte ich bisher den Eindruck, dass es nicht erwünschtist, hier solche Aussagen zu posten, vielleicht aus Angst dass dadurch illegale Quellen verharmlost oder beworben werden. Dabei finde ich es sollte Ansporn für die offiziellen Anbieter sein, besser als illegale Quellen zu werden... woran ich aber manchmal meine Zweifel habe, sowohl was die Fragmentierung des Marks angeht als auch die aktuellen Strategien für die Übersetzungen. Aber ich hab die Hoffnung noch nicht aufgegeben...

Was die Mitgliedschaften bei verschiedenen Simulcast-Anbietern angeht: Das ist letztendlich für die Nutzer Stress und braucht unnötig Aufmerksamkeit und ggf. Umstellen von Abonnements für diejenigen, die knapp bei Kasse sind. Und gerade in einer Zeit, wo die Aufmerksamkeit der Menschen das wichtigste Gut geworden ist (um das von Wirtschaftsunternehmen teils auch sehr aggressiv gekämpft wird) finde ich es wichtig, den Kunden/Nutzern möglichst einfache Lösungen anzubieten, so dass sie ihre Aufmerksamkeit für die wichtigen Dinge übrig haben (z.B. Familie).

Anders formuliert: Rechtlich gesehen ist deine Empfehlung, sich für die anderen Serien eben bei anderen Anbietern anzumelden korrekt. In der Praxis bedeutet das für die Anime-Fans die die Branche finanziell unterstützen wollen aber unnötigen Stress und Ärger, der sich letztendlich auch auf die Gesundheit auswirkt. Das kommt bei den ganzen Diskussionen leider etwas zu kurz...

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Posted 4/8/18 , edited 4/8/18
Ist es wirklich stressig, sich bei mehreren Anbietern anzumelden? Ein Postidentverfahren ist stress. Kurz einen Benutzernamen mit der E-Mail zu verifizieren eher weniger. Im Grunde wird es für die derzeitigen Anbieter eher Priorität haben ihre Angebote effizient auszubauen. Dabei verfolgen sie unterschiedliche Strategien. Aber ich kann auch nicht verstehen, wenn Nutzer illegal konsumieren sich hinstellen und meckern, dass niemand Geld in die Hand nimmt um etwas vergleichbares legal zu errichten. Sie selbst sind dann offensichtlich nicht bereit kleinste Beiträge in Streamingplattformen zu investieren.

Ich bin selbst eher relativ entspannt. Meist kommt alles irgendwie legal nach einer Zeit und ich hab die Ungeduld lange überwunden. Gibt eh immer etwas zu schauen, wenn man Lust hat. Aber ich hab auch Bekannte und Freunde die deutlich mehr schauen und gar nichts kaufen oder abonnieren und meinen das wär ja alles nur halbgar. Von nichts kommt nichts. Fragt euch wie groß Netflix Angebot heute insgesamt wäre, wenn die nicht 100, sondern nur eine Million Abonennten weltweit hätten.
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Posted 4/9/18 , edited 4/9/18
Ja, für mich ist das mit den verschiedenen Plattformen tatsächlich Stress... hat vielleicht nicht jeder so viel (Frei-)Zeit wie du ;-) Und ich find es z.B. auch nicht so toll, wenn ich immer damit rechnen muss, dass eine Serie die ich vor 5 oder 10 Jahren mal geschaut hab plötzlich nicht mehr verfügbar ist, weil die Lizenz abgelaufen ist oder weiterverkauft wurde... damit muss man bei Crunchyroll eben auch rechnen.

Ich wäre tatsächlich bereit, deutlich mehr als das aktuelle Crunchy-Abo zu bezahlen, wenn ich dafür ein entsprechend attraktives Angebot bekommen würde. Aber wenn ich mir z.B. den "Kunspercast" von neulich anschaue besteht bei Crunchyroll & Co nichtmal das Interesse, die Subs möglichst nah am Original zu halten. Google mal nach "nii-sama about our releases" - Das unter "Subs" sind echte Qualitätsrichtlinien für hochwertige Übersetzungen! Ist es nicht absurd, dass ich mit meinen Crunchyroll-Beiträgen genau das Gegenteil finaziere, nämlich ein "Lokalisieren" und "Schmackes reinbringen" (siehe Knuspercast), durch das die ursprüngliche Atmosphäre verzerrt und Charaktere verfälscht werden? Ok das ist jetzt ein anderes Thema, aber eben in der Kombination, dann auch noch auf unterschiedlichen Seiten suchen zu müssen und das Risiko, dass die Lizenzen mal weg sind usw... da ist einfach das Verhältnis zwischen Anbieter und Konsument/Finanzierer nicht wirklich auf Augenhöhe...

Bei Crunchyroll USA sieht es übrigens ganz anders aus, dort scheint man tatsächlich ein weitgehend komplettes Programm der aktuellen Season zu bekommen. Und in den englsichen Subs werden inzwischen (fast?) überall Honorifics verwendet, deutlich konsequenter als bei den deutschen Subs! Anfangs gab es auch viel Kritik an den englischen Subs, aber hier scheint Crunchyroll deutlich aufgeholt zu haben (auch wenn sie sich hier und da noch ziemliche Schnitzer leisten... wie z.B: "klaxosaur" oder so)...

Von daher find ich es halt auch bisschen unglücklich, wenn das Gefühl vermittelt wird, man muss sich eben mit dem fragmentierten Anbietermarkt (dauerhaft) abfinden. Also dauerhaft, ohne irgendeine motivierende "Roadmap", die man mitfinanziert. Ist vielleicht bisschen wie damals, als kaum jemand DRM-geschützte Musik kaufen wollte und das die Anbieter natürlich ganz schlimm fanden... und als dann mit offiziellen mp3-Verkäufen ein für die Kunden interessantes Angebot kam, sind die Verkäufe regelrecht explodiert... Ich glaube jedenfalls nicht, dass die Aimefans in Deutschland wirklich so geizig sind, wie immer wieder behauptet wird. Sondern dass ihnen einfach noch kein wirklich überzeugendes Angebot unterbreitet wurde...

Konstruktiver Vorschlag: Wie wär es z.B. mit einer erweiterten Mitgliedschaft für 10 statt 5 Euro, wo man auch die Inhalte der anderen Anbieter mitsehen kann? Oder die Option, einzelne Serien anderer Anbieter dazuzukaufen, z.B. für 5€ pro Season... oder wie wär es - wie du schon angedeutet hast - mit einem echten Crowdfunding wo die Fans für Serien, die sie sehr gern haben, nochmal extra "spenden" können, um damit eine weitere Season zu finanzieren? Z.B. wenn die normalen Einnahmen dafür noch nicht gereicht haben. Hattest du mitbekommen, wie viel Geld für die "Nekopara"-OVA auf Kickstarter zusammengekommen ist? Oder für die offizielle englische Release der "Muv Luv" Visual Novels? Das zeigt doch, dass es genug Fans gibt, die bereit sind, einen fairen Preis für ein faires Angebot zu bezahlen... drum nochmal mein Aufruf an Crunchyroll: Macht den Animefans attraktive Angebote! Gern auch über echtes Crowdfunding, z.B. über Kickstarter oder Indiegogo, um neue Funktionen integrieren zu können... startet eine Aktion gemeinsam mit Wakanim/Akibapass und evtl. Peppermint und sammelt über Crowdfunding das Geld ein, das ihr als Anfangsinvestition für die Anpassung der Softwareplattformen braucht...
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Posted 4/9/18 , edited 4/10/18

ChiiDaisuki wrote:

Ich wäre tatsächlich bereit, deutlich mehr als das aktuelle Crunchy-Abo zu bezahlen, wenn ich dafür ein entsprechend attraktives Angebot bekommen würde. Aber wenn ich mir z.B. den "Kunspercast" von neulich anschaue besteht bei Crunchyroll & Co nichtmal das Interesse, die Subs möglichst nah am Original zu halten. Google mal nach "nii-sama about our releases" - Das unter "Subs" sind echte Qualitätsrichtlinien für hochwertige Übersetzungen! Ist es nicht absurd, dass ich mit meinen Crunchyroll-Beiträgen genau das Gegenteil finaziere, nämlich ein "Lokalisieren" und "Schmackes reinbringen" (siehe Knuspercast), durch das die ursprüngliche Atmosphäre verzerrt und Charaktere verfälscht werden? Ok das ist jetzt ein anderes Thema, aber eben in der Kombination, dann auch noch auf unterschiedlichen Seiten suchen zu müssen und das Risiko, dass die Lizenzen mal weg sind usw... da ist einfach das Verhältnis zwischen Anbieter und Konsument/Finanzierer nicht wirklich auf Augenhöhe...

Bei Crunchyroll USA sieht es übrigens ganz anders aus, dort scheint man tatsächlich ein weitgehend komplettes Programm der aktuellen Season zu bekommen. Und in den englsichen Subs werden inzwischen (fast?) überall Honorifics verwendet, deutlich konsequenter als bei den deutschen Subs! Anfangs gab es auch viel Kritik an den englischen Subs, aber hier scheint Crunchyroll deutlich aufgeholt zu haben (auch wenn sie sich hier und da noch ziemliche Schnitzer leisten... wie z.B: "klaxosaur" oder so)...



Wenn du es "so nah wie möglich am Original" haben willst, warum lernst du dann nicht einfach japanisch und schaust es ohne Untertitel?
Ich glaube nämlich kaum das irgend ein Anbieter deinen Ansprüchen gerecht werden wird.
Ich persönlich bin kein Fan von Untertiteln in denen alle paar Sekunden eine Einblendung mit einer Wort- oder Begriffserklärung aufplopt.
So etwas findest du meist in Fansubs aber nicht in offiziellen Untertiteln.
Und wie es im Knuspercast auch gesagt wurde ist eine reine wörtliche Übersetzung oft stinklangweilig und trägt damit nichts oder nur gering zur Unterhaltung bei.
Deshalb werden passende Begriffe verwendet die das rüberbringen was ursprünglich damit gemeint war. Das dabei manchmal etwas verloren geht ist logisch. Bei Unterhaltungsmedien wirst du nirgendwo eine 100% genaue Übersetzung bekommen.
Über Suffixe kann man sich streiten aber auch hier greife ich auf das zurück was im Podcast gesagt wurde. Man sollte es damit nicht übertreiben und es kommt immer auf das Setting an.
Ob da jetzt Brüderchen oder Onii-chan steht macht für mich persönlich keinen Unterschied. Und selbst dann hört man ja immer noch was gesagt wird...
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Posted 4/10/18 , edited 4/10/18

VoidSeeker66 wrote:

So etwas findest du meist in Fansubs aber nicht in offiziellen Untertiteln.



Kurz gesagt: Du zählst die Animefans, die die von mir beschriebenen Vorlieben haben, zu einer kleinen Minderheit, die wirtschaftlich nicht relevant ist? Dann müsste man konsequenterweise auch eingestehen, dass diese Gruppe zumindest keinen finanziellen Schaden in der Branche anrichtet, wenn sie sich mit Fansubs bzw. Downloads aus inoffiziellen Quellen versorgt.

Es gibt verschiedene Gruppen von Animefans, keine Frage. Ich hab da halt bisschen meine Zweifel, ob "meine" Gruppe wirklich so klein und finanziell irrelevant ist. Und find es schade, dass man mit diesem Argument schnell in die illegale Ecke gedrängt wird. Die breite Masse wird man ohnehin nur über Dubs erreichen können und da hab ich auch Verständnis, wenn diese etwas freier übersetzt sind.
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Posted 4/10/18 , edited 4/10/18
Seh ich wie VoidSeeker66. Bezüglich deines Vorschlags zu einem größeren Angebot:


ChiiDaisuki wrote:
Konstruktiver Vorschlag: Wie wär es z.B. mit einer erweiterten Mitgliedschaft für 10 statt 5 Euro, wo man auch die Inhalte der anderen Anbieter mitsehen kann? Oder die Option, einzelne Serien anderer Anbieter dazuzukaufen, z.B. für 5€ pro Season... oder wie wär es - wie du schon angedeutet hast - mit einem echten Crowdfunding wo die Fans für Serien, die sie sehr gern haben, nochmal extra "spenden" können, um damit eine weitere Season zu finanzieren? Z.B. wenn die normalen Einnahmen dafür noch nicht gereicht haben. Hattest du mitbekommen, wie viel Geld für die "Nekopara"-OVA auf Kickstarter zusammengekommen ist? Oder für die offizielle englische Release der "Muv Luv" Visual Novels? Das zeigt doch, dass es genug Fans gibt, die bereit sind, einen fairen Preis für ein faires Angebot zu bezahlen... drum nochmal mein Aufruf an Crunchyroll: Macht den Animefans attraktive Angebote! Gern auch über echtes Crowdfunding, z.B. über Kickstarter oder Indiegogo, um neue Funktionen integrieren zu können... startet eine Aktion gemeinsam mit Wakanim/Akibapass und evtl. Peppermint und sammelt über Crowdfunding das Geld ein, das ihr als Anfangsinvestition für die Anpassung der Softwareplattformen braucht...


Finde ich persönlich sehr gut. Ich finde es beispielsweise auch sehr schade, dass teilweise mit dem Rückzug von Daisuki oder Viewster massenhaft Lizenzen verschwunden sind. Trotzdem sollte immer alles im Abo enthalten sein. Über etwas höhere Preise könnte man sprechen oder eben auch die Premium+ Mitgliedschaft überarbeiten, die keiner nutzt. Würde man die nach oben hin freier gestalten (jeder zahlt ab einem Grundbetrag monatlich soviel wie er will), könnten statt nur 2,50€ pro Nutzer jeden Monat auch deutlich höhere Summen nach Japan entfallen. Dennoch wird die Fragmentierung bleiben. Denn selbst in den USA bleibt eine Trennung des Animeangebots zwischen Hulu, Netflix, Amazon und Crunchyroll bestehen und diese gibt es ja auch schon seit jeher in Japan. Anime laufen auf verschiedenen TV Sendern und Websites. Also warum erwarten alle es müsste alles an einem Ort in Europa und den USA geben und somit ein besseres Angebot sein, als in Japan, damit es für sie überhaupt Geld wert ist?
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Posted 4/10/18 , edited 4/10/18
Ja ich sehe diese Ansprüche als Minderheit an und verstehe es absolut nicht deswegen auf ein legales Angebot zu verzichten und stattdessen auf Fansubs zurückzugreifen, ganz gleich ob das jetzt der Branche schadet oder nicht. Mir geht es dabei ums Prinzip.
Wie schon erwähnt wirst du mit diesen Ansprüchen bei keinem Anbieter glücklich werden.
Ich bin mir auch sicher das sich weitaus mehr Nutzer beschweren würden wenn die Untertitel Fansublike wären, so wie du sie anhand deiner "Qualitätsrichtlinien" beschreibst. Ich mein es steckt ja schon im Namen. Es sind "Fan" Untertitel. Sprich Untertitel von Fans für Fans. Das man dabei die Begriffe, Namen etc. eher beibehält ist denk ich mal logisch. Aber auf Crunchyroll oder anderen Plattformen wird eine weitaus breitere Masse an Fans angesprochen, die evtl. nicht so tief in der Materie drin hängen oder damit weniger vertraut sind.
Ich hab zwar nichts gegen solche Fansubs aber wenn ich die Wahl hätte würde ich dennoch zur lokalisierten Variante greifen, da es für mich so glaubwürdiger rüberkommt. Generell ist das ein schwieriges Thema und man wird es damit wahrscheinlich niemals allen Leuten recht machen können.
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Posted 4/10/18 , edited 4/10/18
VoidSeeker66, ich seh das nicht ganz so pessimistisch wie du. Tatsache ist, dass sich Crunchyroll USA mitihren Subs ziemlich stark in diese Richtung entwickelt hat und weniger stark "amerikanisiert" als zu den Anfangszeiten. Und was die (potentiellen) Nutzer betrifft, die es leiber "Fansub-like" wollen, die kehren solchen offiziellen Plattformen dann eben den Rücken, weil sie enttäuscht sind.

Was die Sache mit dem Prinzip betrifft: Hier hat TenogradR5 im zweiten Beitrag einen guten Vorschlag gemacht, einfach trotzdem Mitglied bleiben und so die Branche unterstützen, auch wenn man letztendlich andere Quellen nutzt. Kostet ja nicht die Welt. Aber teilweise wird man bereits dafür schon kritisiert. Und an diesem Punkt geht es mir ums Prinzip Also dass Leute, die bereit sind zu bezahlen, für ihre Vorlieben kritisiert werden.

Übrigens, ein einfaches Argument, warum sich manche Fans möglichst originalgetreue Subs wünschen findet man in der Neurologie: Wenn das Gehirn zwei widersprüchliche Informationen wahrnimmt, z.B. ein Stück Sprache, das man klar versteht, und ein Stück Text, und beides widerspricht sich, dann verursacht dieser Widerspruch Stress, weil er neuronal nicht einfach aufgelöst werden kann. Und je mehr man sich mit dem Thema identifiziert (also je mehr "Fan" man ist), um so intensiver wird die Wahrnehmung dieses Widerspruchs und damit des Stress. Einfaches Beispiel: Ein Name ist im Sub in westlicher Reihenfolge (Vorname-Nachname), wird aber im Ton in japanischer Reihenfolge (Nachnahme-Vorname) gesprochen. Im ersten moment löst das im Gehirn Verwirrung aus, sofern man wirklich auf den Ton achtet und den nicht nur im hintergrund vor sich hin rieseln lässt. Oder wenn im Ton der Nachname genannt wird (oder z.B. "Onee-chan") und im Sub steht dann plötzlich der Vorname der Person, der im Ton womöglich niemals ausgesprochen wird.

Wenn du also ein Gelegenheitskonsument ohne Japanischkenntnisse bist, kann ich deinen Standpunkt schon nachvollziehen. Er lässt sich nur nicht auf alle Nutzergruppen verallgemeinern. Und es bringt am Ende auch nichts, die motivierteren Fans dafür zu kritisieren, dass sie ein stärkeres Interesse für die japanische Kultur haben bzw. offener dafür sind als manche andere... oder ihnen gewissermaßen Scheuklappen zu verordnen.
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Posted 4/10/18 , edited 4/10/18

TenogradR5 wrote:
[...]und diese gibt es ja auch schon seit jeher in Japan. Anime laufen auf verschiedenen TV Sendern und Websites. Also warum erwarten alle es müsste alles an einem Ort in Europa und den USA geben und somit ein besseres Angebot sein, als in Japan, damit es für sie überhaupt Geld wert ist?


Einfache Antwort: Weil hier der Markt zu klein ist und die Fragmentierung ihm zusätzlich schadet.

Etwas kompliziertere Antwort: Weil es nicht die Aufgabe der Konsumenten ist, den Anbietern zu maximalen Gewinnen zu verhelfen (die Wirtschaft dient den Menschen, Kapital/Besitz ist zum Wohle der Allgemeinheit einzusetzen - rechtliche Grundlagen unseres Staates!). Es sollte im Idealfall ein respektvolles Miteinander auf gleicher Augenhöhe zwischen Anbietern und Konsumenten geben, wo auch die legitimen Interessen der Konsumenten respektiert werden. Vielleicht wäre der Verbraucherschutz eine geeignete Stelle, um auf rechtlicher Ebene Verbesserungen durchzusetzen bzw. faire Bedingungen für alle Anbieter zu etablieren...

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Konsequenzen, die sich aus der "Spieletheorie" ergeben: Dass der Kampf um eigene wirtschaftliche Vorteile oft zulasten der Konsumenten geht und dabei auch dem gesamten Markt schadet (also auch dem Gesamtumsatz der Branche!).

Kannst du dich erinnern, wie es war, als es digitale Musik nur mit DRM gab? Als sich die Branche dann durchgerungen hatte, mp3s ohne DRM anzubieten und verschiedenen Anbietern Zugriff auf die Kataloge der einzelnen Labels zu geben, explodierten die Verkäufe förmlich und stießen auch auf Akzeptanz in der breiten Bevölkerung. Seitdem sind illegale Musikdownloads praktisch kein Thema mehr.

Wir leben in einer Zeit, in der den Nutzern immer mehr die Kontrolle über das, was sie kaufen, entrissen wird, wo persönlichkeitsprofile erstellt und missbraucht werden und wo auf vielfältige Weise Abhängigkeiten gegenüber Anbietern/Konzernen entstehen. Was letztendlich auch Teil einer gesellschaftlichen Entwicklung ist, in der immer mehr Menschen psychisch krank werden (Reizüberflutung etc).

Ich sehe jedenfalls den Kampf um Kontrolle über die Inhalte sehr kritisch, im Mittelpunkt sollte meiner Meinung nach ein respektvolles Verhältnis zwischen Künstlern/Produzenten und Konsumenten stehen. Mit einer fairen Entlohnung für gute Arbeit. Die Publisher sollten nur anhand ihrer Eigenleistung, das heißt anhand ihrer Nutzerfreundlichkeit, Übersetzungsquelität etc. in gegenseitigem Wettbewerb stehen und nicht indem sie versuchen, sich durch exklusive Lizensierung bestimmter Werke Vorteile zu verschaffen. Denn das artet wie gesagt in einem Kampf aus, der auf dem Rücken der Konsumenten ausgetragen wird und zwangsläufig zum Rückgang der Akzeptanz bzw. der Sympathien für die Branche führt. Und wie gesagt, ich glaube nicht, dass die Mehrheit der Animefans so geizig und respektlos sind, wie immer wieder behauptet wird...

Was spricht denn z.B. gegen ein einfaches und übersichtliches Portal, ohne großem Schnickschnack, wo man alle verfügbaren Serien/Simulcastes verschiedener Lizenznehmer als Downloads kaufen kann? Evtl. sogar noch ohne Anmeldung, z.B. mit Micropayments. Aber selbstverständlich im Defakto-Standard als .mkv mit SoftSubs (verschiedene Sprachen umschaltbar). Als Hausnummer sag ich mal 10€ pro Serie und Season oder 1€ pro Einzelfolge, das sind die aktuellen Download-Preise von Akibapass (oder Wakanim). Sowas wär schon mal ein gewaltiger Fortschritt finde ich... und hier würde dann auch die Generierung von Einnahmen für die japanischen Produzenten/Künstler im Vordergrund stehen (geringere Schwelle da keine spezielle Mitgliedschaft nötig) und nicht mehr das Binden der Konsumenten an die eigene Plattform...
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Posted 4/10/18 , edited 4/10/18

ChiiDaisuki wrote:

Was die Sache mit dem Prinzip betrifft: Hier hat TenogradR5 im zweiten Beitrag einen guten Vorschlag gemacht, einfach trotzdem Mitglied bleiben und so die Branche unterstützen, auch wenn man letztendlich andere Quellen nutzt. Kostet ja nicht die Welt. Aber teilweise wird man bereits dafür schon kritisiert. Und an diesem Punkt geht es mir ums Prinzip Also dass Leute, die bereit sind zu bezahlen, für ihre Vorlieben kritisiert werden.


Jeder kann natürlich mit seinem Geld machen was er möchte. Aber dieser Doppelstandard ist meiner Meinung nach etwas lächerlich.
Wenn du den Dienst sowieso nicht nutzt, warum beschwerst du dich dann darüber?


ChiiDaisuki wrote:

Übrigens, ein einfaches Argument, warum sich manche Fans möglichst originalgetreue Subs wünschen findet man in der Neurologie: Wenn das Gehirn zwei widersprüchliche Informationen wahrnimmt, z.B. ein Stück Sprache, das man klar versteht, und ein Stück Text, und beides widerspricht sich, dann verursacht dieser Widerspruch Stress, weil er neuronal nicht einfach aufgelöst werden kann. Und je mehr man sich mit dem Thema identifiziert (also je mehr "Fan" man ist), um so intensiver wird die Wahrnehmung dieses Widerspruchs und damit des Stress. Einfaches Beispiel: Ein Name ist im Sub in westlicher Reihenfolge (Vorname-Nachname), wird aber im Ton in japanischer Reihenfolge (Nachnahme-Vorname) gesprochen. Im ersten moment löst das im Gehirn Verwirrung aus, sofern man wirklich auf den Ton achtet und den nicht nur im hintergrund vor sich hin rieseln lässt. Oder wenn im Ton der Nachname genannt wird (oder z.B. "Onee-chan") und im Sub steht dann plötzlich der Vorname der Person, der im Ton womöglich niemals ausgesprochen wird.


Tolle Erklärung aber deswegen jetzt gleich den kompletten Untertitel zu verurteilen halte ich für falsch.
Generell stört mich sowas jetzt auch weniger.


ChiiDaisuki wrote:

Wenn du also ein Gelegenheitskonsument ohne Japanischkenntnisse bist, kann ich deinen Standpunkt schon nachvollziehen. Er lässt sich nur nicht auf alle Nutzergruppen verallgemeinern. Und es bringt am Ende auch nichts, die motivierteren Fans dafür zu kritisieren, dass sie ein stärkeres Interesse für die japanische Kultur haben bzw. offener dafür sind als manche andere... oder ihnen gewissermaßen Scheuklappen zu verordnen.


Man könnte natürlich einen optionalen Untertitel nach deinen Vorlieben anbieten. Nur in wie fern dieser Aufwand sich lohnen würde weiß ich leider nicht.

Aber wie gesagt. Wenn du doch Japanischkenntnisse hast, warum schaust du's dann nicht einfach ohne Untertitel? Damit hast du dann die pure experience und das Problem ist aus der Welt geschafft.
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Posted 4/10/18 , edited 4/10/18
VoidSeeker66, selbst wenn mein japanisch gut genug ist um mich mit Japanern über einfache Dinge unterhalten zu können, es wäre unrealistisch zu glauben, dass man damit einen Anime komplett verstehen könnte. Gerade für komplexere Szenen braucht es eben auch für die japanophilen Fans Untertitel, um den Inhalt zu verstehen, bzw. nicht ständig hänhenzubleiben um die Sprache zu analysieren.

Was bei der Diskussion vielleicht untergegangen ist: Ich schreibe hier und mache diese Vorschläge, weil ich hier ein gewaltiges verschenktes Potential sehe. Um einen größeren Nutzerkreis zu erreichen und mehr Einnahmen zu generieren, die letztendlich auch den Produzenten zugute kommen! Das ist meine primäre Intention, nicht dass für mich eine Extrawurst gemacht wird... da würd mir schon ein "Danke dass du trotzdem hier Mitglied bist, und viel Sapß bei den 'Fansubs' aus anderen Quellen" reichen, um es mal bisschen überspitzt zu formulieren.
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Posted 4/10/18 , edited 4/10/18

ChiiDaisuki wrote:

Was bei der Diskussion vielleicht untergegangen ist: Ich schreibe hier und mache diese Vorschläge, weil ich hier ein gewaltiges verschenktes Potential sehe. Um einen größeren Nutzerkreis zu erreichen und mehr Einnahmen zu generieren, die letztendlich auch den Produzenten zugute kommen! Das ist meine primäre Intention, nicht dass für mich eine Extrawurst gemacht wird... da würd mir schon ein "Danke dass du trotzdem hier Mitglied bist, und viel Sapß bei den 'Fansubs' aus anderen Quellen" reichen, um es mal bisschen überspitzt zu formulieren.


Gut aber angenommen man würde jetzt zu den Fansub-like Untertiteln wechseln. Was glaubst du wie viele sich deswegen dann beschweren würden? Und was würdest du diesen Nutzern dann sagen?

Ich versteh dich da zu einem gewissen Grad schließlich wollen wir alle nur davon unterhalten werden. Aber egal wie man die Untertitel nun macht, man wird es nie allen Nutzern recht machen können. Zumindest nicht wenn es sich um ein legales Angebot handelt. Und dann kommt es auch immer noch auf den Übersetzer an.


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