Post Reply Review Thread!
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Posted 2/14/15
So, ich (versuche) das mal nach und nach in die Hand zu nehmen!

Nachdem ich mit Kev-sama zu der News geschrieben hatte, wie 'Zankyou no Terror' für mich war und wir dort überlegten, dass ein Review dazu doch ganz interessant wäre, wir aber nicht so recht erst wussten, wohin damit, dann aber mit der Idee eines Review Threads zu kommen...

Eröffne ich diesen hier schonmal mit dem 'Formalia-Post'!

Das mache ich deshalb, um eins von vorne zu regeln:
Ich werde es so machen, dass hier bitte NUR UND AUSSCHLIESSLICH Reviews gepostet werden! Eine Diskussion zu den einzelnen Reviews wird dann in einem separaten Thread geführt, den ich auch noch gleich eröffne

Da Fasching ist, kann es sein, dass mein Review noch ein paar Tage auf sich warten lassen wird...
Wer bis dahin aber ein Review hier im Thread schreiben möchte, der kann das gerne tun
Dark Flame Moderator
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Posted 2/14/15
Wenn du auf der Seite einer Serie bist, kannst du unter "Rezension" alles verfassen, wonach dir der Sinn steht.

Hier beispielsweise wäre die Reviewseite für JoJo: http://www.crunchyroll.com/jojos-bizarre-adventure/reviews

Natürlich ist dies bei Serien wie Zankyou no Terror schwierig, da wir das nicht anbieten, aber bei Serien auf unserer Seite könnt ihr die Funktion gerne nutzen

Bachelor of Löwenfüttering
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Posted 2/14/15
Ajo, so ein Review-Thread ist doch eine schöne Sache. Klar kann man bei den hier laufenden Serien direkt ein Review verfassen, aber da sind derzeit leider noch so wenige, dass sich das Suchen dort noch gar nicht lohnt.
Ich fänd Reviews hier im Forum zumindest nett - kann die Sachen ja auch zusätzlich noch bei den Serien posten.
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Posted 2/14/15
@ kayserlein
Wie GenosseC schon schreibt, lohnt sich das direkt bei den Serien noch nicht... zumal, wie du selbst sagst, bei Serien wie 'Zankyou' muss man es eh gesondert schreiben...

PS: Kannst du als Mod die Posts hier bitte in den von mir eröffneten Diskussions Thread für Reviews verschieben? Wollte die Diskussion eig in dem anderen Thread gaben, damit man hier in ruhe Reviews lesen kann, ohne etliche Kommentare dazwischen...
Wenn nämlich gerade ne Diskussion zu einem Review ist und jemand postet ein weiteres Review... gibts nur riesiges Durcheinander - daher war meine Idee der getrennten Threads
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Posted 2/15/15 , edited 2/15/15
@kayserlein: Die Idee dahinter war, dass jede mögliche Serie rezensiert werden kann, unabhängig von deren Verfügbarkeit. So kann auch bei Bluray/DvD- Kaufentscheidungen geholfen werden. Serien, die hier auf CR verfügbar sind, könnten vom jeweiligen Ersteller in diesen Thread kopiert werden. Natürlich nur, wenn die Moderatoren nichts dagegen haben.
@OeakaMessias: Ich hätte noch eine Ergänzung: Das Rewiew sollte spoilerfrei ausfallen!
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Posted 2/17/15 , edited 2/21/15
Anime Serie:

Zankyou no Terror (Terror in Resonance)

Episoden: 11 à 24 Minuten
Studio: MAPPA
Tags: Thriller, Drama, Mystery

Geschichte:
Tokyos Innenstadt wird von Bombenanschlägen erschüttert. Während die Bevölkerung und Autoritäten zusehends panisch werden angesichts der ungreifbaren Bedrohung, kündigen zwei Maskierte, die sich als „Sphinx“ vorstellen über ein Internet-Video weitere Anschläge an... es sei denn, die Polizei schafft es rechtzeitig, Sphinx' kryptische Rätsel zu lösen.
Zur selben Zeit trifft High-School-Schülerin Lisa auf zwei mysteriöse Austauschschüler.

Review:
So, wie angekündigt versuche ich mich mal an einem Review zu 'Zankyou no Terror'. Dabei versuche ich (wohl gemerkt versuchen!) so spoilerfrei wie möglich zu bleiben. Was schwer wird ;)

Handlung:
Ganz am Anfang sieht man, wie unsere zwei Protagonisten etwas aus einer Atomforschungsanlage entwenden. Danach beginnt, wie oben angekündigt, eine Serie von Bombenanschlägen die Tokyoer Innenstadt zu erschüttern. Dabei geht es nicht nur um Anschläge mit Sprengstoff, nein, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, Mind Games und Rätsel gepaart mit Cyber Attacken sind auch vorhanden. Und über allem wird der 'Joker' schweben, wie ich ihn nenne - zu dem später mehr. Es beginnt halt auch damit, dass wir zwei neue Schüler kennen lernen in der Klasse bei Lisa. Dies sind Nine und Twelve. So heißen unsere beiden Protagonisten. Was sie tun, werdet ihr schnell sehen. Warum sie es tun, DAS wird nicht so schnell preis gegeben!
Die 'Verpackung', also das, was die Show verspricht, bekommt ihr auch die ersten 4 bis 5 Episoden lang wirklich gut bis toll präsentiert. Auch wenn sich so mancher vielleicht an Lisa stören wird, da die nicht so recht ins Gesamtbild zu passen scheint, nimmt das nix am Flair der Show. Denn zu unseren zwei Jungs bekommen wir noch einen Gegenspieler bei der Polizei, der erkennt, das wohl mehr hinter den Attentätern steckt...
Wir haben also eine gute bis sehr gute Prämisse am Anfang und die Show versprach, richtig gut zu werden. Und dennoch erstarb das Ganze für mich ab dem ersten drittel. Warum? Ganz einfach, durch Five! Ein neuer Antagonist taucht auf, der die Show dann dermaßen auf ein Klischee runter zog, das zwar 08/15 war, bei den Versprechungen anhand der 'Verpackung' waren aber vorher (auch durch die ersten Episoden) solch hohe Erwartungen geweckt worden, dass es sich für mich dann auf unterdurchschnittliches Niveau begab! Ich will nicht spoilern, warne aber, dass man die Show ab hier als 'Super-Kids, die eine alte Fehde austragen' zusammen fassen kann! Warum man das brauchte - ich weiß es ehrlich gesagt nicht...
Der Schluss, vor allem die letzte Episode, kam dann wieder nach dem Motto der ersten Episoden und versöhnte dadurch. ein bisschen zumindest...
Vor allem der Einsatz des 'Joker'! Schaut mal, was die Jungs sich haben fürs Finale einfallen lassen - echt guter Schachzug. Und passt ins Gesamtbild, wie sie vorher alles handhaben.
Ein paar Plotholes gibt es denn dann auch:
- das gelieferte Päckchen. Wenn das zeitlich nicht geklappt hätte...

Charaktere:
Nine und Twelve sind also unsere 'Helden'... oder nicht? Sie verüben Anschläge, sind de facto also die 'Bösen'. Was sie bewegt, dass kommt alles erst später... wie sie etwas tun, nun, DAS lässt einen mit den Bösen fiebern. Denn die Jungs haben einiges drauf und agieren ganz sicher nicht plump.
Was dann ihren Hintergrund angeht - jemand meinte zu mir mal "Ich hoffe, das sind nicht ehemalige Super-kids!" Uff, was soll ich sagen, außer, schaut selbst.
Lisa... ist die Slice of Live Komponente? So ganz scheint sie nicht zu passen und warum die Jungs sich mit ihr abgeben. Dennoch soll sie beim zuschauer wohl für 'Normalität' stehen. Was wohl teils gelingt, aber irgendwie auch zu einem komischen Kontrast führt, da Lisa irgendwie auch eigene Probleme hat, die aber nie wirklich verfolgt werden...
Shibazaki. Der intelligente bei den Bullen. War der perfekte Gegenpart für die Jungs. Sieht direkt Ansätze für die Rätsel und bemerkt, was die Jungs niemals tun bei ihren Anschlägen...
Doch wird er in eine Siderolle gedrängt, was seinen Charakter verkommen lässt.
Five. Antagonistin in einer solchen Reinform, dass man sich fragen muss, ob mit ihrer Einführung ein anderer Anime beginnt! Wozu hat es sie gebraucht!? Ich verweise hier nochmals explizit auf die Prämisse und die ersten Episoden, mit denen der Anime startete. Mit Five verkommt alles so zu 08/15, dass es zum Haare ausraufen ist!
Neben dem Maincast gibts natürlich dann noch einiges mehr:
Shibazaki hat einige Kollegen um sich, die aber eher mau ausfallen, wodurch Shibazaki 'erhöht' wirkt. Wäre gar nicht mal schlimm, da der sogar einen 'Sidekick' hat... ist nur alles ziemlich irrelevant dank Five!
Fives Helfer... na ja, es geht. Aber auch nicht so schlau, wie mans von einer solchen Einheit annehmen würde...

Optik:
Die wahre Stärke des Anime! Realistische Optik, die ein gutes Gespür für den Einsatz von Licht hat. Tag oder Nacht, es wird imemr gut eingefangen, dazu wird auch auf kleinere Details geachtet, was zum Beispiel das Wetter oder Spiegelungen angeht!
Es gibt ein paar kleinere Fehler, über die kann man aber Hinwegsehen. Meist handelt es sich um Dinge in den Backgrounds die wohl nicht zu gut zu Ende gemalt wurden.
Die Charktere sind gut gezeichnet, auch gut nach ihren Charaktereigenschaften und sehen immer realistisch aus. Und es gibt in Weitwinkel keine dieser gefürchteten 'Detailarmut'!

Sound:
So viel musste ich mir während der Serie anhören, was der Soundtrack von Kanno doch so toll wäre für die Atmosphäre... und man das ja bei dieser Komponistin erwarten dürfe! Hm, mich hat der Soundtrack nicht vom Hocker gerissen. Klar, Musikgeschmack ist verschieden und was OP und ED betrifft, will ich mit niemandem streiten, das überlasse ich jedem selbst. Dafür wurde mir so oft gesagt, der Anime sei toll darin, Passagen ohne Gespräche nur mit Bild und Musik so gewaltig aufzutrumpfen. Da sage ich: Bild ja, Musik nein! Das ist jetzt schwer zu beschreiben, aber mich hat da nie etwas musikalisch eingefangen, sorry, ich kanns nicht anders ausdrücken und muss selbst das eurem eigenen Blick überlassen.
Was die Sprecher angeht. Fand die Vertonung der Sprecher okay, obwohl ich schon gehört habe, die wären Scheiße gewesen. Was ich selbst als Kacke bezeichne, ist der klägliche Versuch, da Leute englisch reden zu lassen! Das war echt schlecht, selbst für japanische Verhältnisse, wo sich Englisch eig immer komisch anhört.

Abschließend gesagt:
Hoch gestartet, um dann sehr tief zu fallen und versuchen mit dem Ende zu versöhnen? So lautet für mich die Kurve des Anime an seine Zuschauer... Und damit fährt die Show leider schlecht meiner Meinung nach! Denn was versprochen wird, wird eindeutig nicht eingehalten! Weils entweder über Bord geworfen wurde, oder weil man unbedingt diesen Scheiß mit den Super-kids bringen musste. Und damit dem Zuschauer etwas abspricht - nämlich die Intelligenz! Als wenn man der Meinung war, nur mit Rätseln und Mind Games un so würde man den Zuschauer überfordern und wir geben ihm lieber eine Backstory, die jeder verstehen kann. Tja, damit hat man sich selbst ins Bein geschossen...
Summasummarum bleibt: Plot mit Hoch und sehr tief. Chars, die gut bis schlecht bis 08/15 bis Klischee sind. Eine echt sehr gute und realistische Optik. Und ein Sound, der genial sein soll, mich aber nicht erreicht...
Was den Anime für mich zum Durchschnitt macht. So long, hoffe, ich konnte einigen was dazu erzählen und blieb so spoilerfrei wie möglich.

Gesamtpaket:
6/10

Um es mal in Relation zu setzen:
'Hanayamata' lief in derselben Season. Es machte nie einen Hehl daraus, was es ist: 'Cute Girls doing cute things'! Und das ist zwar absolut nicht neu, wurde aber schön und gut insgesamt umgesetzt und bekam von mir eine 7/10. Richtig, ich sehe Hanayamata höher im Gesamtpaket an als Zankyou no Terror! Inwiefern man das überhaupt vergleichen kann, ist natürlich die Frage, aber mir gehts vor allem aufzuzeigen, dass es eine Show zur selben Zeit gab, die nicht 'gemogelt' hat bei dem, was sie versprach und dann geliefert hat...

Personal Enjoyment:
4/10
Das klingt jetzt hart nach Hass... ist aber einfach so! Sorry, wurde einfach zu schwer enttäuscht, da etwas (völlig) anderes versprochen wurde...
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Posted 2/18/15 , edited 2/18/15

Tokyo ESP (auch zu sehen auf dem CR-Eintrag zur Serie:3)


Handlungsrahmen:

In Tokyo ESP geht es um das Mädchen Urushiba Rinka, die mit ihrem Vater zusammen ein bescheidenes Leben in Tokyo führt. Eines Tages beobachtet sie jedoch, wie ein Pinguin (Ja, richtig gelesen!) durch die Stadt fliegt. Sie gerät darauf hin in einen Schwarm fliegender Goldfische(!), worauf hin sie Superkräfte erhält: Ihr Haarfarbe ändert sich und sie hat die Fähigkeit, durch Wände zu gehen. Doch sie ist nicht die Einzige, die diese Superkräfte erhält. Sie gewinnt sowohl Freunde als auch Feinde, welche versuchen, die Herrschaft über Tokyo an sich zu reißen.
Mehr über weitere essenziell wichtige Personen möchte ich an diese Stelle nicht verraten.

Wie in X-Men gibt es also die guten ESP (Menschen mit Superkräften) und die bösen. Ach, und auch die Japanische Regierung versucht dazwischenzufunken.
Im laufe der Geschichte werden viele Interessante Charaktere dargestellt, von denen jedoch einige etwas zu kurz kommen. Bei den Hauptcharakteren sowie den Hauptantagonisten werden die in Flashbacks erzählten Vorgeschichten jedoch so überzeugend dargestellt, dass man sich fragt, ob Rinka auch tatsächlich auf der richtigen Seite kämpft.
So gut die Darstellung der Charaktere auch ist, gibt es dennoch einige Logiklücken, die nur vage ausgemerzt werden und dennoch Fragen offen lassen, besonders was die fliegenden Fische und den Pinguin anbelangt.
Alles in Allem sind die Charaktere und auch die Handlung noch recht überzeugend.
(8/10)

Animation:

Für die Animationen ist das - zumindest mir bis Dato unbekannte - Studio Xebec zuständig. Die Animation ist allerdings nicht besser als die äquivalenter Werke. (=Durchschnitt)
Der Zeichenstil ist wie immer Geschmackssache, liegt aber auch im Durchschnitt
(6/10)

Musikuntermalung/OP

Das Opening ist eher Geschmackssache, ich fand es jedoch beruhigend und "ganz nett" (Kein Top-Opening, aber über dem Durchschnitt (7/10))

Die Musikuntermalung möchte gerne die Story in der Atmosphäre unterstützen, was aber nicht in allen Punkten gelingt. Mein Urteil: Stimmig, aber zweitklassig, leicht über dem Durchschnitt.

Fazit: Sehenswerter Anime, der sich leicht über den Durchschnitt erhebt.
(7,5/10) ~ 4 von 5 Sternchen.

Sobald ich meine, eine neue Serie rezensieren zu können, bin ich wieder dabei
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Posted 2/20/15 , edited 2/20/15
Finde die beiden Review-Threads ne tolle Idee und klinke mich mal ein mit einem kleinen Review welches ich mal in ein privates Forum gepostet hatte. Denke so können wir uns die Zeit auch untereinander besser vertreiben und vielleicht wird man ja auf ne Serie aufmerksam die man bis dato ignoriert hatte :)
Ich schreibe meine Reviews immer möglichst Spoilerfrei, werden also nicht aus nähere Details eingehen oder eine "Zusammenfassung" liefern, der Spaß sollte euch beim anschauen ja auch erhalten bleiben.



Review: Monogatari - die komplette Serie (noch nicht abgeschlossen, aktuell bestehend aus Bakemonogatari, Nisemonogatari, Nekomonogatari kuro, Monogatari Series: Second Season, Hanamonogatari, Tsukimonogatari)


Wie beginnt man eine Geistergeschichte (Bakemonogatari)? - am besten natürlich mit einem Vampir! Oberschüler Koyomi Araragi wurde Opfer der jahrhundertealten (und wunderschönen) Vampirfrau mit dem wohlklingenden Namen "Kiss-shot Acerola-orion Heart-under-blade" - und dadurch selbst zum Vampir. Unter (bis heute) ungeklärten Umständen wurde er unter Mithilfe des Hobby-Exorzisten Meme Oshino gerettet und ein Teil seiner vampirischen Kraft verschwand. Was sich offenbarte war ein neues Talent: das erkennen von Geistererscheinungen, oftmals verursacht durch zornige Götter und falsch verstandene Gebete. Und so eilt er Menschen (in seinem Fall ausschließlich Mädchen) in Bedrängnis zur Hilfe, wie etwa der scharfzüngigen Hitagi Senjōgahara die ein ernstes Gewichtsproblem hat. Oder Mayoi Hachikuji, eine Grundschülerin die nicht mehr nach Hause findet. All diese Probleme klingen alltäglich, doch die Verbindung zum übernatürlichen ist da, der Übergang von der Menschenwelt zur Geisterwelt ist fließend.
Grundlegend ist die Monogatari-Serie ein Harem-Anime, sie so zu nennen grenzt dann allerdings schon fast an Beleidigung. Natürlich umgibt sich Arararagi (sorry, i bit my tongue) im Laufe der Handlungen mit den verschiedensten und doch typischsten Anime-Mädels, sei es nun Tsundere, Tomboyish Girl, Lolicon, Siscon oder BigBoobs Catgirl...alle Standards werden bedient. Drei Gründe verhindern dass die Serie zu einem "typischen" Harem wird:

1. Der Artstyle. Shaft ist immer noch Shaft, ein Animestudio das vor allem aufgrund artistischer Inzenierungen bekannt wurde, z.B. mit reingeschnittenen Fotoobjekten in Hidamari Sketch. In Monogatari werden endlose Treppen nach oben gezeichnet, Bäder werden zu gewaltigen Kathedralen inklusive Kirchenfenster und in der Luft schwebender Würfel, die Inneneinrichtung eines Charakters besteht aus Bergen roter Bücher, etc etc. Auf diesem Wege werden auch lange Dialogszenen anschaubar, das Auge wird durch die vielen merkwürdigen Details verwirrt, das Gehirn bei der Stange gehalten - zusätzlich werden Charaktere ständig aus verschiedenen Winkeln, mal aus der Entfernung, mal aus nächster Nähe gezeigt. Die Animationen sind im übrigen (größtenteils) überzeugend, Openings und Endings von durchgehend hoher Qualität und sehr abwechslungsreich (das jeweilige Opening wird z.B. von der Sprecherin des handlungsbestimmenden Charakters gesungen).

2. Die Charaktere. Stereotypisch, ja. Aber auch tiefgründig. Hinter jedem kleinen Problem steckt etwas größeres, meistens auch etwas das im normalen Leben nachvollziehbar ist. Und dazu sind mir ALLE Charaktere in diesem Anime sympatisch, das Artwork von Vofan wurde perfekt übernommen und die Sprecher passen absolut genial. Das wahre Gold dahinter sind jedoch die Interaktionen zwischen den Charas, lebendige und manchmal absolut sinnfreie Unterhaltungen wie auch Neckereien...
was mich zum dritten Punkt führt

3. Die Dialoge. In diesem Anime wird geredet. Es wird viel geredet. Sogar sehr viel. Manchmal besteht die komplette Episode aus einer einzigen Unterhaltung zweier Charaktere. Die Wortwechsel sind manchmal so flott das man Anfangs Schwierigkeiten hat mit dem Lesen (der Untertitel, als nicht Japanisch-Sprechender) mitzukommen. Und doch sind sie so ungemein lebendig und unterhaltsam, oftmals auch super witzig.
Natürlich ist der Plot auch interessant, wenn auch nicht weltbewegend. Er ist aber absolut nicht vorhersehbar - jeder Arc für sich war (für mich zumindestens) überraschend, sowohl in Entwicklung wie auch Ausgang.
Jaaaaa und ich mag auch DEN Plot, in anderen Worten "Fanservice". Aber auch hier stecken meistens verdammt witzige Szenen und Interaktionen dahinter. Wie etwa Kanbaru's Perversitäten oder Hachikuji's ewige Flucht vor Loli-Lover Araragi. Oder eben eine gewisse Szene die Zahnhygiene betrifft. xD

Die abschließende Frage: ist die Monogatari-Serie etwas für Jedermann/frau? Mit Sicherheit nicht, dazu ist die Serie zu speziell, zu sehr mindfuck. Ich allerdings liebe die komplette Serie und freue mich jetzt schon auf die kommenden Monogataris - egal ob sie jetzt von Geistern, Lügenmärchen, Plaudereien, Dämonen oder Blumen handeln.

meine (rein subjektive) Bewertung: 10/10

Definitiv eine meiner Lieblingsserien, auch wenn es manchmal leicht schwächere Arcs gibt.
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Posted 2/26/15 , edited 2/26/15
C Control - The Money and Soul of Possibility

Handlung: Japan ist in der Rezession. Der Student Kimimaro studiert Wirtschaft an seiner Uni und muss hart arbeiten, um über die Runden zu kommen. Er leistet sich nicht mal sein eigenes Handy. Es taucht jedoch eine mysteriöse Person namens Masakaki auf und bietet ihm einen Deal an: Im Tausch gegen gewisse Zukunftsanlagen wird Kimimaro eine beachtliche Summe an Geld überwiesen. Er wird in eine Art Paralelldimension, dem Finantbezik, gezogen, in welchem er Deals in Form von Kämpfen gegen andere Mitglieder austragen muss, die auf Masakakis Deal eingegangen sind. Er bekommt die Assistentin Mashyu an die Seite gestellt, mit der er die Deals gegen die anderen Unternehmer im Finanzbezirk austragen muss. Dort herrschen eigene Gesetzmäßigkeiten und es gibt eigenes Geld, das aktiv die reale Welt beeinflusst. Bald jedoch tun sich Abgründe auf, die diesen Finanzbezirk betreffen...

Die Handlung hört sich im ersten Moment etwas verwirrend an, die ersten drei Episoden (von insgesamt elf) ist es auch verwirrend. Danach klärt sich der Sinn zunehmend auf und es wird eine Handlung ersichtlich. Diese Handlung beitet ein spektakuläres Finale, wartet jedoch mit vielen Logiklücken und unverständlichen Charakteren auf. Ich möchte einige Beispiele geben, diese jedoch so Spoilerfrei wie möglich halten.
-Die Deals, die in Finanzbezirk ausgeführt werden, werden nie ausreichend erklärt. Irgendwann nimmt man es als Zuschauer einfach hin, und konzentriertsich auf die Optik der Kämpfe, aber dazu später mehr.
-Die Charaktere bleiben in der Handlung einfach zu blass und es findet keine unerwartete Charakterentwicklung statt.
Zum Beispiel:
-Der Hauptcharakter ist uninteressant (der typische Shonenprotagonist) und bleibt es in der Handlung auch.
-Der Antagonist hat zwar eine Hintergrundgeschichte, die auch erklärt wird, allerdings rechtfertigt sie nicht sein Handeln.
-Die interessanteste Person ist Masakaki, der ein wenig aussieht wie ein Clown. Aber es wird auch seine Intention nicht deutlich gemacht: Wieso ist dieser Typ so...? Bis zum Ende wartet man auf eine Erklärung, und bekommt keine.
-Das Ende lässt zu viele Fragen offen: Und was sollte das jetzt...?


Allerdings hat die Serie auch Vorzüge:
-Die unglaublich dichte und teilweise beklemmende Atmosphäre. Japan ist in der Rezession. Die Leute arbeiten viel für wenig Lohn. Das merkt man deutlich.
-Die Charaktere an sich: Bis auf den Protagonisten ist kein stereotyper Charakter enthalten, auch wenn man einiges vorhersehen kann, vor allem was Mashyu betrifft.

(6/10)

Animation:
Sehr gute Animation, ansprechender Zeichenstil.
Die Kämpfe sind nicht spannend (u.a. weil sie nicht erklärt werden) aber sie sind spektakulär in Szene gesetzt. Die Atmospäre wird gut dargestellt. Zwischendurch wechsen die Zeihchnungen zu GCI-Animationen, was mir persönlich nicht unbedingt gefällt.

(6/10)

Musik: Nicht unbedingt beeindruckend.
(7/10)

Fazit: 6,5/10
Wer ihn sieht, bekommt eine großartige Atmosphäre, wer ihn nicht sieht, verpasst auch keine spektakulären Enthüllungen.
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Posted 3/31/15
Anime Serie:

Space Battleship Yamato 2199



26 Episoden à 24 Minuten

Studio: Xebec, AIC

Genre: Sci-Fi, Space-Opera, Drama, Action

Figuren:
Juuzou Okita - Kapitän der Yamato, alter Haudegen im Kampf gegen die 'Garmillons', Gesundheitlich angeschlagen
Susumu Kodai - Tactical Officer, leitet die Einsätze verschiedener Gruppen auf der Yamato, bandelt zaghaft mit Yuki an, schwor Rache für den Tod seines Bruders
Daisuke Shima - Navigator der Yamato, bester Freund von Kodai, verlor seinen Vater beim ersten Kontakt mit den Außerirdischen
Yuki Mori - Operations Officer, leidet unter Amnesie der Ereignisse die weiter zurückgehen als ein Jahr
Sakezo Sado - Schiffsarzt, trinkt gerne mal Sake, ist ein alter Veteran
Shiro Sanada - XO, Wissenschaftsoffizier, wirkt kühl und in seine Zahlen und Daten vertieft
Kaoru Niimi - Technologie-Abteilung, arbeitet viel mit dem XO zusammen
Yasuo Nanbu - Kanonier der Yamato, steht auf Yuki
Saburo Kato - Anführer der 'Cosmo Falcon' Jägerstaffel, bester Pilot, Sohn eines Priesters
Akira Yamamoto - Erst bei Versorgung, wird dann zur Jägerpilotin, stammt vom Mars
Starsha Iscandar - Königin von Iscandar, schickte der Menschheit technologische Unterstützung
Yurisha Iscandar - brachte die technologische Unterstützung zur Erde
Abelt Desler - Anführer der Garmillons, erschuf ein mächtiges Reich von der großen magellanischen Wolke aus
Erich Domel - Admiral, zuständig für den Flottenbezirk in der kleinen magellanischen Wolke, dient loyal
Gremdt Goer - Admiral, zuständig für den Flottenbezirk in der Milchstraße, auf eigenen Vorteil bedacht
Gul Dietz - Admiral der Astro-Flotte, bemerkt politische Ränkespiele
Melda Dietz - Gul Dietz Tochter, Pilotin
Wolf Fleurken - genannt der "Hound", Kapitän des Experimental-Schiffes
Walke Shultz - zweiter Klasse Garmilon, von einer eroberten Welt, Anführer der Plutobasis

Handlung:
Nach 8 Jahren Krieg und der Bombardierung der Erde doch zu Planetenbomben umgeleitete Asteroiden ist die Erde im Jahre 2199 eine rote Wüste und die Menschheit am Rande ihrer Auslöschung. Der Feind ist technologisch überlegen und beherrscht die interstellare Raumfahrt. Da bekommt die Erde technologische Unterstützung aus der großen magellanischen Wolke und dies macht den Aufbruch des ersten menschlichen Raumschiffes mit Überlichtgeschwindigkeit-Antrieb möglich: des Schlachtschiffes Yamato! Es gilt nach Iscandar zu fliegen und eine technische Vorrichtung zu holen, welche die Erde retten kann. Doch die Zeit drängt, da in etwa einem Jahr auch die restlichen Ressourcen der Menschheit ausgehen werden...

So, es ist soweit! Nachdem ich jetzt auch die letzte Blue-Ray mit den letzten Folgen gesehen habe und das Ganze habe Sacken lassen, schreibt der Ö jetzt sein Review zu seiner Serie!

Review:
Wie kam ich zu Spacebattleship Yamato 2199? Letztes Jahr hatte ich mal wieder Animes auf Super RTL gesehen. Erstmal nix Besonderes. Als Super RTL irgendwann dann Evangelion 2.22 nochmals zeigte, startete ich eine Suche im Netz, ob nicht auch schon Evangelion 3.33 igendwo zu sehen wäre. Aber nix gefunden. Da ich schonmal dabei war, gab ich dann mal andere Suchbefehle ein und landete bei Spacebattleship Yamato 2199. Ich direkt "Was, ein Schlachtschiff als Raumschiff? Da muss ich direkt reingucken!" Also ging es los, erste Kämpfe mit den Außerirdischen, die Menschheit auf verlorenem Posten und die Geschichte machte sogar Sinn und war interessant. Dann brach die Yamato auf und ich war da ja schon hin und weg! Als jedoch dann auf einer Planetenoperation 'Round-3-Ammo' (Schlachtschiffmunition) verschossen wurde, war ich wie ein Kleinkind zu Weihnachten! Ich MUSSTE das haben! Gesagt, getan, hier im Forum, wo ich ja neu war, gepostet und dann war mein erster Import geboren!
Was hat der Ö jetzt von Spacebattleship Yamato 2199 bekommen?

Handlung:
Die Handlung ist glaubwürdig und eigentlich richtig gut umgesetzt. Das die Menschheit am Ende ist, sieht man auch schön oben im Bild: Das ist NICHT der Mars, sondern die Erde nach 8 Jahren Bombardement mit Asteroiden! Wie das in den ersten Folgen dargelegt wird, ist richtig gut!
Der rote Faden der Handlung, die Reise nach Iscandar steht stets im Vordergrund, jedoch gibt es in der Handlung Sachen, wo ich Parallelen zog:
- das Achten darauf, die 'Menschlichkeit' nicht aufzugeben erinnerte mich stark an 'Star Trek: Raumschiff Voyager' (Zudem in beiden Serien ja auch ein Schiff alleine unterwegs ist). Ich vergleiche es gerne aus Star Trek mit dem Hochhalten des Sternenflotten-Kodex. §hand Besonders im Umgang mit der 'Wave Motion Gun', die die Energie des Sprungantriebs nutzt und ganze Planeten zerstören kann!
- einige Parallelen zu 'Battlestar Galactica' gibt es auch in der Handlung, will mal nur Vorsichtig den Vergleich zwischen Akira und Starbuck wagen, ansonsten möchte ich eigentlich nix spoilern!
Ansonsten kommen noch typische Sci-Fi-Aspekte mit rein, was halt auf so einer Reise sonst noch alles passieren kann!
Zudem wird auch genug gezeigt, was in einem durch Eroberung zustande gekommenen Sternenreich, passiert.
Es gibt auch einige Plot-Twists, die die Geschichte immer wieder interessant gestalten

Charaktere:
Die Charaktere sind teilweise richtig gut dargestellt, anderen sieht man die Nebenrolle jedoch sehr an. Nichts desto trotz gibt es eine Fülle an Charakteren, die einiges zu bieten haben. Daneben gibt es noch Charaktere, die fast schon 'überzeichnet' sind und deren Rolle offensichtlich ist.
PERSÖNLICH liegen bei mir Akira, Melda, Domel und Fleurken hoch im Kurs! Vor allem hat Domel eine echt gut gezeichnete Geschichte und Beweggründe, die mancher aber auch wieder als Stereotyp abtun könnte!
§hand wer jetzt fragt, warum nicht mehr von der Yamato-Crew, der muss bis zum Punkt 'Kritik' warten!

Optik:
Die Grafiken sind gut, alle Charaktere wirken lebendig, jedoch 'verrät' der Zeichenstil wie schon gesagt bei manchem seine definierte Rolle. Nichts desto trotz wirkt alles lebendig und detailliert, auch entstehen keine 'Detail-Armut' beim rauszoomen oder irgendwelche sonstigen 'Flüchtigkeitsfehler'. Die CG sind richtig gut gehalten, wobei ich freilich zugebe, es ist meiner einziger 'HD-Anime' auf Blue-Ray. Aber vor allem in den Kampfszenen wird nicht an Explosionen gespart und die Raumkämpfe wirken echt, fesselnd und spannend! Es verkommt aber nie zu einem 'Michael-Bay-Exzess' an Special Effects! ;)
Raumkämpfe:
Ich erwähne diese mal extra, um besonders zu sagen, was einen erwartet - die Raumkämpfe wirken wie See-Gefechte! Bevor jetzt einer abwiegelt, erst weiterlesen! Auch wenn die Kämpfe wie See-Gefechte wirken, wird niemals der 'Dreidimensionale Raum' außer Acht gelassen - sprich, es findet nie statisch auf einer Ebene statt, sondern die Positionen sind schon unterschiedlich und es wird in verschiedenste Richtungen gekämpft! Es gibt neben Schlachtschiffen bis runter zum Zerstörer auch Träger und sogar ein, nun, seht es euch an und staunt ein wenig :D
Wer das beherzigt, kann, wie schon angedeutet, richtig gute Raumkämpfe mit geilen Effekten genießen! Also richtig was für Sci-Fi-Fans mit einem Faible für Raumschlachten - so wie mich! ;)
(Edit, Edit) Apropos See-Gefechte: In der Serie bezeichnet die Crew der Yamato sich übrigens nicht als Raumfahrer, sondern laut Untertitel als 'Sailor' (Seemänner)...

Vertonung:
Die Vertonung ist durchweg gut, es gibt keine zu leisen Stimmen oder Tonpatzer. Auch hier sei gesagt, das schon genannte 'überzeichnete' Charaktere zudem eine Stimme haben, die sie als das identifiziert, was sie darstellen sollen. Ansonsten passen die Stimmen der Charaktere gut zu ihrem Charakter und vertonen gut die jeweilige Stimmungslage.
Der Soundtrack in der Serie ist geil! Allein das Intro-Lied, das ich hier Song-Thread gepostet habe gibt mir immer wieder ein Gänsehaut-Feeling und wird exzessiv in der Karre gehört! Ansonsten sind einige schöne Soundtracks zu den jeweiligen Situationen dabei und einige echt geile Outro-Lieder! Und auch die Menü-Musiken der Blue-Rays sind schon gut gehalten!

Fan-Service:
Bevor mich jetzt wer für verrückt erklärt, es gibt ein paar Szenen, die ich nur mit Fan-Service beschreiben kann (wobei es nie in 'Ecchi' abgleitet)... Akira und Yuki beim entspannen im Pool (dabei sieht man eig. nix), Melda, Akira und Yurisha in einem 'Comedy-Fan-Service' (schauen, will den nicht kaputt spoilern) und ein 'Badeausflug' bei einem Stopp ;)

Kritik:
26 Folgen werden dem Ganzen nicht gerecht!!!!!!!!! Oh, da spricht nicht nur der Schlachtschiff-Fan aus mir, der mehr Kämpfe der Yamato sehen möchte - ich komme in den Kämpfen voll auf meine Kosten (und Sci-Fi-Fans allgemein wohl auch)! Jedoch leidet die Story etwas darunter, dass sie in nur 26 Folgen gepackt werden musste! Zwar kommt definitiv bestimmt keine Langeweile dadurch auf, es wird auch immer wieder auf vorangegangene Folgen sich bezogen, jedoch leidet meiner Meinung nach die Charakter-Entwicklung darunter und vor allem die Beziehung zwischen einigen Charakteren zueinander:
- für unser 'Serien-Pärchen' Kodai und Yuki gibbet eigentlich einen jeweiligen 'Rivalen', da entwickelt sich aber nicht wirklich was
- bei vielen Nebenrollen hat man das Gefühl, die Entwicklung kommt im Zeitraffer und somit wird Potenzial verschenkt
- Viele Auflösungen wurden in die letzten Folgen gepackt, da wartete ich PERSÖNLICH eigentlich auf mehr
- am Ende jeder Folge wird gesagt, wie viele Tage der Menschheit noch bleiben. Wenn man das mit der anzahl der noch kommenden Folgen korreliert, merkt man irgendwann, das der Serie die Zeit ein wenig davon läuft...

Abschließend gesagt:
Hu, wie die Zeit vergeht und nun ist meine eigentlich von mir für mich geschaffene 'Space-Saga' zu Ende - erstmal! Auch wenn ich diese Serie liebe, so bleibt die genannte Kritik und Spacebattleship Yamato 2199 ist dann kein 'echtes' Meisterwerk für mich, es ist, als würde das i-Tüpfelchen fehlen! Nichts desto trotz ist diese Serie das, was für mich PERSÖNLICH am ehesten an ein Meisterwerk herankommt - ich habe meine Raumgefechte, die Kämpfe sind unschlagbar, wenn die 'Schlachtschiff-Munition' verschossen wird, es gibt richtig gute und interessante Charaktere und die Serie verliert nie ihren roten Faden!
Das i-Tüpfelchen wäre gewesen, wenn es so gekommen wäre, wie in einem Blog beschrieben: 52 Folgen und nicht nur die Yamato, sondern eine ganze Flotte zusätzlich mit den Schlachtschiffen Bismarck, Arizona, Prince of Wales, ein russisches und ein Chinesisches wären aufgebrochen von der Erde! Allein diese Idee bekommt von mir ne Elf von Zehn (11/10) und DAS hätte ich mir wahrscheinlich auch ohne Untertitel angeschaut, wenn ich nicht sogar nach Japan dafür geflogen wäre! Einziges Problem: Ich weiß nicht, ob man sich darauf bezog, was so für das Remake alles geplant war, oder ob es um die beiden Serien 'Yamato 2520' und 'Great Yamato Zero' ging??? Beides waren wohl Serien, die ca. 2005 angefangen wurden und dann einmal wegen Copyright-Verletzung und einmal wegen Publisher-Pleite zugrunde gingen...
(Edit, Edit) Hier ist besagter Blog ( http://forums.animesuki.com/showthread.php?p=4029744#post4029744 ): Eintrag Nummer 90 erzählt mehr darüber - anscheinend die dritte Staffel der Original-Serie...
So begnüge ich mich halt, mit dem, was ich habe - was aber immer noch für mich sehr, sehr geil ist! Zudem freue ich mich schon auf 2014, da ein Film im Yamato-Universum angekündigt ist!
So long, ich hoffe, ich konnte einigen doch die Serie so schmackhaft machen, dass sie mal reinschnuppern - machts ruhig, ihr bereut es nicht ;), ich habe es jedenfalls nicht getan!

(Edit) Mein Lieblingsspruch im Hinblick auf die 'Schlachtschiff-Munition' ist immer noch:
Garmilon Soldier: "They are firing at us with Cannon Shells!"
Abelt Desler: "Barbarians!"

Gesamtpaket:
9,5/10
(Trotz des Problems mit nur 26 Folgen, mehr Folgen hätten die Zehn gesprengt!)

Personal Enjoyment:
11/10
(Es wurde von Ö für Ö geschaffen!!! §herz + §danke Fehlt noch die Bismarck als Raumschiff!!!)
462 cr points
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Posted 7/16/15 , edited 7/16/15
Ich melde mich hier mal mit einem neuen Rewiew zurück, nach langer Pause, in der ich kaum Animes geschaut oder keine Zeit hatte, etwas zu schreiben.

Terror in Tokyo: BluRay Vol 1 und 2 (Die gesamte Serie)

Ich mache dies noch einmal, weil ich ein wenig anderer Meinung als OeakaMessias bin.

Spoiler werde ich entsprtechend markieren. Sie sind nicht unbedingt für dieses Rewiew notwendig, ich wollte nur OeakaMessias mit meiner Meinung "anstupsen" An alle anderen: Finger Weg von den Spoilern!
Immer, wenn es um eine bestimmte Person geht, deren Namen ich nenne, habe ich es fein weggespoilert. Die drei Spoiler bei den Synchronsprechern sind Figuren, die im Laufe der Handlung erst dazukommen.


Story:

Die schüchterne und zurückhaltende Lisa wird in der Schule aufs Äußerste gemobbt. Zwei neue Mitschüler stoßen daraufhin an ihre Schule. Diese Beiden heißen Nine und Twelve, wie man später herausfindet. Twelve hilft ihr sofort gegen die Mitschülerinnen, die sie belästigen. Lisa freundet sich mehr oder weniger mit dem aktiven Twelve an, während dessen bester Freund - Nine - immer auf Diestanz bleibt.
Es findet bald darauf ein Terroranschlag auf die Stadtverwaltung von Tokyo statt, welcher vorher im Internet mithilfe eines YouTube-Videos angekündigt wurde. Zwei Personen, die Nine und Twelve verdammt ähnlich sehen, geben sich als die Terrorgruppe "Sphinx" aus und kündigen weitere Anschläge an...

Lisa kommt den Beiden zufällig auf die Spur und bekommt sogleich ein Ultimatum von Nine, der sie generell nicht ausstehen kann, gestellt: "Sei unser Komplize... oder stirb"


Die drei Hauptfiguren könnten unterschiedlicher nicht sein: Nine ist ein beinahe emotionslos wirkender Denker, Lisa ein verletzliches Mädchen und Twelve ein unschuldiger und ein weinig zappeliger Jugendlicher. Nach und nach werden die Gründe enthüllt, warum Nine und Twelve Terror verbreiten.

Eine weitere Person steht in Vordergrund: Ein Polizist namens Shibazaki. Fast schon wie Light und L in "Death Note" entbrennt ein Kampf zwischen dem Ermittler, der die Anschläge zu verhindern versucht und den beiden Antihelden.

In der ersten Hälfte der Serie wird die Situation von Lisa und der spannende Kampf der Polizei gegen Terroristen beschrieben.

In der Zweiten Hälfte: Das Genre ändert sich und wird vielmehr zum Drama.


Zu den Figuren: Die Glaubwürdigkeit einiger Figuren, wie Shibazaki, ist hoch, ebenso die Motive von Nine und Twelve, die spät in der Serie enthüllt werden, sind nachvollziehbar. Die Motivation von
wird nicht großartig erklärt und einige ihrer Aussagen bleiben unschlüssig, z.B.
Aber ihr Handeln lässt viel Interpretationsspielraum, wie
Lisa ist in Sachen "Glaubwürdigkeit" unten durch. Manchmal handelt sie einfach so dämlich, dass es fast schon wieder lächerlich wirkt. So unschuldig und naiv sie auch sein mag. Also bitte.

Aber mir hat
gerade wegen dem Interpretationsspielraum und
trotzdem sehr gut gefallen.


Insgesamt finden sich in der Serie kaum Stereotypen wieder, Ecchi schon gar nicht. Das Szenario ist bitterernst.

Im obrigen Teil rede ich viel nur von Nine, aber was Twelve betrifft sehe ich keinen Sinn, das hier zu beschreiben. Er ist ebenfalls Hauptperson, hat aber an anderen Stellen Auftritte, die ebenso wichtig sind.

Trotz einiger Erklärungslücken ist die Serie sehr spannend. Das Ende und so manch andere Figur brennt sich in euer Gedächtnis ein. Eine zwölfte Folge, die mit Erklärungen daherkommt, hätte aber auch nicht geschadet.

Das war der Teil. Jetzt zu Anderen.


Musik, OP und ED, Sound

Die Musik ist in einigen Momenten äußerst präsent, auch passend, aber ein epischer Soundtrack ist etwas anderes.

Das Opening habe ich gehasst. Fragt nicht. Das Ending fällt unter die Kategorie "ok".

Der Sound selber ist sehr gut gelungen, coole Effekte.


Bildqualtiät, Animation

Die Bildqualität ist kaum mit anderem zu vergleichen: Alles wirkt auf heutigem, sehr gutem BluRay standart.

Vor allem die bombastischen Locations, an denen die Serie spielt, fallen ins Auge: Dies ist der "Fotorealismus" von Animes. Es wirkt, als seien Fotos eingefügt und mit kleinen Tools auf die Ebene von Animes gehievt worden. Es übertrifft alles, was ich bisher an visueller Qualität gesehen habe, dem muss sich auch Shafts Puella Mag Madoca Magica geschlagen geben. Screenshots könnten als coole Desktopwallpaper fungieren.
Ihr wisst, was ich sagen will. Die Qualtiät des Bildes, der Animation und der Hintergründe ist enorm hoch.


Deutsche Synchro

Hier liste ich einige Charaktere auf, und beutreile die Auswahl der Synchronsprecher und deren Leistungen.

Nine: Top.

Twelve: Stimme unpassend, Leistung überragend. Ich mochte niemanden wegen seiner Stimme anklagen, aber diese Stimme macht mir bei solch einem sympathischen Charakter schon ein wenig angst.

Lisa: Die Stimme ist gut gewählt und die Sprecherin macht einen tollen Job.

Shibazaki: Geniale Leistung.

Kurahashi: Auswahl und Leistung sind stets auf hohem Niveau.

Mukasa: Passende Stimme, super Leistung.

Hamura: Top Auswahl und Leistung.

Shimada: Gute Wahl des Sprechers, Synchronisation des Charakters ebenfalls gut.

Okano: Gute Wahl des Sprechers, Synchronisation des Charakters ebenfalls gut.

Kato: Gute Wahl des Sprechers, Synchronisation des Charakters ebenfalls gut.

Hamada: Gute Wahl des Sprechers, Synchronisation des Charakters ebenfalls gut.

Kinoshita: Gute Wahl des Sprechers, Synchronisation des Charakters ebenfalls gut.

Clarence: Sprecher gut gewählt, mir gefielen einige Abschnitte, die er gesprochen hat jedoch nicht so ganz. Es wirkt viel zu abgehackt und manchmal recht emotionslos.








"Gute Wahl des Sprechers, Synchronisation des Charakters ebenfalls gut." = es sind meistens Nebenchars, die nicht genug gesagt haben, um weiter beurteilen zu können, aber trotzdem klasse waren.

Alles andere, was als positv aufgefasst werden kann, ist als enorm gute Leistung zu verstehen. Bei schlechterem... nun ja.


Insgesamt ist die Synchronisation sehr gut gelungen. (Beinahe Perfekt, wenn ihr so wollt.)


Umfang der BluRay:

Ein hübsches, mit Skizzen versehenes Hardcover verbirgt die Schachtel, in der sich die Bluray und ein Heftchen befinden. Die Standart-BD-Hülle ist nur mit den Gesichtern der Protagonisten verziert, das Hardcover ist sehr Hübsch und wird von einem fetten "FSK 12" gekennzeichnet. Zum Glück ist es nur ein Aufkleber, der leicht abnehmbar ist.

In den Heftchen, die den beiden Volumes beiliegen, befinden sich Artworks, Skizzen und viiiele Interviews mit japanischen Synchronsprechern, Animatoren, Regisseuren, Projektleitern und weiß der Teufel was. Sehr aufschlussreich und cool.

An Extras findet man auf der ersten BD nur das "clear" OP und ED, d.h. ohne Schriftzüge im BIld.

Auf der zweiten befinden sich der japanische und der deutsche Trailer.

Bildformat: 1080p, 24 (hz/fps?)

Sprachausgabe: Deutsch und Japanisch mit deutschen Untertiteln.

Auf der ersten BD sind die Folgen 1-6, auf der Zweiten die Folgen 7-11.

Fazit:

Beziehungen zwischen den Charakteren sind super herausgearbeitet, die eine oder andere Hintergrundgeschichte ist nicht gut genug herausgearbeitet, was der Handlung aber nicht schadet. Anfangs atmet die Geschichte noch "Death Note"-Flair, nachher nimmt die Geschichte an Dramatik stark zu. Einiges brennt sich ins Gedächtnis, wie der beinahe sinnlose Tod von einer gewissen Person (wer die Spoiler gelesen hat, kann sich denken, wen ich hier meine) oder das Ende.

9/10

Ich habe es genossen.
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