Interview: Im Gespräch mit dem #Tubeclash-Team

Müssen reden, müssen quatschen...

Kaum eine andere Plattform ist in den letzten Jahren so gewachsen wie Youtube. Bestand es am Anfang noch primär aus Katzenvideos und schmerzhaften Unfälle, die die Schadenfreude der Masse ansprachen, entwickelten sich mit der Zeit Kanäle, welche das heutige Fernsehprogramm teilweise sowohl an Qualität als auch an Zuschauerzahlen weit hinter sich lassen. Vor 10 Jahren hätte man es kaum für vorstellbar gehalten, dass über 30 Millionen Leute täglich zusehen würden, wie ein schwedischer Junge 10 Minuten zu einem Horrogame in ein Mikro schreit und heute ist Pewdiepie eine der größten Berühmtheiten im Internet. Doch nicht nur Let’s Plays, auch viele andere Formen der Unterhaltung wurden erst über Youtube erfunden und popularisiert. Die Konzepte von Vlogs, AMVs, selbstgemachten Trailern zu geliebtem Material oder simplen Tutorial Videos, um anderen Leuten auszuhelfen, fanden alle ihren Anfang auf Googles Plattform.

 

Doch nun fand sich ein Team, welches sich all dessen annahm und die deutsche Youtuberlandschaft in einem Projekt vereinen wollte. Inspiriert von Hunger Games und RTLs Dschungelcamp kreierte das Team um Animationskünstler darkviktory die Webserie #Tubeclash, in welcher Deutschlands populärste Youtuber auf einer Insel auf Leben und Tod kämpfen. Gronkh, Dr. Allwissend, LeFloid, iBlali, German Let‘s Play und noch viele andere finden sich auf einer verlassenen Insel wieder, wo sie von einem allmächtigen Master gegeneinander gehetzt werden. Und das Besondere: Der Handlungsverlauf wird komplett von den Zuschauern bestimmt. Nach jeder Folge dürfen die Zuschauer ihren Favoriten wählen und aus den beiden mit den wenigsten Daumen nach hoch bestimmt der Zufall, wer in der nächsten Folge rausfliegt. Darüber hinaus wird das Drehbuch aus den Kommentaren der Zuschauer erstellt und jeder kann seinen Anteil zum Handlungsverlauf beitragen.

 

 clash

 

Wir haben uns das verantwortliche Team, bestehend aus darkviktory persönlich sowie seinen Kollegen Kostaskind und Alican Kuzu, geschnappt und für euch vors Mikro geholt, damit sie ein wenig Hintergrundinfos über ihr Projekt preisgeben können.

 

Schön, dass ihr euch in eurem Produktionsstress nach eurem Urlaub die Zeit genommen habt, um kurz mit uns über euer Projekt zu reden. Wollt ihr euch unseren Lesern zunächst einmal vorstellen?


 Mik: Ja, ich bin Mik, auch bekannt als darkviktory, bin seit neun Jahren auf Youtube und  mache seit vier oder fünf Jahren Animationen. 

 

Ali: Echt, so kurz nur? Hast du nicht schon 2009 angefangen?

 

Mik: Ja, eben. Fünf Jahre.

 

Ali: Ach ja. [lacht] Ich hab überhaupt kein Zeitgefühl. Ich bin Alican, auf Youtube heiße ich Acanku. Ich bin eigentlich auch Filmemacher, hab eigentlich auch zur gleichen Zeit wie der Mik mit Animationen angefangen und bin dann eben komplett zum Film, da ich vorher oft Kurzfilme gemacht hatte. Dann habe ich eine Schauspielausbildung im Fach Regie gemacht, habe dann Visual Effects gemacht. Wir kennen uns eben schon sehr lange und haben uns dann eben gedacht, dass wir mal zusammen was machen könnten. Das hatten wir eigentlich schon ewig vorgehabt und jetzt können wir es endlich machen.

 

Kostas: Ich bin Kostas und bin eigentlich in das ganze Youtubeding so reingerutscht. Ich arbeite sonst eben noch als Trainer im Choreographiebereich und bin durch das Projekt da so mit reingerutscht. Aber ich find‘s ganz cool. Werde danach wahrscheinlich mit sowas weitermachen.

 

Mik: Ja, er hat dann eben das Animieren, das Composen und das ganz Drum und Dran in kürzester Zeit nur für dieses Projekt gelernt und macht’s eigentlich ziemlich gut.

 

Kostas: Danke.

 

Wie ist denn die Idee zu #Tubeclash zustande gekommen und was habt ihr so als Inspiration genutzt? Ihr seid ja offensichtlich von Hunger Games und dem Dschungelcamp aber auch beispielsweise Attack on Titan sehr stark inspiriert.

 

Mik: Also zustande gekommen ist das, da ich ja seit drei oder vier Jahren DSDS und verschiedene andere RTL-Formate, unter anderem auch das Dschungelcamp, parodiert habe. Das hat mir nämlich überhaupt nicht gefallen, da mir das zu sehr auf Abzocke ausgerichtet ist. Wer kann da wen mit irgendwelchen Anrufen abzocken und letztendlich ist das ja eh alles gefaked. Ich dachte mir, man bräuchte was Ähnliches, nur in cool, was dann so ein jährliches Event auf Youtube wäre. Dann habe ich mir über Jahre Gedanken gemacht und die Idee für #Tubeclash ausgearbeitet. Dann hab ich mit Ali die Idee weitergesponnen, bevor dann Kostas auch ins Boot gesprungen ist. Und was sonstige Inspirationen angeht… Was meint ihr beiden denn so?

 

Ali: Ja, eigentlich alles.

 

Kostas: Das wollte ich auch gerade sagen. Das ist nämlich immer so ne Sache: Wir packen da gerne Sachen rein, die es schon gibt. Auch Sachen, die nicht immer so offensichtlich sind, zum Beispiel von Tarantino oder aus anderen Filmen. Einen Kaiju haben wir auch mal reingepackt und viele Leute wissen gar nicht, dass es ein Kaiju ist.

 

Mik: Das liegt auch daran, dass wir ein bisschen mit diesen Scary Movie Filmen aufgewachsen bin und ich liebe es einfach so, irgendwo Filmreferenzen zu verhauen und auch kleine Anspielungen, die man erst nach dem tausendsten Mal gucken erst sieht. Wenn man meine Videos kennt, weiß man, dass ich das schon seit Jahren mache.

 

Ali: Also eigentlich besteht das Ding durchgängig aus Anspielungen. Es gibt eigentlich keine Sekunde, wo mal nicht auf irgendwas angespielt wird. Entweder ist es eine Szene, ein kompletter Storystrang oder irgendwas ganz Kurzes, wie der Kaiju zum Beispiel.

 

Kostas: Außerdem glaube ich, dass dadurch, dass wir zu dritt sind, sowieso superviele verschiedene Anspielungen zu Tage kommen. In der aktuellen Folge haben wir zum Beispiel etwas drin, was mich persönlich immer tierisch an Filmen aufgeregt hat und ich wollte schon immer, dass das mal jemand anspricht. Ich mochte es schon früher, mir immer so Sachen auszudenken und das ist jetzt mal ne coole Chance, sowas zu verpacken.

 

Mik: Ali und ich sind zum Beispiel riesige Monsterfilmfans, daher gibt’s bei uns dauernd Riesentitanen und Wassermonster.

 

Plant ihr denn vorher, was ihr in einer Folge verbauen wollt, sowohl eure Referenzen als auch wichtige Plotpunkte, beispielsweise so etwas Zentrales wie das Ende von Folge 5? Plant ihr das vorher durch oder richtet ihr euch wirklich 100% nach den Kommentaren?

 

Mik: Es gibt grobe Handlungsstränge, die wir uns von vornherein überlegt haben, die aber auch nicht in Stein gemeißelt sind. Wir haben ein grobes Raster im Kopf, bei dem wir sagen „Okay, wenn das so und so ist, könnten wir das so und so machen“, aber wir wissen ja selbst nicht, welche Charaktere durchkommen, wer wann rausfliegt… das Ende zu Folge 5 ist spontan entstanden. Da haben wir gedacht, „Okay, eigentlich passt das wie ein Puzzle zusammen. Okay, machen wir so.“ Wir achten natürlich drauf, dass das in sich schlüssig und sinnig bleibt. Den Anspruch haben wir sowohl an uns als auch an das Format.

 

Ali: Wir hatten es eben auch schon, dass wir geplant hatten, was passieren wird, wenn Person X mit Person Y in einem Clash landet, dass dann aber nicht passiert ist, und der ganze Plan dann plötzlich nicht mehr aufging. Da mussten wir dann schon umplanen, wie das noch aufgeht.

 

Mik: Dafür sind die Kommentare dann eben Gold wert. Da kann man sich dann etwas Inspiration holen, dass man etwas zusammenschustern und zusammenbasteln kann.

 

Ali: Wir haben auch schon in den Creator Commentaries schon gesagt, dass kurze Kommentare meist mehr bringen, da die sich besser verbauen lassen. Manche Leute schreiben da richtige Romane und da kann man das halt nicht verwenden, weil das eine eigene Geschichte ist. Man kann da höchstens einige Elemente rausnehmen.

 

Mik: Das ist meist schon so ne eigene Fanfiction mit jedem Charakter und wie der sich entwickeln soll.

 

Ali: Und wir hatten das eben bei der dritten Folge, wo wir vorher überhaupt keine Idee hatten und uns die Story komplett aus Kommentaren zusammengeschrieben haben, aber natürlich auch ein paar eigene Sachen eingebracht, damit das wieder funktioniert. Die Folge hat uns dann eben hinterher am wenigsten gefallen und da hab ich mir schon gedacht, dass wir uns künftig vorher überlegen müssen, was wir an Storysträngen reinbringen. Wenn wir das schon grob im Kopf haben, funktioniert die Folge auch besser.

 

Mik: Da war es auch gut, dass bisher auch immer absehbar war, wer jetzt in den Clash kommt. Das sieht man in der Regel innerhalb von ein paar Minuten. Die Folge ist kaum online und schon sieht man, wer in den Clash kommen wird. Da braucht man keine zwei Tage warten. Wobei wir natürlich trotzdem warten. Wir schreiben die Story ja nicht zwei Tage vorher, auch wir brauchen mal ne Pause.

 

Wie läuft denn in der Regel die Produktion einer Folge so ab? Ihr habt ja sonntags um 14:00 Uhr Votingschluss und der Prozess bis Freitagabend sieht dann wie aus?

 

Mik: Wir sitzen sonntags dann schon relativ früh hier und suchen zig Kommentare raus, weil abgesehen von den zwei, die in den Clash kommen, haben wir ja noch andere Charaktere mit denen wir arbeiten können. Wir tragen dann schon mal alles zusammen, was uns gut gefällt. Das ist dann quasi der Recherchetag. Um zwei werfen wir dann die Münze, wer von den Clashteilnehmern überlebt, und dann wird alles durchstrukturiert. Welche Kommentare kommen in die Folge? Welche schaffen es und welche nicht? Dann schreibe ich daraus das Skript, welches wir dann nochmal zusammen durchgehen. Wenn da alles klargeht, macht einer von uns das Storyboard. Montag früh mache ich dann meine Takes und schicke das Storyboard an die Paperblossom, die ja Coldmirror spricht. Die ist auch die einzige externe Person, die montags bereits weiß, was freitags in der Folge passieren wird.

 

Ali: Das ist auch unsere Deadline, dass Sonntagnacht das Storyboard steht, weil montags die Takes gemacht werden müssen.

 

Mik: Genau, denn sonst können wir ja nicht animieren, da es ja alles lippensynchron sein muss. Ohne Takes geht das halt nicht., daher muss das halt als Erstes stehen.

 

Ali: Da müssen wir auch immer direkt um 14 Uhr anfangen. Das muss dann recht zügig gehen.

 

Kostas: Ja, und dann geht’s halt mit dem Animieren los.

 

Mik: Genau, Montag bis Donnerstag sind eigentlich die Animationstage und Freitag sind dann Soundmische, Schnitt, Upload, Verlinkungen, dieses ganze Zeug eben. Da denkt man halt, das braucht keinen Tag, aber das frisst tatsächlich nen ganzen Tag, den Kram zusammenzuschneiden. Einiges, wie zum Beispiel SFX, entscheiden wir sogar erst kurz vorm Upload. Dadurch sind wir zwar manchmal ein bisschen zu spät, aber die letzten zwei, drei Male waren wir sogar pünktlich.

 

Ali: Wir lassen dann aber auch nicht locker. Wenn wir jetzt ne halbe Stunde vorher noch keine Soundeffekte gemacht haben, gucken wir auch nicht, was wir in der halben Stunde schaffen, sondern verzögern dann lieber den Release. Dann setzen wir uns eben nochmal zwei Stunden hin, um alles aufzunehmen.

 

Mik: Da müssen die Leute dann eben mal warten. Da sagen wir wirklich, dass uns die Qualität eben wichtiger ist.

 

Kostas: Da sind wir aber auch besser geworden. Am Anfang haben wir das noch recht willkürlich gemacht und mit der Zeit hat sich so rauskristallisiert, wer welche Aufgaben übernimmt. Und dadurch ist es auch wirklich so geworden, dass wir die Nachtschichten auch schon mal rausschmeißen konnten, die wir in den ersten drei Wochen hatten.

 

Mik: Kostas macht zum Beispiel einen Großteil der Animation: Körperanimation, Mimik, alles, was die Charaktere angeht. Er ist so der Papa der ganzen Charaktere. Ali macht diese After Effects Geschichten wie Kamerafahrten oder diese riesigen komplexen Szenen. Und ich bin so der Zeichner, der alles designt, da das ja auch mein Stil ist.

 

Ali: Schlussendlich macht aber jeder alles mal.

 

Kostas: Aber das ist so die grobe Richtung. Bisher hat sich das ganz gut bewährt.

 

Was habt ihr denn bisher so an Feedback bekommen, sowohl von den Zuschauern als auch von der Youtubern oder auch anderen Parteien?

 

Mik: Also es gibt ein paar Leute, die gerne drinne wären und das auch immer wieder schreiben, zum Beispiel Mr Trashpack wäre richtig gerne dabei gewesen. Der war ja auch in den Top 20 und ist knapp an den zwei Nachrückern vorbeigeschossen, Kelly [MissesVlog] und Dr. Allwissend sind dann ja nachgerückt. Er war dann quasi auf Platz 3. Hätten wir noch einen Platz gehabt, wäre er an ihn gegangen. Der ist dann etwas traurig gewesen, dass er es nicht gepackt hat, aber er liebt das Projekt trotzdem.

 

Ali: Nächste Staffel packen wir ihn aber rein.

 

Mik: Wenn er es schafft. Er kommt wieder in die Top 20 und die Leute entscheiden dann wieder. Dann wollten auch ein paar andere mit rein.

 

Ali: Der David Hain.

 

Mik: Stimmt, der David wollte noch mit rein. Viele Leute haben gefragt. Die Apes haben gefragt, ob sie mit reinkönnen. Viele Fans sagen auch immer, wir sollen den und den rausschmeißen und den und den reinnehmen, aber wir haben auch strikte Regeln und an die halten wir uns auch. Gastauftritte sind aber ok. Ansonsten haben wir auch nur positives Feedback bekommen , also auch konstruktive Kritik, zum Beispiel von Taddl, aber ich verbuch das einfach auch mal darunter. Verbesserungsvorschläge sind ja jetzt nichts Negatives. Also er feiert das jetzt auch schon.

 

Ali: Das, was ich jetzt draus lese, dass er es schon mag, aber es ein paar Dinge gibt, die er sich anders gewünscht hätte.

 

Mik: Den Zeichenstil zum Beispiel.

 

Ali: Ja, und auch die Reaktionen der Zuschauer hat er eben auch als Kritikpunkt angebracht.

 

Mik: Ja, aber Zeichenstil ist generell auch so ein Thema. Würde es nach mir oder Ali gehen, würden wir auch nen Anime produzieren, aber wir wissen, wenn wir es im Animestil machen, würde es cheap aussehen. Als wenn wir gern nen Anime machen würden, was wir aber eben nicht können mit nem Drei-Mann-Team. Daher machen wir lieber nen Comicstil, bei dem wir sagen, „Okay, das ist solide, da können wir hinterstehen.“

 

Kostas: Das ist jetzt eben eine Stilrichtung und wer weiß, wie es nächstes Jahr ist. Aber ich glaube auch, dass ein paar der Teilnehmer das nicht so ganz verfolgen, da ich jetzt schon ein paar Male gehört habe, dass sie das Voting System nicht so ganz verstehen. Es wurde dann gesagt, dass es ungünstig ist für die Leute, die nicht so krasse Fanbases haben, aber im Endeffekt stimmt das ja nicht, da Coldmirror trotz ihrer großen Fanbase bei den Votings immer ganz hinten war und nur durch Glück immer weiter kam.

 

Mik: Durch die Clashes ist der Doktor ja auch die ganze Zeit safe, da er Coldmirror als Puffer vor sich hat, die aber durch Zufall immer weiter kommt.

 

Kostas: Eben, da ist es halt nicht so, dass der mit den meisten Abonnenten weiterkommt und dann kommt ja noch der Unterschied, dass zum Beispiel Chan, der zwar nicht so viele Fans wie manch andere haben, sein Fans aber animiert, für ihn zu stimmen. Bei Kelly war es zum Beispiel so, dass sie nicht wirklich Werbung gemacht hat und dadurch ist sie relativ schnell in den Clash gekommen und ist, weil sie Pech hatte, eben rausgeflogen.

 

Mik: Bei Coldmirror ist es genauso: Würde sie auf ihrem Kanal ihre Leute einmal auffordern, zu voten, wäre sie auch nicht dauern da unten. Sie hat sich auch, glaub ich, auch noch gar nicht  dazu geäußert. Das stört uns aber auch nicht. Das ist ja jedermanns gutes Recht.

 

Kostas: Trotzdem versuchen wir aber auch darauf zu achten, dass wir da nicht jemandem auf den Schlips treten.

 

Mik: Natürlich nicht. Da würden wir uns ja auch selber keinen Gefallen mit tun, wenn wir da wen in die Pfanne hauen und uns die Fanbase dann zu Tode raged.

 

Kostas: Im Endeffekt finde ich es auch gar nicht schlimm, wenn da jemand sagt, ihm gefiele der Zeichenstil nicht. Das ist ja sein gutes Recht, es zu sagen wie er es findet.

 

Habt ihr am Anfang überhaupt damit gerechnet, was für ein Erfolg das werden würde?

 

Mik: Also, positive Überraschung auf jeden Fall. Vorher hat kaum ein Video von mir so viele Views bekommen. Andererseits muss ich aber auch sagen, dass das ein relativ berechneter Erfolg war, da ich ja schon seit drei Jahren daran arbeite und auch wenn das jetzt was doof klingt, aber das war eigentlich so konzeptioniert, dass es gar nicht gegen die Wand fahren kann. Es zieht halt viele Fanbases mit ein und zeigt halt das auf Youtube, was Leute gerne auf Youtube sehen. Nämlich ihre Lieblingsyoutuber und sie können noch entscheiden, was ihre Lieblingsyoutuber machen und das in Dimensionen, die sonst nicht möglich wären. Von daher habe ich schon damit gerechnet, dass es gut ankommt und auch ungefähr so abgehen wird.

 

Kostas: Als wir jetzt auf den Videodays waren, hatten wir ja die erste Folge schon fast fertig.

 

Ali: Ne, nur die erste Szene.

 

Kostas: Ok, aber wir haben schon dran gearbeitet und ich hatte mich vorher eben überhaupt nicht mit Youtube beschäftigt und dachte mir eben, „das wird schon ganz beliebt werden“. Als ich dann aber da war und gesehen hab, wie riesig das war und wie die Leute ausgerastet sind, hab ich auch gedacht, „Okay, so richtig schiefgehen kann’s nicht bei der Arbeit, die wir reingesteckt haben“. Sieht meiner Meinung ja auch ganz gut aus und war dann auch überrascht, wie gewaltig das geworden ist.

 

Ihr habt eben schon gesagt, dass ihr da ein jährliches Event draus machen wollt. Was plant ihr denn sonst noch so, wenn die Staffel vorbei ist?

 

Mik: Also wir haben nächstes Jahr auf jeden Fall die zweite Staffel. Die ist quasi schon „gekauft“, wird also definitiv produziert. Im Winter startet der Ali mit seinem #Tubeclash-Minecraft Projekt. Willst du da noch mal ein paar Worte zu sagen?

 

Ali: Es ist halt #Tubeclash auf Minecraft mit verschiedenen Let’s Playern, bei denen dann aber auch keine Münze geworfen wird, die dann halt wirklich in einer Arena gegeneinander kämpfen müssen. Wer tot ist, scheidet aus und am Ende bleibt nur einer übrig. Alle zwei Tage wird dann gegeneinander geclasht und da entscheiden die Zuschauer dann auch zum Beispiel, wer welche Waffe bekommt oder wer überhaupt in den Clash kommt. Vielleicht bauen wir noch andere Sachen ein, dass zum Beispiel auch die Ressourcen bestimmt werden, aber das sehen wir noch. Lauter interaktives Zeug eben… Quasi ne riesige Mario Party, nur mit dem #Tubeclash-Logo. Da werden dann auch Kleinigkeiten wie Intro und Ankündigungen animiert oder ein extra Soundtrack produziert.

 

Mik: Genau, das ist geplant. Dann ist im Gespräch, #Tubeclash íns Ausland zu verkaufen. Da sind wir grade am Handeln zusammen mit unserem Netzwerk. Aktuell haben Frankreich, USA und England Interesse an dem Format und das wär cool, wenn das funktioniert. Da ist aber noch nichts in Sack und Tüten.

 

Plant ihr bei all dem Erfolg denn auch weiteres Merchandise neben eurer Kooperation mit yvolve.de, die eure T-Shrts veröffentlichen? Zum Beispiel einen DVD oder Bluray Release?

 

Mik: DVD und Bluray solls auf jeden Fall geben. Da sind wir auch schon dran. Da kümmert sich unser Netzwerk auch schon heftig drum, dass wir da nen Publisher finden. Unser Ziel ist natürlich auch, das nicht nur übers Internet zu verticken, sondern das auch bei Saturn, Media Markt und Co. in den Regalen stehen zu sehen. Das wäre eben nicht nur für uns und die Leute cool, sondern auch für Youtube generell, da man dann eben sagen könnte, „Okay, das ist eben nicht mehr das Ding, das nur im Internet stattfindet“. Alles andere Merchandise kann man jetzt noch nichts Definitives sagen. Für nächstes Jahr sind Action Games und sowas zum Selbstmitspielen geplant, aber noch lässt sich nicht Genaues sagen.

 

Habt ihr zum Abschied noch eine Nachricht für unsere Leser?

 

Mik: Ne, grade eigentlich nicht. Wir möchten nur, dass weiterhin alle so viel Spaß daran ahben und ihnen das weiter so gefällt.

 

Kostas: Doch, eine Sache: Bitte verwechselt nicht die #Tubeclash-Charaktere mit den echten Youtubern, da ich schon gehört habe, dass da ein paar Leute bei denen rumhaten.

 

Mik: Dann beschweren sich die Leute bei Coldmirror, „Hey, was hast du wieder für nen Scheiß bei #Tubelash gemacht?“, obwohl die da gar nichts für kann, wie ich die schreibe. Manche verstehen das wohl nicht so.

 

Hoffentlich werden sie nicht auf offener Straße erschossen.

 

Mik: [Lacht] Hoffentlich nicht. Das wäre keine gute Werbung für uns.

 

Dann bedanke ich mich für eure Zeit und wünsche euch noch viel Spaß bei der Produktion der nächsten Folgen.

 

 

 

Und für all jene die direkt selbst auf die Insel wollen, findet ihr im Folgenden die Playlist der ersten #Tubeclash-Staffel.

 

 

 

 

 

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Rene Kayser ist ein langjähriger Anime- und Gamesfan, welcher für Crunchyroll als Verfasser für Artikel verschiedenster Art zuständig ist. Folgt ihm auf Twitter unter @kayserlein.

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