Haikyu!! Volume 2 + 3

Hier kommt der Ball!

Auf in die zweite Runde! Nachdem Volume 1 von Haikyu!! es möglich gemacht hat, ein gewisses Interesse für Volleyball zu entwickeln, wird sich nun zeigen, ob dies auch für die restlichen Folgen gilt. Diesmal haben wir uns Volume 2 und 3 der Serie angeschaut und zeigen euch, wie gut sich der Anime in den späteren Episoden macht.

 

 

Nachdem sich das Team nach einigen Meinungsverschiedenheiten zusammengefunden hat, absolvieren sie ihr erstes Trainingsspiel gegen die Aoba Jousai. Dort schlagen sie sich zwar ziemlich gut, müssen aber gleichzeitig erkennen, dass sie noch eine Menge Arbeit vor sich haben. Gerade bei ihrer Teamaufstellung fehlen ihnen wichtige Positionen. Eigentlich gibt es zwei Schüler, Yuu Nishinoya und Asahi Azumane, die für diese wichtigen Aufgaben auf dem Platz verantwortlich sind. Allerdings gab es nach einem zuvor verlorenen Spiel einen Streit und es herrscht eine Kluft zwischen den beiden. So etwas soll im Team natürlich nicht vorkommen, immerhin brauchen sie ihr Ass und ihren Libero, daher versuchen sie so gut es geht die beiden wieder zum Spielen zu bewegen. Allerdings bleibt dies nicht das einzige Problem, das die Gruppe zu bewältigen hat. Zusätzlich dazu kommen noch ein weiteres Trainingsspiel, ein fehlender Trainer und das anstehende Turnier um die Teilnahme an der Landesmeisterschaft. Es gibt also einiges zu tun für das Volleyballteam der Karasuno …

 

Yuu Nishinoya

Obwohl er klein ist, hat dieser Junge ein heißes Temperament. Er hat kein Problem damit, auch etwas konkreter zu werden und vertritt seine Ideale mit Stolz. Auf dem Platz spielt er den Libero. Gesprochen wird er im Japanischen von Nobuhiko Okamoto (u.a. Rin Okumura in Blue Exorcist) und im Deutschen von Dennis Saemann (u.a. Toushirou Hitsugaya in Bleach).

 

Asahi Azumane

Er wirkt zwar wie ein einschüchternder Schläger, ist aber ein sehr netter und teils schüchterner Mensch. Seine letzte Niederlage hat ihm sehr zu schaffen gemacht und seitdem hat er sich vom Volleyball zurückgezogen. Er ist das Ass der Mannschaft. Gesprochen wird er im Japanischen von Yoshimasa Hosoya (u.a. Orga Itsuka in Mobile Suit Gundam: Iron-Blooded Orphans) und im Deutschen von Simon Derksen (u.a. Azazel in HighSchool DxD Born).

 

Die Story wird in Volume 2 und 3 unmittelbar weitergeführt und geht mehr auf die Stärken und Schwächen des Teams ein. So wird deutlich, dass der fehlende Libero und das fehlende Ass einen entscheidenden Unterschied in den Schlussminuten des Spiels gegen die Aoba Jousai gemacht haben. An diesem Punkt merkt man besonders, wie gut befreundet die Drittklässler innerhalb der Volleyballtruppe sind, da sie sich alle Sorgen um Asahi machen, der sich für eine entscheidende Niederlage verantwortlich macht. Der Zusammenhalt macht das ganze Team erst lebendig und gibt den restlichen Charakteren zusätzlich einen sympathischen Charakter.

 

 

Volume 2 konzentriert sich sehr darauf, die Hintergründe und Sichtweisen der einzelnen Personen darzustellen, um den Zuschauer so besser in die aktuelle Lage hineinzuversetzen. Das Ganze wird gut gehandhabt und recht zufriedenstellend aufgelöst. Obwohl alles ausreichend erklärt wird, so ist allerdings Asahis Reaktion auf die Niederlage schon etwas extrem, zumindest wenn man bedenkt, dass er seine Entscheidung anhand von diesem einen Spiel trifft. Eine Niederlage darin hätte größere Konsequenzen mit sich ziehen müssen, um Asahis Verhalten besser zu legitimieren.

 

 

Der restliche Cast kommt nicht zu kurz und hat auf jeden Fall seine Momente. Der angesprochene Zusammenhalt wird weiter gefestigt und glänzt besonders in Volume 3. Hier bekommt man ein Team geboten, das auch wirklich als solches agiert und wo jeder Spieler sein Bestes gibt. Daraus resultieren einige spannende Matches, die viel Freude beim Zuschauen machen. Durch die neuen Spieler sowie einen neuen Trainer wird die Taktik etwas weiter ausgeführt, selbst wenn hier immer noch Verbesserungsbedarf ist, was jedoch eine natürliche Folge daraus ist, dass viele der neuen Spieler von Karasuno eben noch nicht so lange miteinander spielen. Somit wäre es unrealistisch, wenn auf einmal alle Konfrontationen mit anderen Teams klar gewonnen werden. Dies verleiht dem anstehenden Turnier ein allgegenwärtiges Level an Spannung, da es durchaus gute Gründe gibt, dass Karasuno an jeder Stelle im Wettkampf verlieren könnte. Es wirkt schon fast so als müsste trotz der Qualität der Truppe einiges passieren, damit sie am Ende als Sieger nach Hause gehen.

 

 

Positiv hervorzuheben ist, dass sich das Dilemma von Asahi und Nishinoya zusätzlich auf die Charakterentwicklung der anderen Drittklässler auswirkt, insbesondere auf die von Sugawara, der sich für die ganze Situation ebenso verantwortlich fühlt. Er versucht, das Ganze auf seine eigene Art zu lösen, um die beiden anderen wieder zusammen zu bringen. Auch Daichi bekommt noch etwas mehr Fokus spendiert, wobei seine Geschichte sich um seine Freundschaft mit einem alten Mannschaftskollegen aus der Mittelschule dreht, die zu einem gewissen Teil auch aus der Sicht seines Freundes dargestellt wird. Diese hat einen recht interessanten sowie nachvollziehbaren Abschluss und war so ein kleines Highlight, das einen durchaus zum Denken bringt. Es war jetzt nicht bombastisch oder so etwas in die Art, aber auf jeden Fall etwas, das man so nicht von diesem Anime erwartet.

 

 

An dieser Stelle sollten die gegnerischen Volleyballteams auch noch einmal positiv hervorgehoben werden. Keine der Personen auf der anderen Seite des Netzes war bisher wirklich böse oder allzu antagonistisch gegenüber Karasuno eingestellt. Dafür merkt man bei allen Gegnern einen gewissen Kampfgeist, der wiederum zu spannenden Kämpfen führt. Der Vorteil bei diesen Teams ist dadurch, dass diese recht human dargestellt werden und man vor allem deren Ehrgeiz spürt. Sie wollen ebenso gewinnen wie unsere Protagonisten und haben alle ebenso eine eigene Persönlichkeit. Selbst wenn diese in manchen Fällen nur leicht vermittelt wird, so sind es dennoch sympathische Menschen, denen man vielleicht auch den Sieg gönnen würde … aber nur fast.

 

 

 

Bei der Optik sind keine allzu großen Veränderungen auszumachen. Die Animationen sind angenehm flüssig und es gibt mehr Volleyballspiele, bei denen diese viel besser zur Geltung kommen. Durch die größere Anzahl an Spielen bekommen Actionliebhaber hier mehr geboten. Es wirkt immer noch etwas komisch, wenn das Netz nur vor den Köpfen der Charaktere verschwindet, um deren Gesicht zu sehen, allerdings gewöhnt man sich mittlerweile viel eher daran, unter anderem da es einige Szenen gibt, in denen der Gesichtsausdruck zur Szene beiträgt.

 

 

Zu dem restlichen Team gesellen sich nun Simon Derksen (Asahi) und Dennis Saemann (Nishinoya), die beide einen guten Job machen. Simon Derksen schafft es gut, die Persönlichkeit eines netten Riesen einzufangen, während Dennis Saemann die eher rebellische Art von Ninshinoya gut darstellt. Man könnte bei Asahi vielleicht sagen, dass bei den energischen Rufen im Match etwas die Power fehlt, die bei der japanischen Version gegeben war, allerdings funktioniert es so auch immer noch ganz gut, da hierbei immer noch die sanftmütige Seite von Asahi betont wird, selbst wenn es mal knallt. Etwas Eingewöhnung hat noch Nick Forsberg als Ukai gebraucht, da seine Stimme sich anfangs teilweise etwas zu tief anhörte, so, als wäre die Tiefe leicht erzwungen. Es hat zumindest ein wenig gedauert, bis sich die Stimme natürlich anfühlte. Allerdings gibt es bisher keinen Charakter, dessen Stimme wirklich negativ auffällt. Hier hat Oxygen Sound Studios echt gute Arbeit geleistet.

 

Die deutschen Dialoge sind weiterhin solide und auch die Übersetzung der japanischen Version weist keine nennenswerten Fehler auf. Allerdings sei zu erwähnen, dass beim Klappentext auf der Rückseite von Volume 2 kleine Fehler vorhanden. Es sind zwar Fauxpas, aber es fällt dort schon auf, wenn Karasuno dort dann Karsuno heißt.  

 

 

  • Gut ausgearbeitete Charakterentwicklung

  • Actionreich animierte Volleyballspiele

  • Weiterhin angenehme deutsche Vertonung

  • Spannender Storyaufbau

  • Asahis Dilemma teilweise etwas zu extrem in dem Kontext

  

Volume 2 und 3 bauen die Story sowie die Charaktere weiter aus und bieten die Grundlage für ein spannendes Turnier, das einige aufregende Matches verspricht. Die Spieler der Karasuno wirken immer mehr wie eine Mannschaft, die sich unterstützt und hin und wieder auch mal gegenseitig neckt. Die Optik kann sich weiterhin sehen lassen und auch die Lokalisierung ist in Ordnung. Einzig die Sache mit Asahi hätte man innerhalb der Story etwas anders handhaben können, selbst wenn dies jetzt keine allzu ausschlaggebende Kritik ist. Ansonsten darf man sich mit Volume 4 schon einmal auf ein paar spannende Folgen freuen, die hoffentlich das vorherige Level halten können und das Warten auf das Erscheinen der 2. Staffel dafür umso schwerer machen.

 

Falls ihr Interesse haben solltet, findet ihr hier Volume 2 und Volume 3

 

Sämtliche Aussagen dieser Rezension reflektieren lediglich die Meinung des Autoren und nicht die von Crunchyroll und seiner Partner

 

©H. Furudate / Shueisha,“Haikyu!!”Project,MBS

Licensed by peppermint anime gmbh.

 

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