Warum die Kämpfe in WANO KUNI so geil sind

Es ist eine gute Zeit zum Prügeln

Der Wano-Arc in One Piece ist großartig, aber auch sehr vollgepackt. Er ist nicht nur der Höhepunkt eines Handlungsstranges, der in 2013 angefangen hat, nachdem Trafalgar Law nebenbei vorgeschlagen hat „Hey, wie wäre es, wenn wir nen Kaiser umnieten?“, sondern erweitert die Welt von One Piece um ein ganzes Land mit diversen neuen Städten/Orten und dutzender neuer Charaktere. Dadurch fühlen sich die Kampfszenen wie eine wohlverdiente Pause an. Sobald jemand anfängt, den anderen zu schlagen, denke ich mir: „Gott sei Dank! Ich muss mir in den nächsten 20 Minuten keine weiteren Namen merken!“  

  

Und diese Pausen sind wirklich unglaublich, da der One-Piece-Anime einen hervorragenden Job leistet, die Kampfszenen in diesem Arc in die Länge zu ziehen. Ich bin mir durchaus bewusst, dass es sehr unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema gibt, aber ich persönlich bin für die Verlängerung von Kampfszenen in der Adaption. Als Whitebeard hinter Akainu mit seinem Naginata auftaucht und den Admiral in Grund und Boden schlägt, fühlt es sich so an, als ob man ein aufregendes Wrestling-Match verfolgt. Ich fands Spitze! Akainu versucht in einer Szene, Whitebeard einen Spinkick zu verpassen, während Whitebeard ihn so hart gegen die Brust schlägt, dass Akainu bis hin zur nächsten Zeitzone fliegt. Wie kann man da nicht mitfiebern?

 

  

Am Ende der ersten Folge des Wano-Arcs, als die Musik anfängt zu spielen und Zorro nicht nur den Magistrat, sondern auch einen Haufen Handlanger niedermäht, wusste ich, dass dies ein wilder Ritt werden würde. Eine der zentralen Themen des Whole-Cake-Island-Arcs war es, dass man manche Kämpfe nicht gewinnen kann und dass man nicht immer ein zufriedenstellendes Ende bekommt, weshalb man sich mit dem abfinden muss, was man bekommt. Das ist zwar schön und gut, doch dies bedeutet auch, dass die großen Kampfszenen sich mehr um das Überleben drehen, um dann an einem anderen Tag weiterkämpfen zu können. Es ging weniger um ein großes, zufriedenstellendes Gemetzel. Und kaum einer liefert größere, zufriedenstellendere Gemetzel als Zorro.

 

Es schadet auch nicht, dass wir Zorro seit gut zwei Jahren nicht mehr gesehen haben. Selbst wenn die Folge damit geendet hätte, dass Zorro auf der Toilette eine Karte liest, hätte ich ein Fass aufgemacht.

 

  

Dann einige Folgen später nahm es Zorro mit Basil Hawkins’ Stroh-Avatar auf, während er auf Komachiyo, einem Hund/Löwen-Monster, welches King Caesar aus der Godzilla-Reihe ähnelt (beide basieren auf der Shisa-Statue in Okinawa), reitet. Dies war richtig cool, da, wie zuvor erwähnt, die Strohhutbande einen Großteil des Whole-Cake-Island-Arc auf der Flucht vor Big Mom verbracht hat. Von daher fühlt man doch eine gewisse Genugtuung, wenn man sieht, dass sie es dieses Mal mit ihm aufnehmen können – besonders, wenn Big Mom schon irgendwie aussieht wie ein Bosskampf aus Batman: Arkham Asylum.

 

  

Natürlich wäre da auch noch Ruffy vs. Kaido - ein herrlich animierter Kampf, welcher auf exzellente Art und Weise sowohl Ruffys Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen als auch Kaidos fast unbesiegbare Kräfte illustriert. Dabei zuzusehen, wie Ruffy alles gegen Wanos deprimierten Krieger-Diktator entgegenwirft, nimmt ihm keinesfalls die Mystik, sondern zeigt, dass Kaido niemand ist, den man mit Willenskraft allein bezwingen kann.

 

 

Und zu guter letzt wäre da noch Sanjis Kampf mit Page One, ein Headliner, welcher eine antike Zoan-Frucht gegessen hat und sich nun in einen Spinosaurus verwandeln kann. Um es mit diesem fiesen Reptil aufzunehmen, musste sich Sanji in den “Buchweizen-Ranger” verwandeln.

 

Was darauf folgte, war eine der coolsten Kampfszenen der Anime-Geschichte, da Sanjis mächtige Kicks nun mit Germa-Technologie kombiniert wurden. Sein Super-Sentai-ähnliches Outfit erlaubt es ihm, nicht nur unsichtbar zu werden, sondern kommt mit Raketenstiefeln und einen stylischen Cape – was Sanjis Kampfstil ein bisschen mehr Leben einhaucht. Nicht, dass Sanjis Kämpfe zuvor je langweilig waren (es gibt nur wenige Sätze, die so aufregend sind wie “Und dann hat er ihm in die Fresse getreten“), doch dies ermöglicht Sanji nun, neue Manöver und Taktiken zu verfolgen.  Sanji hat nun einen Plan B, zusätzlich zu Plan A: Tritt ihm in die Fresse und hoffe, er bleibt liegen.

 

 

Kurzgesagt, ich kann nicht abwarten, zu sehen, was Toei mit den restlichen Kampfszenen des Arcs und darüber hinaus anstellt. One-Piece-Schöpfer Eiichiro Oda nutzte den Wano-Arc dafür, um als Autor einmal richtig die kreativen Muskeln spielen zu lassen. Der Arc bietet uns nicht nur jede Menge neue Story-Details und Charaktere, sondern auch interessant abgestimmte Kämpfe. Und es ist herzergreifend zu sehen, wie der Anime in diesem Bezug konstant den Nagel auf den Kopf trifft. So viele schöne Schläge – geradezu Balsam für meine Seele.

 

Was ist euer Lieblingskampf im Wano-Arc? Gibt es einen Kampf, auf den ihr euch besonders freut? Sagt es uns in den Kommentaren!

 

 

 

Originalartikel von Daniel Dockery. Übersetzt von Tobias Dorbandt

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one piece

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