Ersteindruck: Cross Ange

Leichbekleidete Frauen, Drachen, Mecha... und eine Story?

Durch die Entwicklung der Mana-Technologie, die es den Menschen erlaubt magiegleiche Kräfte einzusetzen, gehören Dinge wie Kriege, Hunger und Umweltverschmutzung der Vergangenheit an. Mana ist für die Gesellschaft so zentral geworden, dass all jene, welche diese Technologie nicht einsetzen können, nicht als gleichwertige Menschen, sondern nur als Dinge angesehen werden. Als eine derartige „Norma“ findet sich auch Angelize, die Prinzessin des Misurugi-Imperiums wieder, weshalb sie sich auf eine abgelegene Insel zurückzieht. Dort trifft sie auf eine Gruppe von anderen Norma-Mädchen, welche in humanoiden Kampfrobotern, „Barameiru“ genannt, gegen riesige Drachen kämpfen, die, aus einer anderen Dimension kommend, die Erde überfallen. Mit einer neuen Heimat und einer neuen Bestimmung, steuert Angelizes Leben nun einer neuen, ungewissen Zukunft entgegen.

 

[via anisearch]

 

 

Ersteindruck

Cross Ange: Tenshi to Ryuu no Rondo (Cross Ange: Rondo von Engel und Drache) ist eine dieser Serien, die in der ersten Folge durchaus überzeugende Elemente beinhalten, deren positiver Eindruck aber durch andere Dinge getrübt wird.

Durch vorherige Bildeindrücke waren meine Erwartungen an Cross Ange nicht sonderlich hoch. Eine Gruppe leicht bekleideter und gut bestückter Frauen, die in Mechas kämpfen, hat sicherlich einen gewissen Unterhaltungswert, aber ob man das dann auch als "gut" bezeichnen kann, ist eine andere Sache.

Tatsächlich besteht die Serie aber nicht nur daraus. In der ersten Folge sieht man so etwas nur am Anfang, danach bemüht sich die Serie, eine Geschichte zu erzählen, die nicht einmal uninteressant erscheint. Die Diskriminierung der Norma, nicht magiebegabten Menschen, wird gut dargestellt und die Charaktere bieten auch interessante Ansätze. Auch das Gefängnisszenario könnte Potential bieten.

 

Ein großes Lob gilt der tollen musikalischen Untermalung der ersten Episode. Akiko Shikatas Stil ist unverkennbar und ihre instrumentalen und vokalen Stücke untermalen das Geschehen ausgezeichnet.

Trotzdem mache ich mir keine großen Hoffnungen. Das Ende der Folge ist nämlich wieder voll von Fanservice, und wenn es künftig primär um halbnackte kämpfende Mecha-Frauen geht, verwende ich meine Zeit lieber auf etwas anderes. Falls die Geschichte ihr Potential allerdings doch entfalten sollte, wäre das eine andere Sache. Wer die erwähnten Elemente in Animes gern mag, könnte Spaß an Cross Ange haben.

 

- Blackiris


Die erste Folge von Cross Ange wirkt, als sei sie von zwei verschiedenen Personen kreiert worden. Während der Anfang und das Ende von Ecchi überquillen, bietet der Mittelteil einige interessante Ansätze, bei welchen man hofft, dass diese in kommenden Folgen weiter erforscht werden.

 

Die Folge eröffnet mit einer großen Mechaschlacht gegen verschiedene Drachen, in welcher die Pilotinnen Rüstungen tragen, welche aufgrund ihres geringen Deckungsgrads kaum diese Bezeichnung verdient haben. Entsprechend arbeitet die Kamera, welche stets versucht, möglichst viel Perspektiven für die männlichen Zuschauer zu bieten. Verlässt sie jedoch mal das Cockpit , darf man Zeuge eines durchaus imposanten Kampfes werden, welcher sich mit den Größen des Mechagenres messen kann.

 

Der Mittelteil hingegen verbannt jeglichen Fanservice und konzentriert sich vollständig auf das politische Drama und die Ungerechtigkeit, die den Norma entgegengebracht wird. Dieser ist nicht nur gut ausgeführt, sondern kritisiert auch wunderbar die rassistische Natur der Gesellschaft und die Bereitschaft, gute Freunde aufgrund von Kleinigkeiten hinfort zu stoßen und fährt mit dem Beginn eines vielversprechenden Politdramas fort, nur um am Ende jedoch wieder in einen extremen Fanservice abzugleiten.

 

Dieser extreme Wechsel lässt einen äußerst unschlüssig über den weiteren Verlauf der Serie zurück: Erwartet einen hier nur Ecchi-Action oder tatsächlich eine ausgefeilte Politgeschichte, welche die Abgründe der menschlichen Natur erforscht? Technisch sieht die Serie außerhalb der Kämpfe durchschnittlich aus, ohne wirklich Bemerkesnwertes. Akustisch glänzt sie jedoch wunderbar und ich kann mich der Meinung meines Kollegen bezüglich des Soundtracks nur anschließen.

 

Letztendlich wird es noch wenigstens eine weitere Folge brauchen, um über das Schicksal von Cross Ange zu entscheiden.

 

- kayserlein

 

Andere Topnews

0 Kommentare
Schreib den ersten Kommentar!
Sortieren nach: