Blu-ray Review: Fullmetal Alchemist Brotherhood Vol.7 und OVA Collection

Das Ende naht!

 Die Geschichte der Elirc Brüder hat weltweit Millionen Anime-Fans mitgerissen. Jeder der sich als solcher bezeichnet hat zumindest schon mal vom Fullmetal Alchemist gehört. Vor einen Jahr brachte KSM endlich die Brotherhood Neuauflage der Serie nach Deutschland. Nun nähert sie sich ihren Ende und bevor nächsten Monat(pünktlich zu Weinachten) die 8. Volume herauskommt, versüßt uns KSM die Wartezeit mit einer OVA Collection.

 

Nachdem wir bereits Vol. 5 & 6 vor einiger Zeit unter die Lupe genommen haben, werfen wir nun auch einen Blick auf die vorletzte Volume und besagte OVA Collection für euch.

 

Es sei erwähnt, dass wir frei über alles was bisher geschehen ist reden werden, also SPOILERWARNUNG!

 

 

Der versprochene Tag ist angebrochen und die finale Schlacht um Central City hat begonnen. Roy Mustang und seine Verbündeten planen die Regierung zu stürzen und auch Edward und seine Begleiter dringen in die Stadt ein, um den Homunculi ein Ende zu setzen. Es scheint alles nach Plan zu verlaufen, doch das Blatt wendet sich schnell…

 

Pride:

Der älteste Homunculus, welcher in der Öffentlichkeit als Selim Bradley, den Sohn des Großen Anführers bekannt ist. Allerdings ist sein Erscheinen als unschuldiger kleiner Junge nichts weiter als eine Maske. In Wirklichkeit wird er seinem Namen gerecht und stellt sich hochmütig über die Menschen und hat sogar seinen Bruder Gluttony ohne ein Anzeichen von Reue gefressen und damit dessen Existenz ein Ende gesetzt. Seine stolze Stimme erhält er im Japanischen von Yuuko Sanpei (Boruto in Boruto: Naruto the movie) und im Deutschen von Rieke Werner (Sakura Matou in Fate/Stay Night).

 

Envy:

Der Homunkulus, welcher den Neid seines Vaters verkörpert ist vielleicht der Grausamste unter seinen Geschwistern. Er zeigt häufig sadistische Vorlieben und ist für einige der größten Gräueltaten in der gesamten Serie verantwortlich. So hat er den Ishval-Krieg ausgelöst und Maes Hughes in Gestalt seiner eigenen Frau umgebracht. Und auch wenn er auf eine mickrige Gestalt reduziert wurde, verfügt er immer noch über eine silberne Zunge, welche er sich im Japanischen von Minami Takayama (Conan Edogawa in Detectiv Conan) und im Deutschen von Julien Haggége (Kaito Kid in Detektiv Conan und Magic Kaito, Aladdin aus Disney's Aladdin) leiht.

 

Izumi Curtis:

Die Lehrerin der Elric Brüder hat eine knallharte Persönlichkeit. Nicht nur ist nicht nur eine Meisteralchemistin, sondern auch unglaublich begabt, was Kampfkünste angeht. Auch wenn sie ohne weiteres die meisten Staatsalchemisten in den Schatten stellt, geht sie hauptsächlich in ihrer Rolle als Hausfrau auf. Genau wie die Elric Brüder hat sie sich an einer menschlichen Transmutation versucht um ihr totgeborenes Kind wiederzubeleben. Dabei hat sie diverse innere Organe verloren, was eine erneute Schwangerschaft unmöglich macht. Ihre bestimmende Stimme erhält sie von im Japanischen von Shouko Tsuda (Annete Pias in Black Cat) und im Deutschen von Kordula Leiße (Amalia Trohovski in Jormungand)

 

Vol. 7 setzt die Konfrontation zwischen den Helden und Pride fort, welche in der vorigen ihren Anfang genommen hat. Doch der Hauptfokus dieser Volume ist die Schlacht um Central City. Nachdem man zuvor bereits die Vorbereitungen von Mustangs Putschversuch in vorigen Folgen bewundern konnte, sieht man nun den Plan in Aktion, was zu einigen spektakulären Kämpfen und sogar ein wenig politischen Intrige führt, welche den Zuschauer in ihren Bann zieht. Allerdings zeigen Mustang und seine Männer eine überraschende Zurückhaltung im Kampf und weigern sich jemanden zu töten. Auch wenn dies definitiv heroisch und bewundernswert ist, wirkt es ein wenig zu idealistisch, voralledem da er damit dennoch Erfolge erzielt und er sich der Tatsache bewusst ist, dass seine Verbündeten aus Briggs diese Zurückhaltung nicht teilen.



Es ist zudem bemerkenswert, dass weitere Charaktere ihren Weg zurück in die Serie finden, nachdem sie längere Zeit nicht mehr aufgetaucht sind und dass selbst eher unwichtige Charaktere wie Yoki ihren Beitrag leisten, im Kampf gegen die Homunkuli leisten.



Ein recht großer Fokus liegt zudem auf einer Konfrontation zwischen Alphonse und Kimblee, in der Al nicht nur zeigt, warum Edward nie einen Kampf gegen ihn gewonnen hat, sondern auch einen tieferen Einblick in seine moralischen Vorstellungen ermöglicht, während Kimblee die seinen entgegen stellt. Es ist aber vor alledem irgendwo amüsant, dass die beiden eine ähnliche Konfrontation gegen Ende des 2003 Animes hatten.



Alles in allem, setzt diese Volume das Finale der Serie brillant in Gang und bietet viele aufregende Momente, wobei auch einige Nebenhandlungen zu ihren Ende finden. Leider endet die Volume mitten in der Action, was das Warten auf die finale Volume beinahe unerträglich macht.


 

Die OVA-Collection bietet wiederum 4 Kurzgeschichten, welche diese wiederum ein wenig verkürzen.  Allerdings sind sie ebenfalls recht kurz. So ist jede der vier extra Folgen im Schnitt grade mal 15 Minuten lang. Alle vier basieren zudem auf Bonuskapiteln des Mangas, welche nichts direkt mit der Handlung zu tun haben, was sie jedoch nicht weniger sehenswert macht. Die ersten beiden Episoden dieser Collection fühlen sich ein wenig wie Folgen der 2003 Serie an.



In „Der Blinde Alchemist“ hören Edward und Alphonse von einer geglückten menschlichen Transmutation und gehen der Sache auf dem Grunde, wobei sie auf ein verstörendes Geheimnis stoßen. Die Folge endet dabei auf eine moralisch fragwürdige Weise und ist so ziemlich das einzige Mal, in der Ed und Al niemanden wirklich helfen können. Es ist eine überraschend düstere Episode, welche definitiv in Erinnerung bleibt.



Die zweite Folge „Einfache Leute“ ist die leichtherzigste Episode der Collection, in der es um die Beziehung zwischen Ed und Winry geht. Dabei liegt der Fokus auf seinen Versuchen, ihrem Zorn zu entgehen, was zu einigen lustigen Momenten führt. Das wäre wohl auch der beste Weg, diese Folge zu beschreiben: Lustig.



„Die Geschichte der Meisterin“ erzählt von Izumis einmonatigen Aufenthalt in den Briggsbergen, welcher in der Hauptserie mehrfach erwähnt wurde, meist mit komödiantischen Effekt. Daher ist es sehr befriedigend, diese Geschichte endlich zu sehen. Hier lernt man einige nette Details über ihren Charakter. Gleichzeitig ist die Folge aber auch sehr witzig, was aus ihr einen unterhaltsamen Spaß macht. Notiz am Rande: Man sollte bis zum Ende der Credits warten, da dort noch eine sehr amüsante Szene versteckt ist, welche man leicht übersieht.



Die vierte OVA, „Ein weiteres seiner Schlachtfelder“ ist aber wohl die interessanteste der Vier. Sie dreht sich um Mustangs Zeit als Kadett und im Ishval-Krieg. Dabei spielen Diskriminierung und die Schrecken des Krieges eine Rolle. Als großen Bonus sieht man die Anfänge von Mustangs und Hughes' Freundschaft und es wird eine alternative Charakterinterpretation Hughes ermöglicht. Es ist verhältnisweise schwere Kost mit einen recht bitteren Nachgeschmack, vor allem da man Hughes' Schicksal kennt, was diese Episode aber gleichzeitig zu einen der besten Einträge der gesamten Serie macht.

 

Auch wenn die OVAs recht kurz sind, sind sie definitiv einen Blick wert, gerade „Die Geschichte der Meisterin“ und „Ein weiteres seiner Schlachtfelder“ sind für jeden Fullmetal-Fan Pflicht.

 

 

 

Die Qualität der vorigen Volume wird gehalten und lässt sich von daher nur als wunderbar bezeichnen. Grade da Mustang seine Fertigkeiten als Flame Alchemist vollausreizt, kommen seine Flammen gut zur Geltung.



Die OVAs sind vielleicht in einigen Szenen noch detaillierter als die Hauptserie und kann grade in einigen Standbildern punkten, aber auch die Gesichtsausdrücke wirken in diesen etwas emotionaler als gewohnt.



Die musikalische Untermalung ist wie gewohnt ebenfalls superb. Vor alledem bemerkenswert ist aber das neue Opening, “Rain” von CID, was von Ton wesentlich ruhiger und melancholischer als die letzten beiden Openings der Serie ist, was ein wenig überrascht, jedoch gut passt. “Rain” wird zudem in einer Folge als Insert-Song genutzt und schafft es eine actionreiche Szene wesentlich emotionaler zu machen.


 

 


Die Lokalisierung ist wieder einmal gut gelungen und relativ genau am Original orientiert. Wie bei den vorigen Volumes spiegeln die Untertitel aber wieder nur das deutsche Script wieder, was natürlich jene enttäuschen wird, welche sich eine eher wörtliche Übersetzung in den Untertiteln wünschen.

 

Zudem kann man bei der OVA-Collection ein wenig Erbsen zählen. So redet Edward in „Der Blinde Alchemist“ über menschliche Transmutation was in der deutschen Fassung unnötig vage nur mit Transmutation bezeichnet wird. Ein Fan wird kein Problem haben der Unterhaltung folgen zu können, doch wirkt es ein wenig unnatürlich in dieser Szene, dass sie nur "Transmutation" sagen, ohne es genauer zu definieren.


 

 


Vol.7 kommt wieder mit einigen Extras. So bietet es wieder mit Omakes, welche einige Szenen der Serie auf den Arm nehmen, aber ungleich der Folgen nur untertitelt vorhanden sind und einer Clean-Fassung des Openings und Endings.

Es gibt auch Outtake-Video mit beiden Davids, als David Turba (Edward) und David Nathan (Roy Mustang). Zudem ist auch wieder ein Interview mit David Nathan dabei, in welchen er ein wenig über seine Arbeit und Hobbys redet. Er ist in übrigens ein Fan von Shooter Spielen, wie Call of Duty und Destiny, also wenn ihr mal eine bekannte Stimme im Voice-Chat hört, einfach mal nachfragen^^

 

Zudem darf man ihn auch ein wenig über die Schulter gucken, da auch ein Video enthalten ist, welche die Aufnahmen der OVA-Folge „Ein weiteres seiner Schlachtfelder“ zeigt. Allerdings sind diese Videos alle auf Vol.7. Die OVA Collection bietet leider überhaupt keine Extras, mit Ausnahme einiger Trailern für andere Serien und ein paar Screenshots, was bei der bereits recht kurzen Laufzeit der Folgen recht enttäuschend ist und grade David Nathans Aufnahmevideo hätte sich vielleicht eher für die OVA-Collection geeignet.


 

 

Vol. 7

+Hervoragende Animation

+Guter Soundtrack

+Finale der Serie wird brillant eingeläutet

-Endet abrupt mitten in der Action

 

OVA-Collection

+Detailreiche Animation

+Tiefe Einblicke in die Vergangenheit einiger Charaktere

-Nicht einmal die halbe Laufzeit einer normalen Volume

-Überhaupt keine nennenswerten Extras

 

Fullmetal Alchemist Vol.7 und die OVA-Collection sind zweifelsohne gute Produkte. Die Qualität stimmt in beiden Fällen und wer die Serie mag wird ohne hin zur siebten Volume greifen und mit den voranschreiten der Handlung zufrieden sein.


Die OVA-Collection ist aber leider eine andere Geschichte. Zwar ist auch hier die Qualität superb und alle vier Folgen sind sehenswert, doch sind sie nicht nötig um die Serie genießen zu können. Man kann es empfehlen, doch muss jeder für sich entscheiden, schließlich kriegt man hier quantitativ recht wenig für sein Geld geboten. Zwar ist der Preis geringer, als der einer normalen Volume, doch sind es halt nur vier anstatt acht Folgen, welche obendrein grade mal so lang sind wie drei Episoden der Hauptserie. Dazu kommt die Abwesenheit von nennenswerten Extras. Dennoch sollte man es nicht von vorne rein ausschließen. Wer sie sieht, wird definitiv nicht enttäuscht sein.

 

Fullmetal Alchemist Vol. 7 kann hier auf DVD und Blu-ray bestellt werden.

Die OVA-Collection findet ihr wiederum hier auf DVD und Blu-ray.

 

© Hiromu Arakawa/FA Project, MBS

 

 - Netan93

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