Blu-ray Review: Dragon Ball Z: Kampf der Götter (+Gewinnspiel)

Stählerne Neuauflage

Die folgende Review zu Kampf der Götter erschien bereits im August 2015 auf unserer Seite. Anlässlich der Neu-Veröffentlichung als Steelbook veröffentlichen wir den Artikel nochmal neu, inklusive eines geupdateten Gewinnspiels.

 

Kaum ein Anime hat für deutsche Fans eine derart große Bedeutung wie Dragon Ball. Sich Anfang der 2000er jeden Nachmittag nach der Schule vor den Fernseher zu pflanzen, um erneut darüber frustriert zu sein, dass Frieza immer noch nicht besiegt ist, war damals ein weit verbreitetes Ritual. Seit einiger Zeit kehrt das Franchise nun schon auf die Bildschirm zurück - zuletzt mit dem Film Revival of F sowie die neue TV-Serie Dragon Ball Super. Den Anfang jener Rückkehr stellte jedoch vor zwei Jahren die japanische Veröffentlichung von Dragon Ball Z: Kampf der Götter dar, welcher nicht nur als erste "offizielle" Dragon Ball-Geschichte seit knapp 20 Jahren galt (war es doch die erste Involvierung von Serienvater Akira Toriyama seit dem Ende von Z), sondern nun auch verspricht, deutsche Fans mit einer Wiedervereinigung nahezu sämtlicher alten Sprecher zu beglücken. Am morgigen Tag veröffentlicht Universum den Film hierzulande auf DVD und Blu-ray und wir haben nicht nur bereits einen Blick drauf werfen können, sondern auch ein paar Gewinnspielexemplare für euch organisiert.

 

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Die wohl wichtigste Information vorweg: Wer nicht bereits großer Dragon Ball-Fan ist, wird an diesem Film wenig Gefallen finden. Wer jedoch bereits in seiner Kindheit und Jugend bei den Kämpfen gegen Frieza, Cell und Buu mitgefiebert hat, wird sich heir exzellent unterhalten fühlen.

 

Die Handlung des Films setzt wenige Monate nach der Vernichtung Buus und der Wiederherstellung des Friedens auf der Erde ein. Son Goku geht seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Trainieren, auf Meister Kaios Planeten nach, während auf der Erde eine Feier für Bulmas Geburtstag vorbereitet wird. Doch wäre es kein Dragon Ball-Film, wenn nicht schon bald eine neue Bedrohung ihr Gesicht zeigen würde. In einer weit entfernten Galaxie erwacht der Gott der Zerstörung Beerus aus einem langen Schlaf, in welchem er von einem Kampf gegen etwas, was sich Super Saiyajin-Gott nennt, geträumt hat. Die felinische Gottheit ist fortan von dem Gedanken besessen, diesen neuen Kontrahenten zu finden und nimmt sogar die Erde selbst als Geisel, um seinen Willen durchzusetzen. Nun liegt es an den Z-Kämpfern, dafür zu sorgen, dass Meister Beerus nicht die Geduld verliert und aus kurzweiliger Wut heraus die Erde zerstört.

 

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Die Haupthandlung von Kampf der Götter mag eher simpel und dies ist sie auch. Anstelle von großen überraschenden Twists beschloss man, sich bei der Rückkehr von Son Goku und Co. sich vor allem auf eines zu konzentrieren: Spaß. Der Film trieft dabei vor Fanservice und bietet eine gesunde Mischung aus Humor und Action. Es wird nie vorgespielt, eine epische Handlung zu erzählen, stattdessen fokussiert man sich stets darauf, dem Zuschauer die maximale Unterhaltung zu bieten. Über den Verlauf des Films wir man mit altbekannten Gags wie Muten Roshis Perversion und Chi-Chis Temperament zum Lachen gebracht,doch reihen sich hier auch neue Methoden zum Reizen der Lachmuskeln ein, allen voran Vegetas mittlerweile legendärem Bingo-Tanz sowie dem finalen Auslöser, welcher Beerus zur Zerstörung der Erde bewegt (welchen wir hier wirklich nicht spoilern möchten).

 

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Das eher actionreiche letzte Drittel bietet dabei einen optishc beeindruckenden, wenn auch etwas kurz geratenen Kampf (dass so etwas bei Dragon Ball möglich ist...) zwischen Son Goku und Beerus, dessen Auflösung durch seine Unkonventionalität eher überrascht und gerade dadurch Lust auf den nachfolgenden Film macht, welcher bis heute leider immer noch unlizenziert ist.

 

Dennoch ist der Film trotz all seinem Charme nicht ohne Schwachpunkte: So lässt sich logischerweise nicht jeder einzelne Charakter in 100 Minuten adäquat verwerten - dafür bietet das Dragon Ball-Universum einfach zu viele interessante Persönlichkeiten. So kommen viele Charaktere zu nicht viel mehr, als ein, zwei Sätze von sich zu geben und dann das Feld wieder Son Goku, Vegeta und Beerus zu überlassen. Dies ist bei einem Filmformat zwar durchaus nachvollziehbar, wer jedoch hofft, dass sein Lieblingscharakter genügend Zeit im Mittelpunkt erhält, wird möglicherweise enttäuscht sein.

  

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Universum veröffentlicht den Film hierzulande sowohl auf DVD als auch auf Blu-ray. Die von uns geprüfte Blu-ray-Fasssung bot dabei folgende Daten:

 

  • Video
    • 1920x1080p
  • Audio:
    • Japanisch (DTS-HD 2.0)
    • Deutsch (DTS-HD 2.0)
  • 2 deutsche Untertitelspuren, einmal für Schilder und einmal komplett
 
Bei unserer Testversion konnten wir ein vollkommen klares Bild genießen und keinerlei Artefakte oder ähnliche Bildstörungen feststellen. Der Ton war ebenfalls klar, wenn auch nur in Stereo vorhanden. Besitzer einer Surround-Anlage müssen hier leider den Kürzeren ziehen.
 
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Toei war sich offensichtlich bewusst, was die Rückkehr eines solchen Franchises auf den großen Bildschirm bedeutet und hat entsprechend viel Mühe in die Animation des Streifens gesteckt. Nicht nur die komödiantischen Portionen in den ersten zwei Dritteln sind detailreich und konsistent gut animiert und unterlegen fabelhaft die komödiantischen Aspekte, auch die Kampfszenen sind trotz ihrer Kürze schnell und intensiv und können trotz leichten CGI-Einsatzes überzeugen. Insbesondere im Vergleich zu den jüngsten Folgen der TV-Version sieht die Animation geradezu beeindruckend aus.
 
Musikalisch bedient sich der Film primär an bewährten Dragon Ball-Melodien, allen voran natürlich das ikonische "Cha-La Head-Cha-La", welches sowohl kurz während des Intros als auch während der Credits spielt. Darüber hinaus wird der Film durch den Insertsong "HERO ~ Kibou no Uta" ergänzt, der im Finale des Kampfes gegen Beerus das Blut noch einmal ordentlich zum Pumpen bringt.
   
 
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Universum hat die Tat vollbracht, welche viele Fans für unmöglich gehalten hatten: Man hat nahezu sämtliche Originalsprecher aus Dragon Ball Z wieder vors Mikro gekriegt und sie klingen, als wäre kein Tag vergangen, seit dem Ende der Serie. Von Tommy Morgenstern als Son Goku über Karl Schulz als Muten Roshi und David Nathan als Piccolo bis hin zu Roland Hemmo als Erzähler des Intros bietet die deutsche Vertonung einen Trip in die Vergangenheit, den sich wohl kaum einer hätte träumen lassen. Die einzigen wirklich auffälligen Ausnahmen sind Konrad Bösherz, welcher nun die Rollen des Prinz Pilaw anstelle von Heinz Baumeister übernimmt, sowie die jungen Versionen von Trunks und Son Goten, deren Sprecher schlicht und einfach erwachsen geworden sind. Besonder beeindruckend stellen sich dagegen Oliver Stritzel als Meister Beerus und Oliver Feld als Whis dar. Beide verstehen es, auf brillante Weise sowohl die Bedrohlichkeit als auch den Witz der Charaktere rüberzubringen und vermögen es grade beim Humor, diesen stellenweise besser darzustellen als ihre japanischen Pendants.

 

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Ebenso überzeugend stellt sich das Skript dar: Nicht nur hat man sich hier an alle bekannten Begrifflichkeiten des "deutschen" Dragon Ball gehalten, man hat sich auch an entsprechenden Stellen notwendige Freiheiten genommen, um das Skript mit Leben zu versehen. Während die Untertitel hier eine genauere Übersetzung bieten, wurde das Dialogskript um mehrere Gags und Wortspiele erweitert und aufgefrischt ("Wie gut, dass man Scherzkekse wie mich nicht essen kann"). So befindet sich auf Universums Release eine quasi makellose Lokalisierung, welche nicht nur alteingesessene Fans befriedigt, sondern auch objektiv mit enorm hoher Qualität glänzen kann.

 

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So gut die Lokalisierung ist, so mager fallen leider die Extras aus. Auf der Standardversion finden sich neben ein paar Trailern leider keine Extras, sodass der Suchende hier den Blick auf die Collector's Edition richten muss. Diese bietet eine Reihe von Postkarten sowie ein 24-seitiges Booklet in einer Sammlerbox, welche sowohl die DVD- als auch die Blu-ray-Fassung des Films beinhaltet. Auf diese konnten wir für diese Review leider keinen Blick werfen, sodass wir uns hier leider enthalten müssen.

 

Das Steelbook kommt derweil mit einem Set an Postkarten sowie einem 24-seitigen Booklet mit einigen Hintergrundinfos zum Film. Leider kostet es gegenwärtig ganze 2 € mehr als die noch etwas schönere Collector's Edition, welche noch mit einer bedeutend schöneren Box daherkommt. Dafür hausen hier jedoch auch sowohl die DVD als auch die Blu-ray-Version in der Verpackung, sodass es gerade für Sammler mit limitiertem Platz eine gute Alternative darstellt.

 

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+Rückkehr des Dragon Ball-Universums in Höchstform

+nahezu sämtliche Sprecher der deutschen TV-Fassung wieder präsent

+Umfangreiche Collector's Edition ...

-...dafür magere Standard-Version 

-wirklich nur für Fans des Franchises geeignet


+ Steelbook schöne Alternnative zur Collector's Edition ...

- ... die jedoch trotz imposanterer Box aktuell günstiger ist

 

Bei einer solchen positiven Review mag es scheinen, als sei dies hier ein absoluter Pflichtkauf, den sich jeder ins Regal stellen müsste. Dies möchte hier jedoch verneinen: Es ist ein Pflichtkauf einzig und allein für Dragon Ball-Fans. Man erfährt keinerlei Einführung in das Universum und die Handlung setzt eine große Vertrautheit mit sämtlichen Charakteren voraus. Wer jedoch seinerzeit jeden Tag RTL II eingeschaltet hat, um die Abenteuer der Z-Krieger zu verfolgen, sollte keine Sekunde zögern, sich diesen Film ins Regal zu stellen.

 

 - kayserlein

 

Dragon Ball Z: Kampf der Götter kann hier als Steelbook auf Amazon bestellt werden.

 

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Wenn wir schon alte Reviews aufwärmen, muss dies natürlich wenigstens mit einem neuen Gewinnspiel dabei sein. Daswegen könnt ihr mit ein wenig Glück bald ein Exemplar des Steelbooks in eurem Briefkasten finden. 

 

Alle Details findet ihr im folgenden Facebook-Post:

  

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