Blu-ray Review & Analyse: Bakemonogatari Vol. 1

Mett, Metta, Meta... nun auch in einem Harem

Bakemonogatari ist der sich am meisten verkaufende Anime im neuen Jahrtausend. Doch wie kann eine Serie voller Geistergeschichten rund um ein Haufen Mädels in einem Haremsetting solchen Erfolg einfahren? Und kann Bakemonogatari seinen Hype rechtfertigen und ihn in Deutschland erneut entfachen? Wir erzählen es euch...

 

Bakemonogatari ist ursprünglich als zweibändige Light Novel aus der Feder von Nisio Isin erschienen und hat mehrere Spinoffs hervorgebracht, die überaus populär waren. Deswegen ist es nicht weiter erstaunlich, dass Studio Shaft sich des Materials annahm und eine Animeserie daraus produzieren wollte. Akiyuki Shinbou hatte kürzlich mit Shaft erfolgreich für die Comedy-Serie Sayonara Zetsubo Sensei zusammen gearbeitet, weshalb man ihn auch für die Regie bei Bakemonogatari einspannte. Denn dieser hatte mit Magister Negi Magi Negima! bereits bei einem erfolgreichem Harem diese Position inne gehabt.

 
 
 

 

„Oberschüler Koyomi Araragi ist nicht unbedingt das, was man einen Musterschüler nennen könnte. Eines Tages wird er während der jährlichen Golden Week von einem weiblichen Vampir angefallen und gebissen. Nun selbst ein Vampir, ist es mit seinem bisherigen normalen Leben vorbei, denn plötzlich sieht er übernatürliche Wesen wie Gespenster und Dämonen. Hilfe sucht er sich bei Meme Oshino, der ein Experte für übernatürliche Erscheinungen ist. Zwar wird Koyomi dank ihm wieder fast ein Mensch, doch einige Nebeneffekte durch die Verwandlung zum Vampir bleiben erhalten. So verheilen seine Verletzungen nach wie vor schneller und er kann im Dunkeln sehen. Und obwohl er kein richtiger Vampir mehr ist, erlebt er immer wieder Paranormales – auch bei seiner Klassenkameradin Hitagi. Als er hinter ihr Geheimnis kommt, greift diese ihn plötzlich an ... “


[via akibapass]

 

Koyomi Araragi

 

Koyomi hat seit einem Überfall von einem Vampir in den Frühlingsferien trotz der Rückverwandlung dank Meme Oshino zu einem Menschen mit immer noch schärferen Sinnen und einer größeren Heilkraft als gewöhnlich. Er ist eher faul, kommt er doch ohne die „Hilfe“ seiner beiden Schwestern nicht aus dem Bett und glänzt mit eher unterdurchschnittlichen Noten, sodass er von einem guten Abschluss nicht mehr zu träumen wagt. Sein spielerisches Interesse an Hitagi Senjougahara wird durch einen Unfall im Treppenhaus geweckt, dass ihn in Gefahr bringen wird. Neugier und jugendliche Unsicherheit kennzeichnen seine Stimme, die von Hiroshi Kamiya (u.a. Yato aus Noragami) in der japanischen und von David Turba (u.a. Edward Elric aus Fullmetal Alchemist) in der deutschen Fassung den passenden Ausdruck bekommt.

 
 

Hitagi Senjougahara


Die Tochter aus gutem Hause ist überaus sportlich, hat gute Noten und sieht sehr gut aus. Doch im Gegensatz zu diesen Merkmalen wirkt sie recht unscheinbar und hat keine Freunde, da sie sich seit der Mittelschule selbst isoliert hat. Denn in der Oberschule ist sie recht häufig krank und wirkt schwächlich, was sie jedoch nicht davon abhält, bei Bedarf ein äußerst selbstbewusstes und schlagfertiges Auftreten hinzulegen. Diese widersprüchliche Persönlichkeit weiß sich mit ihrer Vielzahl an Schreibutensilien als Waffen zu wehren, weshalb sie sich nicht ohne Ironie als Tsundere bezeichnet. Dieses verletzliche Selbstbewusstsein spiegelt sich in der Stimme von Chiwa Saitou (u.a. Yona aus Akatsuki no Yona) in der japanischen Sprachausgabe und von Anja Stadlober (u.a. Five in Terror in Tokio) in der deutschen Fassung wieder.

 
 

Mayoi Hachikuji


Die lebhafte Grundschülerin ist an jenem Muttertag, als sie auf Koyomi trifft, auf dem Weg zu ihrer Mutter Tsunade. Sie hat, auch wenn sie es nicht zugeben will, sich verirrt und weiß nicht mehr, wie sie dorthin kommen kann. Doch das heißt noch lange nicht, dass sie Hilfe von einem fremden Kerl wie Koyomi annimmt, setzt sie doch trotz ihres Altersunterschied bei jeder Auseinandersetzung auf eine Rauferei. Diese verliert die mit einem riesigen Rucksack ausgestattete Fünftklässlerin dem körperlichen Nachteilen entsprechend immer. Ihre aufgedrehte Stimme wird im Japanischen von Emiri Katou (u.a. Kyubey aus Puella Magi Madoka Magica) intoniert, Jodie Blank (u.a. Patema in Patema Inverted) sorgt für die deutsche Interpretation.

 
 

Meme Oshino


Der ziemlich verschrobene Freund von Koyomi haust in einem verlassenen Gebäude, das eher wie eine unwirtliche Baustelle denn wie eine Heimstatt aussieht. Doch er ist kein klassischer Hausbesetzer, denn er bestreitet seinen Lebensunterhalt mit seinem Wissen über alles übernatürliche. Indem er Menschen mit auftauchenden Problemen mit solchen Phänomenen hilft, wird er zu einer Mischung aus Priester und Exorzist - auch wenn sein Erscheinungsbild als rauchender Hawaii-Hemdträger dazu nicht wirklich passt. Seine verschrobene Stimme wird von Takahiro Sakurai (u.a. Arataka Reigen aus Mob Psycho 100) im japanischen und von Peter Flechtner (u.a. Arsène Lupin III) im deutschen die passende Persönlichkeit verliehen.

  

Bakemonogatari lässt sich vollständig eigentlich nur im Kontext der Otaku-Kultur rund um Anime des Haremgenres und von Die Melancholie der Haruhi Suzumiya verstehen.

Das Haremgenre als Eckstein vieler Animeproduktionen speist sich aus dem Habitus vieler Otakus und Animefans, sich bei einer Serie einem der weiblichen Charakter zu widmen, die wahlweise ihrem bevorzugten Charakterarchetypen oder Phänotypen entsprechen, teilweise obsessiv. Wie sonst erklären sich Dakimakura, mit Charakteren bedruckte Körper große Kissen? Dabei werden dem Zuschauer mit dem Protagonisten als Projektionsfläche verschiedene Charakterarchetypen, Phänotypen und Fetische an Mädchen an den Hals geworfen.

 

In diesem Kontext findet das Aufeinandertreffen von Araragi und den verschiedenen Mädchen statt. Diese weisen unterschiedliche Probleme auf, die mittels der ihr begegneten übernatürlichen Phänomene verstärkt werden, die unser Held retten muss. Insofern könnte es nicht näher an einem Harem sein, wenn nicht noch eine andere Ebene in der Geschichte präsent wäre.

 

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Und hier kommen wir zu Die Melancholie der Haruhi Suzumiya, einer Serie, die auf der Metaebene damit begonnen hat, Otakus und ihre Hobbys zu persiflieren und somit zu kritisieren. Die Charaktere wie Hitagi bezeichnen sich selbst nach ihren Archetypen, in dem Fall Tsundere, und streifen damit die vierte Wand oder fragen wie Araragi nach der Moral, wenn man von einer Grundschülerin sexuell stimuliert wird, was den Spiegel auf den Zuschauer richtet. Denn dieser ist es ja, der derart sexuell konnotierte Anime kauft und konsumiert.

 

Letztendlich funktioniert ein Harem nur über die Fetische, die in Form seiner Charaktere bedient werden. Eine gute Haremserie beinhaltet nicht nur die Stereotype ansprechenden Charaktere, sondern auch gut geschriebene, dass heißt mehrschichtige Personen, in denen zumindest etwas mehr vorgeht. Doch wie schafft man es, Personen halbwegs glaubwürdig den Archetypen wie Tsundere nachzuempfinden? Bakemonogatari schafft es, indem man die psychologischen und emotionalen Traumata behandelt, die nötig wären, um Menschen in solch extreme Persönlichkeiten zu verwandeln. Damit der Spaß aber nicht zu kurz kommt, weil der Anime zu einem Drama verkommt, werden diese Traumata in Form der Geister und Götter externalisiert, die Araragi “bekämpfen” kann. So wird das Problem zumeist nur oberflächlich behandelt, weswegen die meisten Charaktermerkmale weiter bestehen können. Jedes der Mädchen erhält eine eigene Geschichte, die sich über mehrere Episoden erstreckt, es bleibt also genug Zeit zur Betrachtung jeden Charakters und seiner Geschichte.

 

Gebadet.jpg

 

Am Beispiel von Senjougahara äußert sich ihre klassische Art einer Tsundere, deren tragischen Familiengeschichte einer in einer Sekte abgerutschte Mutter die Familie zerstört hat, für das sich Hitagi die Schuld gibt, da deren schwere Krankheit am Ende der Mittelschule Krankheit Auslöser für die Unsicherheit der Mutter war. Da sie verständlicherweise nicht mit dieser Last leben wollte, hat sie diesen Ballast bei einer Begegnung mit einer göttlichen Krabbe abgegeben. Nur dadurch entstand auch das Phänomen, dass sie nur noch einen Bruchteil eines normalen Menschen wiegt, was zu einer Scheu vor Menschen führt - aus Angst, entdeckt zu werden. Aus diesen Gründen baut sie eine kratzbürstige Fassade auf, die ihren weichen Kern schützen soll ... eine klassische Tsundere eben. Das auftauchende übernatürliche Phänomen in Form einer Krabbengottheit ist eine passende Analogie für die daraus resultierende Persönlichkeit.

 

Diese Hintergrundgeschichte macht aber nur einen Teil der Faszination aus, wird doch zu keinem Zeitpunkt der mit dem Genre verbundene Fanservice vernachlässigt. Das passiert aber etwas anders als bei den meisten Serien, da dieser nicht aus dem Zufall des Momentes entsteht, der klassische Sturz des Protagonisten mit der Hand auf der Brust eines der Mädchen, sondern durchweg beabsichtigt. Senjougahara ist keineswegs scheu im Einsatz ihrer Reize, was bei Koyomi als männlichen Hauptcharakter nicht mit der für Haremprotagonisten so üblichen asexuellen Unschuld behandelt, sondern mit jugendlicher Lüsternheit beantwortet wird. Es gibt jedoch eine gewisse Grenze, schließlich soll ja aus Bakemonogatari kein Porno werden, die sich recht logisch aus dem Respekt und leichten Angst vor tatsächlich gelebter Sexualität und Intimität eines Teenagers erklären lässt.

 

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Wenn man Bakemonogatari kurz charakterisieren möchte, kann man es mit den Worten intelligent geschriebener Fanservice tun. Und gerade das macht den Anime so erfolgreich, spielt man doch sexuelle Reize als Verkaufsargument aus, ohne die Story nur als verbindendes Element für den Fanservice zu benutzen. Gut geschriebene Dialoge, die den Charakteren einen größeren Esprit als üblich verleihen und eine leichte auf der Metaebene geäußerte Kritik an dem populären Haremgenre lassen Bakemonogatari aus dem Einerlei des Otaku-Futters herausstechen.

  

 

Bakemonogatari wird von peppermint mit folgenden technischen Spezifikationen auf die Blurays gebrannt:


  •     Format:     16:9, 1920p x 1080p    

  •     Ton:     Deutsch und Japanisch (LPCM 2.0)    

  •     Untertitel:     Deutsch

  •     Spieldauer:     120 Minuten

 

Studio Shaft ist seit der Kooperation mit dem Regisseur Akiyuki Shinbou ja bekannt für einen eigenwilligen Animationsstil.

 

In Bakemonogatari ist dieser Stil deutlich zu erkennen, viele scharfe Kontraste, die durch Helligkeitsunterschiede erzeugt werden und der Szene einen oft surrealen Touch geben. Das ist einer Serie rund um Geister, Götter und andere übernatürliche Phänomene durchaus hilfreich.

 

Dazu kommen noch die extrem schnellen Einblendungen von Texttafeln, die für das gewöhnliche Auge zu kurz sind, um sie zu lesen. Es wird geradezu erwartet, dass der Zuschauer an diesen Stellen die Pausetaste drückt, um diese zu entziffern. Die Einblendungen erzählen nicht ganz unwichtige Grundlagen der Vorgeschichte (die zu einem späteren Zeitpunkt von anderen Staffeln des Franchises erzählt werden) deren Details aber auch nicht von so großem Belang wären, als dass die Geschichte ohne sie nicht zu verfolgen wäre.

 

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Diese schnellen Einblendungen ergänzen sich sehr gut mit den vielen schnellen Schnitten in den Dialogen, welche nahezu jeden Wortwechsel mit einem Perspektivwechsel begleiten. Bei Großaufnahmen werden selbst bei vergleichsweise kurzen Dialogen Bewegungen eingesetzt, um die fehlenden Schnitte zu ersetzen. Häufig bewegen sich Objekte im Vordergrund durch das Bild, was durch die Bewegung der Kamera verursacht würde, wenn es sich um einen Realfilm handeln. Die Perspektivwechsel werden aber auch hin und wieder dazu benutzt, den männliche Blick auf ihre weiblichen Gesprächspartner einzufangen, indem die Kamera auf die sexuell interessanten Körperregionen gerichtet sind - eine versteckte Kritik an Männerwelt, die dem Gehalt an Fanservice zuträglich ist. Dadurch wird in einer so dialoglastigen Serie geschickt die viel zu oft aufkommende visuelle Langeweile vermieden, da der Zuseher ständig aufmerksam sein muss, um den Geschehen zu folgen.

 

Diese Techniken sollen aber nicht die mangelnde Qualität der Animation verdecken, sondern nur deren Mangel in Dialogszenen überdecken. Die vorhandenen Animationen sind äußerst flüssig.

 

Die Hintergründe wirken angesichts der scharfen Kontraste in der Beleuchtung und Farbgebung zum einen realistisch, andererseits auch wiederum irreal. Denn die scharfen Linien in der Umgebung, in Verbindung mit dem teils repetitiven Formen und der großen Helligkeit erinnern an Hochglanzprojekete aus Architekturbüros als an tatsächlich belebte Orte. Dies lässt sich am unten gezeigten Bild gut erkennen.

 

Ein Teil der Irrealität verdanken diese Schauplätze aber auch des freizügigen Arrangements der Objekte, um jeweils bestimmte Botschaften zu transportieren, die die Dialoge in ihren Bedeutungen unterstützen.

 

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Die Openings des Monogatari-Franchise wurden von Megumi Hinata geschrieben, die schon für so bekannte Sänger wie Chieko Kawabe Lieder geschrieben hat, und werden komponiert von Satoru Kosaki, bekannt durch seine Arbeit bei Die Melancholie der Haruhi Suzumiya und dem alternativ angehauchten Trio Clammbon. Sowohl Opening als auch Ending werden von peppermint mittels Untertiteln übersetzt.

 

Die ersten 5 Folgen von Bakemonogatari weisen bereits zwei verschiedene Openings auf, einmal 'staple stable', das passend zur Bewaffnung von Hitagis Bewaffnung mehrere sich durch die Welt stechenden Tackern zeigt. Diese Szenerie, mit Kameraperspektiven aus der realen Welt, wird neben den Tackern ergänzt durch die übergroße unsicher durch die Gegend stampfende gezeichnete Senjougahara. Die untermalende Musik gibt mit dem sanften Gesang der Sprecherin von Senjougahara und der im Text angedeuteten Unsicherheit und Verletzlichkeit einen interessanten Kontrast zu der Optik.

 

Das zweite Opening mit dem Namen 'Kaerimichi' folg der kleinen Mayoi bei ihrer Wanderschaft, die sie in ihrem Schulalltag und bei ihren verirrten Wanderschaften zeigt. Das Lied ist inspiriert von Kinderserien und entsprechend Upbeat mit vielen elektronischen Klängen, unterstützt von einem lebendigen Gesang von Emiri Katou.

 

'Kimi no Shiranai Monogatari' lautet der Name für das Lied des Ending, das von der elfköpfigen J-Pop Band Supercell produziert wurde. Die Bedeutung des Liedes mit Ohrwurmpotential wird von den Bildern unterstützt, in denen ein übergroßes Monster Hitagi symbolisierend, gezeichnet im Stil eines Kinderbildes, durch eine Kamerafahrt begleitet durch eine Stadtlandschaft wandert. Diese Stadtlandschaft ist bevölkert mit ähnlich simplifizierten Figuren der Charaktere der Serie.

 
 

 

Bakemonogatari ist die Hölle für jeden Übersetzer. Der Anime strotzt nur so vor japanischen Wortspielen, die der Neigung vom Autor Nisio Isin in seiner Vorlage entspricht. Nur wie will man diese übersetzen, wenn das schon bei familiär verwandten Sprache wie dem Deutschen mit dem Englischen kaum möglich ist und die größtenteils durch das japanischen Schriftsystem beeinflusst ist, welches dem westlichen Zuschauer in der Regel nicht geläufig ist. Dieser herkulischen Aufgabe muss sich Christian Zeiger als Dialogregisseur stellen.

 

Zunächst einmal ist der japanische Sprechercast hervorragend besetzt, was ein ebenbürtiges Lineup in der deutschen Sprache nicht leicht macht. Peppermint ist dies in weiten Teilen gelungen, was eine erfreuliche Nachricht ist.


Da die schauspielerische Note nicht ganz so bedeutsam ist bei einem eher durch Kabbeleien, Sarkasmus und Ironie triefenden Werk, können die „nur“ guten Leistungen in den wenigen dramatischen Situationen verschmerzt werden. Obwohl nach meinem Dafürhalten die japanischen Sprecher diese Momente etwas besser intonieren konnten.

 

Die Klangfarben der deutschen Sprecher weichen vergleichsweise wenig von den japanischen Kollegen ab. Araragi wirkt dank einer etwas helleren Stimme von David Turba jugendlicher als sein japanisches Pendant Hiroshi Kamiya, Anja Stadlobers Stimme ist etwas weicher und wirkt deswegen fraulicher als die Interpretation von Chiwa Saitou.

 

Das Problem mit Kinderstimmen beziehungsweise hohen Mädchenstimmen besteht auch weiterhin, so dass Mayoi doch älter klingt, auch weil Jodie Blank sie nicht ganz so quengelig rüber bringt. Insgesamt sind die Stimmen und deren Intonation sehr gut getroffen.

 

Die von peppermint zur Verfügung gestellten Untertitel in Weiß mit schwarzer Umrandung sind wegen letzterem auch bei den helleren Hintergründen gut ablesbar. Die Choreografierung der Einblendung der Texte ist meiner Meinung nach gut gelungen, da man sich angesichts der hohen Geschwindigkeit des Sprachflusses in einer Serie mit vielen schlagfertigen Personen einer besonderen Herausforderung stellen musste. Einige Ungenauigkeiten in der Übersetzung, die nur in Teilen mit dem Zeitmangel erklärbar sind, dämpfen aber das Vergnügen.

 

Die Lokalisierung von peppermint bewegt sich angesichts der Vorlage auf einem hohen Niveau, dessen Endergebnis jedoch nicht perfekt ist. Und peppermint war in anderen Veröffentlichungen schon an dieser Perfektion näher dran. Die Lokalisierung kann man dennoch empfehlen.

 
 

 

Bakemonogatari wird von peppermint unterschiedlich verpackt, als üblich bei ihren veröffentlichten Anime. Man setzt auf eine klassische schmale schwarze Bluray Hülle, die von oben in einen aus leichtem Karton bestehenden Einzelschuber eingeführt werden kann. Damit weicht man von der Discbox Slider Verpackung ab, was die Einführung in den Schuber etwas fummeliger und den Schuber weniger stabil macht, die Langlebigkeit der Plastikhülle ist bei häufiger Benutzung jedoch unschlagbar. Die Haptik macht hierfür jedoch einige Abstriche. An Extras mangelt es der Standard Edition, da nur das Ending und die Openings ohne Texteinblendungen nebst ein paar Trailern auf die Scheibe gebrannt werden.

 

34,99 € ist für 5 Folgen Anime kein so unüblicher Preis, jedoch eine Ecke teurer als die kürzlichen Veröffentlichungen von peppermint, insbesondere angesichts des Fehlens von Extras. Die Qualität der Serie dürfte jedoch bei der Kaufentscheidung über die Preishürde helfen.

 
 

 

+sinnvoll integrierter Fanservice

+intelligente Dialoge

+schlau eingesetzte Optik und interessanter Animationsstil

-Fanservice, der mit Mayoi pädophile Untertöne erhält

 

Charaktere, deren Gespräche in ihrer Dynamik Esprit verströmen, kontextuell gut eingefügter schön anzuschauender Fanservice und ein eigenwilliger Zeichen- und Animationsstil, der aus dem Einerlei ausbricht, sind die Zutaten für diesen Hit. Und da die Animefans in unseren Lande sich nicht krass von denen im Land der aufgehenden Sonne unterscheiden, wird diese Kombination auch hier ein Erfolg, den sich Bakemonogatari mit einer guten Komposition verdient. Absolute Gegner jedweden Fanservice wird der Anime jedoch auch nicht bekehren können, allen anderen ist eine uneingeschränkte Empfehlung auszusprechen.

 

Bakemonogatari Vol.1 kann man im Shop von Akibapass bestellen.

 

© Nisioisin / Kodansha et al.

 

Sämtliche Aussagen dieser Rezension reflektieren lediglich die Meinung des Autoren und nicht die von Crunchyroll und seiner Partner.

 

- Reziprok

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