Blu-ray Review: God Eater

Ufotable serviert Götterspeise

Die Welt ist untergegangen. Gottähnliche Kreaturen wandern über die Erde und bedrohen die letzten Reste der Menschheit. Die einzige Hoffnung ist Fenrir, eine Organisation die einen Weg gefunden hat diese Götter, genannt Aragami, zu bekämpfen.

 

Im Juli 2015 erschien der Anime zum Spiel God Eater. Dieser Anime wurde vom Studio ufotable geschaffen, Daisuki ließ uns diese im Simulcast genießen und KSM hat am 30.08.2016 begonnen, die Serie in Deutschland auf Blu-Ray und DVD zu veröffentlichen - passend zum Release des neuen God Eater Videospiels. Wir werfen für euch einen Blick auf die gesamte Serie!

 


Japan 2071: Nachdem die Welt zu einem großen Teil von den Aragami, einer Art extrem gefährlicher und anpassungsfähiger Monster, zerstört wurde, bleibt als einzige Hoffnung die Organisation Fenrir, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Aragami zu vernichten. Die Kämpfer der Organisation sind als God Eater bekannt, welche allein durch ihre God Arcs, spezielle aus den Zellen der Monster hergestellte Waffen, in der Lage sind, diese zu töten. Der junge Lenka Utsugi schließt sich der Einheit an und beginnt seine Ausbildung, um mit den anderen God Eatern wie Alisa, Soma und Lindow die Welt und die Menschheit zu retten. Basierend auf den gleichnamigen Videospielen zeigt dieser Anime actionreiche und blutige Kämpfe zwischen den Aragami und den God Eatern.

 

[vie KSM]

 

Lenka Utsugi


Lenka ist der Hauptcharakter der Serie. Nachdem seine Adoptivfamilie von Aragami getötet wurde, da sie außerhalb des Schutzwalls lebten, trat er Fenrir bei um Rache zu üben. Er wurde ein New-Type God Eater und begann seine Jagd. Da er ein schneller Lerner ist, kann er schnell Erfolge vorzeigen und gewinnt den Respekt seine Kameraden, für die er sterben würde. Seine japanische Stimme stammt von Ryuuichi Kijima (u.a. Fuu Yamanaka aus Naruto) und seine deutsche kommt von Konrad Bösherz (u.a. Yugi Muto aus Yu-Gi-Oh!).

 

Alisa Illinichina Amiella


Alisa ist, genau wie Lenka, ein New-Type God Eater. Allerdings wurde sie von Russland zum Stützpunkt Dern-Ost versetzt, um dort ein Projekt zu unterstützen. Sie ist eine stolze junge Frau, die gerne sagt was sie denkt. Leider ist sie psychologisch instabil, da sie als Kind mitansehen musste, wie ihre Eltern gefressen wurden. Maaya Sakamoto (u.a. Motoko Kusanai aus Ghost in the Shell) leiht ihr ihre Stimme im Japanischen, im Deutschen tut dies Birte Baumgardt (u.a. Nanase Haruka aus Free!).

 

Rindou "Lindow" Amamiya

 

Lindow ist der Kommandant der ersten Einheit des Stützpunktes Fern-Ost. Er ist ein Veteran- God Eater und für ihn ist es am wichtigsten, dass seine Kameraden lebend zurückkehren. Er empfindet Empathie für die Menschen, die außerhalb der Mauern leben und hilft ihnen. In der originalen Synchronisation wird er von Hiroaki Hirata (u.a. Benny aus Black Lagoon) und in der Deutschen von Björn Schalla (u.a. Sora aus No Game No Life) vertont.

 

Wer sich God Eater ansieht, sollte sich auf eine Menge Action und Blut gefasst machen, denn im Jahr 2071 geht es keinesfalls freundlich zu. Kämpfe dominieren die Serie und diese sind sehr gut in Szene gesetzt. Dazu kommt, dass trotz der vielen Scharmützel die Story nicht zu kurz kommt, auch wenn diese nicht die beste ist.

 

god-eater4.jpg

 

Besonders Fans der Spiele finden hier und da Charaktere und Gebiete die ihnen bekannt vorkommen werden. Allerdings spiegelt die Story nur einen Teil des ersten Spiels wieder. Selbstverständlich wurden die Aragami nicht verändert. Dabei ist es besonders cool, wenn selbst die unwichtigsten Personen des Spiels einen Auftritt haben. Leider wurde die Geschichte zu großen Teilen verändert, um sie animegerecht zu machen und der Anime erzählt diese auch nur bis ca zur Hälfte des Spiels. Beispielsweise wurde die Krankheit, die den Protagonisten im Spiel befällt, zwar auf Lenka übertragen, allerdings ist diese in der Serie von anderer Natur. In beiden Fällen kämpft der Hauptcharakter trotzdem weiter.

 

screenshot003.jpg

 

In God Eater wird die Geschichte nicht perfekt chronologisch erzählt. In der Mitte des Animes gibt es einen Einschub zu Lenkas Vergangenheit: Was er tat und wie er lebte, bevor er zu Fenrir ging. Dies unterstützt die Erzählung aber eher und verhindert das Aufkommen von Langeweile in Lenkas sich teilweise wiederholendem Alltags. Außerdem lernt man Lenka dadurch besser kennen und er wächst den Zuschauern ans Herz. Des Weiteren wirft dies erneut Licht auf Fenrirs Politik und das Leben außerhalb des schützenden Walls.

 

screenshot004.jpg

 

Besonders hervor sticht die Entwicklung der Charaktere. Auf den ersten Blick wirkt Lenka wie jemand, der von Rache zerfressen wird und Alisa wie ein hochnäsiges Gör. Dieser Eindruck täuscht: Lenkas Hauptinteresse besteht darin, seine Kollegen oder besser gesagt andere Menschen zu retten. Eine richtige Entwicklung ist bei Alisa zu beobachten. Von ihrer selbstverliebten Art wird sie zu jemanden, die sich um ihre Kameraden sorgt und auf die sich andere verlassen können. Außerdem schafft sie es, ihre Angstzustände teilweise zu überwinden.

 

24.jpg

 

Auch wenn die eigentliche Geschichte von God Eater nicht die beste ist, so bleibt sie interessant, besonders durch einige unerwartete Entwicklungen. Allerding fesselt die Serie am meisten durch das Setting und die Charaktere. Besonders Fans des Spiels werden an einigen Stellen positiv überrascht, aber an anderen auch enttäuscht.

 

 

Die Blu-ray Version von God Eater liefert KSM mit folgenden technischen Spezifikationen:

 

  •  Format: 1920 x 1080p

  •  Ton: Deutsch (DTS-HD MA 5.1) und Japanisch (DTS-HD MA 2.0)    

  •  Untertitel: Deutsch

  •  Laufzeit 335 Minuten

 

God Eater ist wunderschön … zumindest was die Animationen angeht. Die Umgebung ist mit Details gefüllt, gerade die Charaktere sehen genial aus. Außerdem sind die Animationen weiterhin flüssig und die übermenschlichen Fähigkeiten der God Eater wirken realistisch. Besonders die Effekte der Angriffe der Aragami und der God Arks fallen ins Auge. Auf ein deutsches Typeset hat KSM komplett verzichtet. Dafür werden die wichtigen geschriebenen Sachen mit orangen Untertiteln untertitelt.

 

screenshot001.jpg

 

Die Aragami wurden mit CGI erstellt und eingefügt. Diese sehen allerdings so gut aus, dass diese Entscheidung der Serie nicht schadete, sonder vielmehr die Zuschauer denken lässt, dass dies besser war.

 

screenshot000.jpg

 

Musikalisch hat God Eater ebenfalls nichts falsch gemacht. Erneut finden Fans der Spiele einige bekannte Melodien, aber auch einige neue. Dabei wird zwischen Techno und Rock variiert, die Untermalung bleibt permanent passend.

 

 

Die deutsche Synchronisation von God Eater ist angenehm zu hören. Beinahe alle Charaktere haben passende Stimmen erhalten und die Sprecher liefern eine gute Leistung. Einzig Somas Stimme wirkt unpassend. Dafür sind die Leistungen von Konrad Bösherz und Birte Baumgardt umso besser. Lenkas Gefühlsausbrüche und Alisas Anfälle wurden großartig umgesetzt.

 

screenshot000.jpg

 

Die Untertitel sind abgedunkeltes Orange mit schwarzer Umrandung. Diese sind auf allen Hintergründen gut zu erkennen und in der unteren Mitte des Bildes platziert.

 

 

Selbstverständlich liefert KSM wie üblich eine Trailershow und Screenshots auf jeder Disk jeder Volume mit - allerdings ist das nicht alles: Dazu gibt es die Extra-Episoden 00-03, die Creditless Openings und Endings und Interviews mit Sängern und japanischen Sprechern. Diese Interviews wurden untertitelt.

 

 

+gute Synchronisation

+wunderschöne Animationen

+passender Soundtrack

+- Story nur okay

-Somas Stimme

-teilweise wiederholend

 

God Eater ist ein Anime der vor allem für Fans der Spiele etwas. Aber auch für Zuschauer die das Spiel nicht gespielt haben, kommen auf ihre Kosten. Die Kämpfe sind unterhaltsam und die Story ist ganz nett. God Eater ist vielleicht nicht göttlich, aber zumindest einen Blick wert.

 

God Eater wurde hierzulande auf 3 Volumes veröffentlicht. Hier findet ihr Vol. 1, Vol. 2 und Vol. 3

 

~Hengagenga

 

Sämtliche Aussagen dieser Rezension reflektieren lediglich die Meinung des Autoren und nicht die von Crunchyroll und seiner Partner





0 Kommentare
Schreib den ersten Kommentar!
Sortieren nach: