Blu-ray Review: Trinity Seven Volume 1

Yay, eine neue Magieschule-Harem Serie

Ein perverser Protagonist inmitten seines eigenen Harems, welcher auch noch in einer Welt lebt, in der Magie der Wissenschaft gleichgesetzt ist? Japan scheint gewisse Klischees wirklich zu lieben - oder versteckt sich unter der Schale von Trinity Seven doch mehr als nur ein weitere Fanservice-Anime?


Die Serie erschien im Oktober 2014 in Japan und KSM bringt diese nun zu uns in physischer Form nach Deutschland, wodurch wir in den Genuss von Aratas Perversionen und seiner Magie kommen können. Ob diese unterhaltsam sind oder nicht mehr als Zeitverschwendung, lest ihr in dieser Review zu den ersten vier Folgen.


 

„Hochmut“, „Neid“, „Zorn“, „Faulheit“, „Gier“, „Völlerei“ und „Wollust“ – die Erforschung dieser Themen wurde sieben Mädchen auferlegt, den „Trinity Seven“ die über die „Royal Biblia“-Akademie regieren. Um seine normale Welt wieder zurückzuholen, fasst ein Junge den Entschluss, eben diese sieben Themen zu meistern. Denn der Alltag, wie ihn der Junge Arata Kasuga kennt, verschwand mitsamt seiner Cousine Hijiri bei einem mysteriösen Vorfall, einem sogenannten „Zerfallsphänomen“, in einer anderen Dimension. Um es aufzulösen und Hijiri zurückzuholen, geht Arata auf die „Royal Biblia“-Akademie, um von den „Trinity Seven“, die Magie zu lernen.

 

[via KSM]

 

Arata Kasuga


Arata lebte zusammen mit seiner Cousine Hijiri in einer Kleinstadt Japans, bis diese von einem “Zerfallsphänomen” verschluckt wurde. Kurz bevor auch Hijiri verschluckt wurde, schenkte sie ihm ein Zauberbuch. Arata wünschte sich sein altes Leben zurück und schuf somit eine alternative Welt. Als er sich jedoch an seine Vergangenheit erinnert und erfährt, dass Hijiri noch am Leben ist, beschließt er, auf die königliche Biblia-Schule zu gehen, um seine Magie weiter zu trainieren. Er gilt als Teufelskandidat, da er Zerfallsphänomene hervorrufen und zum Teufel werden kann - wenn auch nicht aus freiem Willen. Seine Magie basiert auf dem Superbia-Archiv, Hochmut und dem Thema Herrschaft. Dies ermöglicht es ihm, die Magie anderer zu kontrollieren, d.h. sie zu kopieren und neutralisieren. Im Japanischen wird er von Yoshitsugu Matsuoka (u.a. Kirito aus Sword Art Online) und im Deutschen von Patrick Keller (ebenfalls Kirito aus Sword Art Online) vertont.

 

Lilith Asami


Lilith ist eine Lehrerin an der königlichen Biblia-Schule, Mitglied der Trinity Seven und die Person, die Arata in seiner Welt fand und an die Schule brachte. Sie ist eine reife und verantwortungsvolle junge Dame, lässt sich allerdings von Arata schnell aufregen - vor allem wenn es um ihre Brüste geht. Da sie eine äußerst gute Figur besitzt, wird dieses Thema nur sehr oft angesprochen. Als Lehrerin ist sie meist streng, da sie glaubt, dass man seine Ziele nur erreichen kann, wenn man hart arbeitet. Ihre Magie basiert auf dem Luxuria-Archiv, Wollust und ihr Thema ist das Leben. Dennoch nutzt sie eine Art Alchemie, um Waffen zu erschaffen und diese gegen ihre Feinde zu richten. Gesprochen wurde sie im Original von Yumi Hara (u.a. Albed aus Overlord) und im Deutschen von Iris Hassenzahl (u.a. Saber aus Fate/Zero).

 

Arin Kannazuki


Arin ist Schülerin an der königlichen Biblia-Schule und ebenfalls ein Mitglied der Trinity Seven. Sie zeigt selten Emotionen. Daher besitzt sie auch kein Schamgefühl und benimmt sich in einigen Situationen sehr unbeholfen. Sie ist davon überzeugt, dass Arata ihr Ehemann wird, da ihr vorausgesagt wurde, dass sie den Teufel heiraten wird. Sie ähnelt Hijiri, Aratas Cousine, was Arata öfters aus dem Bahn wirft. Ihre Magie basiert auf dem Archiv Ira, Zorn, und ihr Thema ist Ruin, die Zerstörung. Ihre ruhige Stimme stammt im Original von Aya Uchida (u.a. Kotori Minami aus Love Live) und ihre deutsche Stimme stammt von Signe Zurmühlen (u.a. Aiz Wallenstein aus Danmachi).

 

Stellt euch vor, ihr findet auf einmal heraus, dass eure Welt gar nicht eure Welt ist. Das eure eigentliche Heimat zerstört wurde und dass ihr an der Zerstörung schuld seid. Genau das passiert Arata, der dabei sogar noch seine Cousine verschwinden ließ. Doch gibt er nicht auf, sondern möchte Magie lernen, um sie zurück zu holen. Auch wenn der Beginn der Serie mehr auf einen typischen Shonen-Anime schließen lässt, so ist Trinity Seven nicht wirklich normal. Arata ist einer der größten Perverslinge der Geschichte und steht auch offen dazu - und aus irgendeinem Grund mögen das einige seine Schulkolleginnen.

 

screenshot000.jpg

 

Um es einfach auszudrücken: Arata ist ein offener Perverser. Er gibt gerne zu, wenn er an Brüste denkt, redet gerne über Brüste und misst Mitglieder des anderen Geschlechts an ihren Brüsten. Je besser die Brüste, desto besser die Person - oder zumindest denkt man das. Er wertschätzt alles, was einen weiblichen Körper hat, wenn es aber schließlich ans Eingemachte geht, zieht er den Schwanz ein. Hier gibt es ausnahmsweise mal einen Hauptcharakter, der nicht dem Klischee des glücklichen Idioten entspricht.

 

screenshot007.jpg

 

Natürlich geht es in Trinity Seven aber nicht (nur) um Aratas Perversionen, sondern auch um Magie und Aratas Ausbildung, welche trotz der vielen fragwürdigen Szenen gut gezeigt wird, aber ruhig ein wenig genauer hätte erklärt werden können. Das Prinzip der Magie funktioniert in dieser Serie nämlich nicht, wie man es von vielen anderen Animes gewohnt ist.


In Trinity Seven wählt der Magier eines der sieben Archive, benannt nach den Sieben Todsünden, dann ein Thema aus ebenjenem Archiv und erforscht dieses dann. Die Forschung verschafft Zugang zu Zaubern wie Runen oder einer Waffe und wenn Magier ihre Forschung vorantreiben, wird ebenfalls ihre Magie stärker. Dennoch scheinen die Themen nur eine geringe Wirkung auf die Zauber zu haben, was ein wenig enttäuscht.


screenshot004.jpg

 

In den ersten vier Episoden ist die Story der Serie noch recht episodisch gehalten, da die Mitglieder der Trinity Seven nacheinander vorgestellt werden. Allerdings entwickelt sich Arata bereits in diesen Folgen in großen Schritten weiter - zumindest was seine Fähigkeiten angeht. Sein Charakter bleibt jedoch gleich, genau wie der der anderen.

 

screenshot011.jpg

 

Die Comedy spielt in Trinity Seven eine große Rolle - vor allem, wenn sie auf schmutzigen Witzen (insbesondere brustbezogen) basiert. Dementsprechend sind auch viele Ecchi-Elemente in der Serie zu finden.


Selbstverständlich kommt aber auch die Action nicht zu kurz, immerhin handelt es sich bei Trinity Seven auch immer noch um einen Shounen Anime.

 

screenshot008.jpg

 

Zusammengefasst ist die erste Volume der Serie ein guter Einstieg, der bereits zeigt, was man vom Rest erwarten kann. Mit den perversen Elementen wurde dabei leider fast ein wenig übertrieben - besonders, wenn man die eigentlich interessante Handlung bedenkt. Fans von solchen Elementen kommen dafür aber garantiert auf ihre Kosten.

 

 

Die Blu-ray Version der ersten Volume von Trinity Seven liefert KSM mit folgenden technischen Spezifikationen:

 

  •    Format: 16:9

  •    Auflösung: 1920x1080p

  •    Ton: Japanisch (DTS-HD MA 2.0), Deutsch (DTS-HD MA 5.1)

  •    Untertitel: Deutsch

  •    Laufzeit: 97 Minuten

 

Auch wenn man bei Trinity Seven über vieles diskutieren kann, so kann man nicht sagen, dass es schlecht aussieht. Die Umgebungen sind sehr detailliert und die Magie sieht besonders gut aus. Dazu fällt das Charakterdesign trotz den hohen Ecchianteils nicht durch seltsame Körperproportionen negativ auf, sondern wirkt vergleichsweise realistisch gehalten. Leider schlägt die animetypische seltsame Brustphysik ab und an zu teilweise wirken die Figuren wie Strichmännchen, wenn die Kamera zu weit raus zoomt.

 

screenshot005.jpg

 

Die musikalische Untermalung ist ebenfalls gut gelungen. Mit einer elektronischen Note werden die Szenen immer passend untermalt, besonders das Opening und die Kämpfe sind dabei sehr gut.

 

 

Die deutsche Vertonung von Trinity Seven ist großartig. Man könnte fast sagen, dass sie der japanischen Vorlage in fast nichts nachsteht. Nicht nur die Hauptcharaktere, auch die Nebencharaktere wurden gut besetzt und die Sprecher geben Höchstleistungen von sich. Besonders Arata mit seinen perversen “Anfällen” und vor allem sein Lachen hören sich so an, als würde man Patrick Keller im Studio Brüste vors Gesicht halten. Genauso ist Lilith mit ihrem Gekreische, wenn Arata ihr mal wieder an die Brüste fasst, großartig synchronisiert. Der Übergang von der ruhigen Lehrerin zum kreischenden Mädchen wurde perfekt getroffen.

 

screenshot001.jpg

 

Die Untertitel sind weiß und mit schwarzer Umrandung und wurden direkt aus dem Japanischen übersetzt. Dadurch entstehen Unterschiede zwischen der deutschen Synchronisation und den Untertiteln, wobei der Inhalt selbstverständlich ähnlich ist.

 

 

Die erste Volume von Trinity Seven enthält neben den ersten 4 Folgen die von KSM veröffentlichten Teaser, die typische Bildergalerie und selbstverständlich einer Trailershow zu anderen Titeln von KSM. Dazu kann man die erste Volume der Serie zusammen mit einem limitierten Sammelschuber bestellen.

 

 

+ guter Humor

+ gute Charaktere

+ gute Storyidee

- zu viel Ecchi

- an manchen Stellen verwirrend

 

Trinity Seven ist eine ganz nette Serie, die vor allem Fans des Ecchi-Genres erfreuen wird. Durch die neue Definition der Magie entsteht viel Potential. Besonders die hochwertige deutsche Lokalisierung lädt zum Anschauen ein - allerdings sollten Leute, die nackte Haut nicht mögen, ihre Hände davon lassen.

 

Wer sich unsicher ist, kann sich Trinity Seven hier umsonst bei uns angucken - inklusive des kürzlich veröffentlichten Kinofilms. Falls ihr Gefallen an der Serie finden solltet, kann man nur empfehlen, Volume 1 hier auf DVD oder Blu-ray zu bestellen.

 

~Hengagenga

 

Sämtliche Aussagen dieser Rezension reflektieren lediglich die Meinung des Autoren und nicht die von Crunchyroll und seiner Partner.

 

© Kenji Saitou-Akinari Nao/KADOKAWA/Trinity7 project

0 Kommentare
Schreib den ersten Kommentar!
Sortieren nach: