Blu-ray Review: One Punch Man Volume 1+2

Der größte Superheld aller Zeiten! Wer ist schon Superman?

Zum Abschluss unserer #HeroWeek blicken wir noch einmal auf einen der größten und beliebtesten Animehelden der letzten Jahre. Denn dank Kazé hat es Saitama vor kurzem auch endlich nach Deutschland geschafft. Doch ist One Punch Man nur ein Actiongewitter ohne Substanz oder verbirgt sich hinter der Fasse doch eine wesentlich intelligentere Serie? Wir werden es euch verraten...

 

Die Originstory von One Punch Man ist irre. Der “Zeichner“, der unter dem Pseudonym ONE veröffentlicht, macht 2009 einen Versuch und stellt das erste Kapitel seines “Mangas” ins Internet. Warum das Zeichner in Anführungsstrichen steht? Nun ja, die Qualität der Zeichnungen ist seeeeeehr bescheiden. Sie erinnern mehr wie Krakeleien eines Kindes in Paint. Doch weil die Geschichte so ungewöhnlich und der Mangaka ein außergewöhnlich guter Geschichtenerzähler ist, wird sein Werk populär.


Deswegen wird der Shueisha Verlag auf ihn aufmerksam und veröffentlicht seinen Manga mit besseren Zeichnungen aus der Feder von Yusuke Murata, der mit Eyeshield 21 bekannt wurde. Der Erfolg des nun auf Papier publizierten Mangas wiederum führte zu einer Anime-Umsetzung von Studio Madhouse, deren Ergebnis man nun auch hier in Deutschland begutachten kann. Shingo Natsume war der damit beauftragte Regisseur, welcher bereits mit Werken wie Space Dandy schon sein Können als Macher einer Actionserie unter Beweis stellte. Ihm zur Seite sprangen Chikashi Kubota als Charakter Designer und Animationsdirektor, sowie Tomohiro Suzuki als Scriptwriter. One Punch Man hat also einen ebenso unwahrscheinlichen Werdegang wie ein Held aus einer klassischen Shounenserie zu verzeichnen, der sich durch die Welt nach ganz oben kämpft. Welch Ironie...

 

 

 

„Was tun, wenn’s mit der Arbeit nicht klappt? Genau, man wird ein Held! Saitama ist ein stinknormaler Typ ohne Job – bis er einen kleinen Jungen vor einem Krabben-Monster retten muss. Er kann die Krabbe besiegen und beschließt daraufhin, die Jobsuche hinzuschmeißen und Hobby-Held zu werden. Nach drei Jahren hartem Training ist auf seinem Kopf zwar kein Haar mehr übrig, aber dafür erledigt er jeden Gegner mit nur einem Schlag! Von seiner eigenen Kraft gelangweilt, sehnt sich Saitama aka One Punch Man nach härteren Gegnern. Zwar zollen ihm die Leute dafür keinen Respekt, doch das geht ihm an seinem Hobby-Helden-Hintern vorbei. Ihm reicht schon der demütige Cyborg Genos, der im gleichgültigen Saitama seinen Meister sieht und ihm nun ständig an den Hacken hängt … “ [via Kazé]

 

Saitama


Der gelangweilte Büroangestellter rettet eines Tages einen kleinen Jungen das Leben, als dieser wegen eines Streichs von einem Monster angegriffen wird. Die Aufregung des knappen Kampfes reißt ihn aus seinem trüben Alltag heraus und schafft seine Motivation, ein Superheld zu werden. Um die dafür nötigen Fähigkeiten zu erlangen, trainiert er so lange und so hart, dass ihm seine Haare ausfallen, wodurch er nun als Glatzkopf leben muss. Doch seine bei dem Training gewonnen Stärke ist nun sein Fluch, kann er doch jetzt jeden Gegner mit nur einem Schlag vernichten, was bei ihm die verhasste Langeweile zurück bringt. Er sucht deswegen verzweifelt nach einem ebenbürtigen Gegner. Dementsprechend kennzeichnet seine Stimme eine gelassene Langeweile, die von Makoto Furukawa (u.a. Tada Banri aus Golden Time) in der japanischen und von Fabian Oscar Wien (u.a. Awin Sidelet aus Atelier Escha & Logy: Alchemists of the Dusk Sky) in deutschen Fassung den passenden Ausdruck bekommt.

 

 

Genos


Der Cyborg ist ein fast schon demütiger Schüler von Saitama. Er bewundert dessen unfassbare Stärke. Seitdem Saitama ihn vor der sicheren Vernichtung rettete, will er auch hinter dessen Geheimnis kommen. Denn sein Wunsch ein Held zu werden speist sich aus einem traumatischen Erlebnis aus seiner Jugend, als ein Cyborg seine Heimatstadt verwüstete und seine Familie tötete. Seitdem strebt der heute 19-jährige nach Gerechtigkeit, wobei er sein Umfeld mit seiner penetranten Rechtschaffenheit geradezu nervt. Seine stereotype Heldenpersönlichkeit, gemixt mit etwas Tollpatschigkeit findet sich in der Stimme von Kaito Ishikawa (u.a. Tobio Kageyama aus Haikyuu!!) in der japanischen Sprachausgabe und von Nico Sablik (u.a. Lelouch Vi Britannia in Code Geass) in der deutschen Fassung wieder.

 

 

Sonic


Sonic ist unglaublich schnell. Gerühmt als der gefährlichste Ninja der Welt ist er es gewohnt, die schmutzigsten Geschäfte zu übernehmen, von dem Schutz zwielichtiger Personen bis hin zu Meuchelmorden. Doch als er Saitama trifft, ist seine Routine schnell durchbrochen, ist er doch der erste Gegner, der mit seiner Schnelligkeit mithalten kann. Das packt den von seinen Fähigkeiten sehr überzeugten Ninja bei seinem Ehrgeiz und er schwört, Saitama zu besiegen...

Seine durchtriebene Stimme wird im Japanischen von Yuki Kaji (u.a. Eren Jäger aus Attack on Titan) intoniert, Patrick Baehr (u.a. Kei Nagai in Ajin) sorgt für die deutsche Interpretation.

 

 

Bang


Der großväterliche Bang ist schon lange einer der mächtigsten Helden. Auf Platz 3 der höchsten Heldenklasse gelistet leitet er seit langer Zeit ein berühmtes Doujo. Denn er hat seine Kraft aus seiner Kampfkunst entwickelt, die trotz seines hohen Alters immer noch tadellos funktioniert. Die Begegnung mit Genos weckt seine Neugier, erst recht nachdem er die große Macht von Saitama bemerkt. Der verschrobenen Stimme wird von Kazuhiro Yamaji (u.a. Vincent Vanetti aus 91 Days) im Japanischen und von Peter Flechtner (u.a. Arsène Lupin III) im Deutschen die passende Persönlichkeit verliehen.

  

One Punch Man verlässt mit seiner Prämisse den klassischen Weg der Shounenserien. Doch welche Geschichten will man erzählen, wenn der Held, der allmählich stärker wird um seine Freunde und Familie zu beschützen, schon zu Beginn der Geschichte stärker ist als alle seine Gegner?

 

Der klassischer Formel ist, dass dem Helden Steine in den Weg gelegt wird, die dieser dann überwinden muss: Diese nehmen hier die Form von Dämonen oder Bösewichten an, welche Saitama aber mit nur einem Schlag aus dem Weg räumen kann. Von daher fällt diese Option weg. Also kommen die Hindernisse auf dem Weg zum größten Helden aller Zeiten für Saitama aus der menschlichen Gesellschaft, die er ja beschützen will. Und diese Hindernisse nehmen unterschiedliche Formen an. Schon die fehlenden Bekanntheit seiner Taten - trotz aller Hand vernichteter Monster - macht Saitama natürlich zu schaffen. Unser einfach etwas zu gechillter Held wusste von der Notwendigkeit einer Registrierung als Held in der Heldenvereinigung nichts.

 

Doch auch mit der Registrierung sind nicht alle Probleme gelöst, denn trotz seiner überragenden Fähigkeiten wird er wegen schlechter Ergebnisse im schriftlichen Test nur in die niedrigste Heldenklasse, der Klasse C, eingestuft. Sein Schüler Genos hingegen wird gleich in die höchste Stufe einsortiert, der S-Klasse, und überspringt mit der C, B und A-Klasse gleich 3 Stufen. Aber das ist doch ungerecht! Genau dieser Gedanke beim Zuschauer wird geschickt genutzt, um Sympathie für ein eigentlich völlig over-powerten Charakter zu wecken.


Dieser Effekt wird noch dadurch verstärkt, dass die Heldenvereinigung bei den stattfindenden Kämpfen einen Anteil von Saitamas Heldentaten für das Ranking immer etwas zu niedrig ansetzt und stattdessen seinen Schüler Genos oft mit Rankingpunkten bedenkt, schlicht weil die Behörde nicht glauben kann, dass ein Held aus der niedrigsten Klasse hochrangige Bedrohungen ausschaltet. Die Bedrohungen werden nämlich von der Vereinigung bewertet. Gefahrenlevel "Wolf" ist ein einfaches Risiko, "Tiger" kennzeichnet eine Bedrohung vieler Menschenleben, Gefahrenlevel "Dämon" bedroht eine ganze Stadt, "Drache" mehrere Städte und das höchste Level, "Gott", kennzeichnet eine Bedrohung der ganzen Menschheit. Und nach dieser Einschätzung bekommen die Helden nach Ende des Kampfes ihr neues Ranking zugeteilt.

 

Diese Ungerechtigkeit von offizieller Seite ist aber nicht die einzige, die sich Saitama stellen muss. Denn Kämpfe sind angesichts seiner Kräfte und der seiner Gegner gewaltig und zerstören quasi im Vorbeigehen ganze Stadtviertel und Städte - was die Menschen aber auch gegen Saitama aufbringt, denn schließlich können die Überlebenden nicht mehr den Übeltäter belangen, sondern sitzen auf den Scherben ihrer Existenz und brauchen einen Sündenbock, der sich mit Saitama anbietet. Wie geht ein wahrer Held mit einer solchen Ablehnung um?

 

Tiger.jpg

 

Dieser neue Anstrich einer Actionserie wird aber auch noch unterstützt von einer subtilen Kritik am Superheldengenre. Denn der übermächtige Saitama ist trotz anfänglicher Begeisterung, als er sein Trainingsprogramm vor drei Jahren begann, mit der Zeit abgestumpft. Ohne Herausforderung im Kampf ist der Hobby-Held ziemlich gelangweilt und ist als Gott unter Menschen natürlich gefährdet seine Menschlichkeit und Empathie zu verlieren. Und wenn die Emotionen mangels Stimulationen nur wie gedämpftes Rauschen zu einem durchdringen, ist man nicht weit von einer Depression entfernt.


Und indirekt ist seine Isolation auch eine Gefahr für die Menschheit, denn seine Langeweile könnte ja dazu führen, dass er sich in einen Bösewicht wandelt. Es gibt schließlich keine emotionalen Bindungen, die ihn davon abhalten würden. Deswegen ist die Subversion des eigentlich typischen Shounenelements, der Glaube an die Freundschaft, auf dieser Ebene wichtig. Denn obwohl Saitama die Anwesenheit und hartnäckige Anhänglichkeit von Genos nervt und er so die Freundschaft als wichtiges Element einer Shounenserie ad absurdum führt, stabilisiert Genos seinen Bezug zum Rest der Menschheit. Erst recht nach der Ablehnung so vieler Menschen, die von den Schäden seiner Kämpfe betroffen sind.

 

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In dem Bewusstsein, dass ein Kampf, bei dem der Gewinner schon fest steht schnell, langweilig werden kann, konzentriert man sich auf Seiten der Animeproduzenten auf die Frage, ob der Gegner dieser Folge endlich die lang ersehnte Herausforderung für Saitama darstellt. Ein weiterer Witz auf Kosten des Shounen Genres, da anders als in diesem dem Helden von One Punch Man dieses Ziel gar nicht aus eigener Kraft erreichen kann. Doch wie kann man diese Spannung inszenieren? Indem man abgesehen von Genos die meisten Helden in Unwissen darüber lässt, dass sie eigentlich nur das Monster aufhalten müssen, bis der Held im Kettenhemd.... ääääh Saitama kommt und den Tag rettet. Deswegen nehmen diese die Kämpfe ernst, und weil dabei ein ganzer Haufen sympathischer Helden ihr Leben aufs Spiel setzen, fiebert man für die armen Burschen.

 

Exzellentes Storytelling, ein toller Twist, der dem Superhelden- und Shounengenre eine dringend benötigte Frische in dieser Serie verleiht, einige gut inszenierte Kämpfe und genug Hintergrundgeschichte, um den Kämpfen trotz der Prämisse Spannung zu verleihen, lassen One Punch Man wie Saitama aus der Menschenmasse herausstechen.

 

 

 

One Punch Man wird von Kazé mit folgenden technischen Spezifikationen auf die Blu-rays gebrannt:


  •     Format:     1920p x 1080p    

  •     Ton:         Deutsch und Japanisch (DTS HD MA 2.0)    

  •     Untertitel:     Deutsch

 

Bumm! Krach! Bäng!

 

Wenn One Punch Man etwas liefert, dann ist es satte Action! Und das auf extrem hohem Niveau und in einer Menge, die man in einer Serie seltenst zu sehen kriegt. Schon die erste Folge bombardiert einen mit Kämpfen, dass man förmlich erschlagen ist. Die Bewegungen sind überzeichnet, aber in einem Rahmen, der einfach nur krasse Wucht ausdrückt. Die Umgebung, abgesehen von wahnsinnig schnellen Sequenzen und immer sehr detailliert gezeichneten Hintergründen, nimmt unglaublich viel Schaden, was mit viel Hingabe gezeichnet wird. Eine reale Gesellschaft würde solche Schäden binnen Monaten vollkommen ruinieren. In einer Actionserie machen diese Zerstörungen einfach nur Spaß, als wäre man als erwachsener Mann wieder im Sandkasten und macht Sandburgen kaputt.

 

Stilistisch ist der Anime auch vor dem Hintergrund interessant, dass Saitama in den Charakterdesigns die große Ausnahme darstellt. Alle anderen Charaktere, von Genos bis Sonic sind entsprechend ihrer Umgebung entsprechend detailliert gezeichnet, nur Saitama ist in seiner Form reduziert. Seine Glatze hat eine Eiform, die in Comedy-Einlagen nochmal stark simplifiziert wird. Dadurch wirkt der Hauptcharakter oftmals etwas aus der Welt genommen und verstärkt diesen Eindruck einer seltsamen Erscheinung.

 

Wer Yusuke Murata kennt, und wer den Manga schon im Regal stehen hat, weiß, wie großartig dessen Kunst ist. Vor allem die Hintergründe sind in ihrer Detailarbeit und in ihrem Realismus einfach großartig. Und auch wenn der Anime einige Abstriche machen muss, können die Hintergründe im Großen und Ganzen der Kunst von Murata-sensei gerecht werden. Nur bei krassen Actionszenen wird zu Gunsten der flüssiger Animation der Hintergrund stark simplifiziert.

 

Man könnte bei diesem Actiongewitter meinen, dass Madhouse, mit Serien wie Hunter x Hunter, Black Lagoon und Hajime no Ippo - also keine Unbescholtenen im Bereich gut animierte Action- die Geldbörse aufgemacht hat und One Punch Man ein außergewöhnlich großes Budget zugedacht hat. Denkste! Diesen Fehler machen viele Animefans, die gute Animation oft mit dem Budget erklären, dabei ist es oftmals eher kompetente Leute, in diesem Fall Shingo Natsume, und genug Zeitpuffer im Produktionsablauf, die den Unterschied machen. Von daher ist seine Arbeit bei Space Dandy keine Eintagsfliege…

 

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Das Opening soll den Zuschauer einer Shounenserie natürlich mit einem füllen: Hype! Er soll schon zu Beginn der Folge auf dem Stuhlrand sitzen, in freudiger Erwartung auf die nächste Folge. Und wen ruft man als Produzent in einem solchen Fall an? Genau, Jam Project! Diese liefern mit “THE HERO! Ikareru Kobushi ni Honō wo Tsukero“ einen ultrarockigen Song, der den Zuschauer mitreißt. Doch der Song alleine genügt natürlich nicht, also serviert man zum Ohrwurm auch noch fette Action, bei der die Macht von Saitama in coolen Posen und vielen seiner berühmten Punches zeigt, die ganze Gegnerhorden niederstrecken.

 

Das Ending „Hoshi Yori Saki ni Mitsukete Ageru“ von der Sängerin Hiroko Moriguchi ist hingegen sehr ruhig, was ganz gut zum Ausklang nach einer aufregenden Episode passt. Der verträumte Gesang wird dabei von Bildern untermalt, die scheinbar Standbilder von ruhigen Szenen zu sein scheinen, in denen aber ab und an Bewegungen eingeflochten sind. Natürlich kommt das Ending nicht wirklich in der Wahrnehmung gegen das Opening an, ist aber immer noch solide gemacht.

 

 

One Punch Man ist in seinem Voice Acting sehr pointiert. Zum einen wird hier in einer Animeserie mit hohem Actionanteil natürlich sehr viel rumgebrüllt - schon um die einzelnen Schläge und Hits stimmlich zum Ausdruck zu bringen. Der gleiche Sprecher muss aber nicht selten in der Lage sein, den großen Comedy Anteil zum Ausdruck zu bringen. Letzteres ist keine einfache Sache, wird diese doch zumeist dadurch inszeniert, dass der aus der Welt gefallene Saitama im Kontrast zu der klassischen Welt der Helden und Schurken gegenüber gestellt wird. Und hier hakt es etwas bei der deutschen Synchronisation. Wo Makoto Furukawa darin brilliert, wechselweise einem wild entschlossenen oder gelangweilten Saitama zu intonieren, hat Fabian Oscar Wien keine Probleme damit, die Actionszenen ansprechend zu vertonen, nur die gelassene Langeweile wird von seiner energischen Stimme nicht ganz so gut getroffen. Bei Genos hingegen hat man von der Klangfarbe als auch schauspielerisch das japanische Pendant exakt getroffen.

 

Der deutsche Cast ist wirklich bemüht, den durchaus prominent besetzten Cast von japanischen Sprechern eine ebenbürtige schauspielerische Leistung abzuliefern. Das eigene Stimmprofil passt zwar nicht immer ganz zu dem oft schon angeeigneten japanischen Sprechern, das Hörerlebnis ist aber vor allem in der Intonierung ein recht gut gelungenes.

 

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Die Untertitel werden von Kazé in weißer Schrift mit schwarzer Umrandung auf die Bluray gebrannt. Dies macht diese auch vor hellen Hintergründen gut lesbar. Die Choreografierung der Einblendung gut gelungen, auch wenn sie kein Meisterwerk ist. So muss man sich einige Male doch beeilen, um alles lesen zu können. Die Übersetzung weicht natürlich an einigen Stellen von der in der Synchronisation verwendeten Fassung ab, schon wegen des größeren Zeitdrucks. Ansonsten ist aber nichts weiter negativ aufgefallen. Eine insgesamt passable Leistung also.

 

Die Lokalisierung von One Punch Man bewegt sich insgesamt auf gutem Niveau. Fans des japanischen Originals werden zwar wie immer bei der deutschen Synchronisation was zu meckern finden, diese ist aber keineswegs so schlecht wie oft getan wird.

 

 

 

One Punch Man wird mit einiger Aufmerksamkeit vom Publisher bedacht, vor allem in der Aufmachung. Die erste Volume kommt mit einem klassischen Pappschuber daher, auf dem auf der Vorderseite ein klassisches Motiv mit Saitama und Genos in Heldenpose zu sehen ist. Auf der Rückseite ist die klassische Faust des One Punch Man aufgedruckt.


In diesen Schuber führen sich aber nicht die handelsüblichen Plastikhüllen ein: Kazé bedenkt die Actionserie bei jeder Volume mit einem eigenen Minischuber aus Pappe, aus der die Halterung der Bluray entnommen wird. In dieser Halterung verstecken sich auch schon die ersten Extras: Zum einen ein kleines Handbuch mit Erläuterungen zu Charakteren, Interviews und Begriffen, einem kleinen Bild und einem Sticker. Außerdem liegt der ersten Volume eine Leseprobe des Mangas bei. Auf der Bluray selbst sind je zwei OVAs und das Clean Opening und Ending gebrannt, auf der zweiten Volume zudem ein Interview mit der Band Jam Project.

 

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Die erste Volume mit Sammelschuber wird von Kazé mit 43,95 € veranschlagt, die zweite Volume mit 39,95 Euro. Ein üppiger Preis für je 4 Folgen Anime, was durch die aufwendige Aufmachung und die Vielzahl der Extras abgemildert wird.

 

 

 

+wirkt frisch, dank Subversion der Shounen Tropes

+exzellentes Storytelling

+mega fette Action

-das Kämpfe werden gegen Ende etwas repetitiv

 

Man übersieht es schnell, aber das Storytelling, die Konstruktion der Geschichte, seiner Konflikte und der einzelnen Kämpfe, die alle eine unterschiedliche Aufladung mit Bedeutung erfahren, sind die Essenz dieser tollen Serie. Und die ist vor allem dem Mangaka ONE zu verdanken, dessen Werk wie ein Shounenprotagonist durch das Bewältigen von immer größeren Hürden, vom gedruckten Manga bis hin zu dieser Animeserie, immer stärker geworden ist. Denn die tollen Animationen und schönen Bilder machen One Punch Man zu einem kleinen Meisterwerk. Wer auch nur im Geringsten was mit Shounen, Actionserien oder epischen Schlachten anfangen kann, muss diese Serie kaufen. Und man merkt Kazé an, dass man viel Mühe in die Veröffentlichung gesteckt hat.

 

One Punch Man kann man im Shop von Kazé bestellen. Alternativ könnt ihr den Anime kostenlos auf Daisuki oder auf Anime on Demand schauen.

 

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