Ersteindruck: Recovery of an MMO Junkie

Aus dem Leben eines Elite-NEETs

Ein Anime, der sich großteils in einem Videospiel abspielt; hatten wir das nicht schon? Fantasy-Serien mit MMO-Setting gibt es wahrlich wie Sand am Meer, doch Recovery of an MMO Junkie wählt eine etwas andere Route. Doch kann Elite-NEET Moriko in der digitalen Welt wirklich die Dinge finden, nach denen sie sich sehnt?


Frisch gekündigt weiß Moriko genau, was sie als nächstes vorhat: Sich in ihr Lieblingsspiel einloggen und erst mal das Leben genießen. Doch war sie mit ihrem Job so beschäftigt, dass sie nicht einmal gemerkt hat, dass ihr liebstes MMO eingestellt wurde. Da gibt es natürlich nur eins: Nämlich Empfehlungen für andere Spiele zu googlen.



Ein neues Online Game ist schnell gefunden und nachdem der Charakter designt wurde, geht es auch schon los. Für etwas frischen Wind sorgt der Wechsel zu einem männlichen Charakter, Hayashi, und schnell macht Moriko im Spiel Bekanntschaft mit der süßen Heilerin Lily. Beide verstehen sich auf Anhieb und verbringen daraufhin viel Zeit in der Fantasy-Welt.


Die Interaktionen der beiden sind wahrlich niedlich anzusehen. Jeder der bereits einmal irgendeine Art von Onlinespiel ausprobiert hat, kennt die ganz besondere Atmosphäre der Spielerchats. Sie bewegen sich stets auf einem schmalen Grad zwischen einerseits echten, sonst versteckten Gefühlen, und einer andererseits kaum übertroffenen Künstlichkeit. Diese Episode fängt diese gewisse Unbeholfenheit wahrlich gut ein.



Moriko eignet sich in dieser Art von Geschichte hervorragend als Hauptcharakter. Zum einen ist es mal etwas anderes, der Geschichte einer gestandenen Frau zu folgen. Zum anderen sind ihre Reaktionen auf das Spielgeschehen herrlich und spiegeln wohl den Enthusiasmus vieler Zocker wieder, die sich etwas zu sehr in ein Spiel hinein steigern.


Lily ist bislang lediglich das niedliche Mädchen, in das sich Moriko irgendwie verguckt hat. Abseits ihrer Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ist noch nicht viel bekannt, wobei Andeutungen zu ihrer Identität bereits zahlreich vertreten waren. Allerdings macht der Titel der Serie wohl schon klar, dass sich zwischen beiden wohl auch in der Realität einiges abspielen wird.



Die Comedy-Anteile der Serie funktionieren zumindest bei der Zielgruppe sicher größtenteils gut. Was die Serie abseits dieses Genres noch erreichen möchte, steht hingegen in den Sternen. Sowohl eine Slice-of-Life-artige Herangehensweise, wie auch der Aufbau einer Coming of Age-Geschichte wären wohl mit diesem Start möglich. Trotzdem wird sich der Anime wohl weiterhin auf der Comedyschiene bewegen.


Artistisch macht die Serie auf ihre eigene Art einiges her. Man sollte hier definitiv keine ausgefeilten Charakterdesigns oder detailreichen Hintergründe erwarten, denn dafür fehlt wahrscheinlich schlicht das Budget. Das ist bei Comedy-Serien allerdings oft kein Problem, wenn sie diese Probleme mit Charme und einer guten Inszenierung aufwiegen können. Ein gutes Beispiel dafür ist das Opening, welches die Grundstimmung der Serie hervorragend transportiert. Auch Morikos Gefühlsausbrüche hinter dem Bildschirm sind wunderbar anzusehen.



Wer Comedy-Serien und Onlinespiele mag, sollte in diese Serie zumindest einmal reinschauen. Sie mag bislang vielleicht nicht der ganz große Wurf sein, doch es ist ihr anzumerken, dass sich die Macher einige Gedanken gemacht haben und diese möglichst lustig, aber irgendwie auch liebevoll transportieren wollen. Und dieser Ansatz gelingt Recovery of an MMO Junkie zumindest in dieser Episode ziemlich gut.


- Saezurigai


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Sämtliche Aussagen dieser Rezension reflektieren lediglich die Meinung des Autors und nicht die von Crunchyroll und seiner Partner.


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