Blu-ray Review: Tenjo Tenge

Einmal Oldschool-Fighting-Anime mit Ecchi zum sammeln bitte

Ein Klassiker kehrt zurück. Im Jahr 2004 lief die Martial-Arts-Shounen Serie Tenjo Tenge in Japan und nun releast Nipponarten genau diese Serie in einer Collector’s Edition. Kann die Serie trotz des Alters überzeugen oder ist Tenjo Tenge inzwischen ein alter Hut? Wir sagen es euch!

 

 

Auf der Todo-Akademie herrschen raue Sitten. Das müssen auch die beiden Kämpfer Soichiro und Bob bereits an ihrem ersten Tag dort feststellen. Wortwörtlich mit Hand und Fuß müssen sie sich an der Schule ihren Status erkämpfen, bis sie auf Maya, die Anführerin des Juken-Clubs treffen. Das toughe Mädchen verpasst den beiden Kampfanfänger erst einmal eine Tracht Prügel, um zu zeigen, wer hier das Sagen hat. Doch auch die ersten amourösen Abenteuer lassen nicht lange auf sich warten…

 

[via Nipponart]

 

 


Maya Natsume ist Oberschülerin der Todo-Akademie und besucht dort die dritte Jahrgangsstufe. Außerdem ist sie die Anführerin des Junken-Clubs und gleichzeitig die Meisterin der dort gelehrten Kampfkunst. Sie ist eine sehr attraktive, starke und intelligente Frau, die von vielen Frauen an der Todo-Schule um ihr Aussehen und ihre Beliebtheit beneidet wird. Schamgefühl besitzt sie kaum, weshalb sie kein Problem an, in aufreizenden Outfits zu erscheinen. Durch Kontrolle ihres Ki kann sie wann immer sie möchte eine Chibigestalt annehmen, die ihren Ki-Verbrauch verringert. Im Original werden beide Formen von Aya Hisakawa (u.a. Ami Mizuno aus Sailor Moon R), im Deutschen allerdings besitzt die Schülerin 2 Sprecher: Marie-Luise Schramm (u.a. V.V aus Code Geass) für die Chibiform und Julia Ziffer (u.a. Kallen Kouzuki aus Code Geass) für den echten Körper.

 

 


Aya ist die jüngere Schwester von Maya Natsume und ist vor kurzem auf die Todo-Akademie gewechselt. Selbstverständlich tritt sie dem Club ihrer Schwester bei, obwohl sie bereits eine erfahrene Kämpferin ist. Sie sieht Maya als ihr Vorbild an, auch wenn sie ihr eigentlich in nichts nachsteht. Besonders im Kampf sieht sie sich als viel schwächer, weshalb sie viel trainiert. Ihre meist fröhliche Stimme stammt im Original von Minori Chihara (u.a. Yuki Nagato aus Die Melancholie der Haruhi Suzumiya) und bei uns von Sonja Spuhl (u.a. Sachiko Fujinuma aus Erased: Die Stadt, in der es mich nicht gibt).

 

 


Souichiro Nagi ist einer der neuen Schüler an der Todo-Akademie und besucht zusammen mit seinem besten Freund Bob Makihara die Klasse 10 B. Zusammen mit Bob bildet er das selbsternannte Team Knuckle Bomb, dass sich auf diversen Schulen durch Schlägereien und Ärger einen Namen gemacht hat. Souichiro ist ein ziemlich ungehobelter, aggressiver, vorlauter und frecher Teenager, der, was Frauen angeht, noch sehr unbeholfen ist. Aus diesem Grund fühlt er sich durch die Liebesgeständnisse und Annäherungsversuche von Aya in die Enge getrieben und weiß nicht so recht, wie er damit umgehen soll. Im Japanischen erhält er seine Stimme von Souichiro Hoshi (u.a. Gino Weinberg aus Code Geass R2) und bei uns von Fabian Hollwitz (u.a. Simon aus Gurren Lagann).

 

 


Masataka ist in seinem zweiten Jahr an der Todo-Akademie und seit einem Jahr ein Mitglied des Junken-Clubs. Er ist ein meist gelassener Typ und wirkt eigentlich wie der typische Schüler. Doch der Schein trügt: Er ist ein erfahrener Martial Artist, der vor Talent und Erfahrung nahezu überschäumt. Er verliebt sich in Aya sofort. als er sie das erste Mal sieht, weshalb er einen Groll gegen Souichiro hegt. Seine Stimme erhält er im Original von Tomokazu Seki (u.a. Rob Lucci aus One Piece) und bei uns von Raul Richter (u.a. Soma Yukihira aus Food Wars).

 

Auf den ersten Blick wirkt Tenjo Tenge wie der typischen Shounen-Highschool-Anime… und genau das ist die Serie. Jeder kennt die Formel solcher Serien: Neuer Schüler, irgendwas Besonderes, Schicksal und natürlich Liebe - und all dies ist in Tenjo Tenge vorzufinden. Ist das nun schlecht? Keinesfalls! Nur ist es keine Formel für eine gute Geschichte.

 

 

In Tenjo Tenge besitzt jeder Mensch Ki in sich. Auch wenn sich der Name unterscheidet, weist dieses Ki viele Ähnlichkeiten zu Narutos Chakra oder HunterXHunters Aura auf. Benutzer könne diese Energie manipulieren, um mächtige Techniken zu entfesseln oder sogar ihren Körper verändern, wie man an Maya unschwer erkennen kann. Aber auch die “normalen” Kampftechniken spielen eine wichtige Rolle in der Geschichte.

 

Die eigentliche Story ist eine unterhaltsame Mischung aus übertriebenen Martial Arts Techniken, Drama und natürlich sexuellen Anspielungen mit einem großen Problem: Flashbacks. 33% der Show besteht aus Rückblenden, dessen Ergebnis die Zuschauer bereits kennen. Dies sorgt für Langeweile und sorgt dafür, dass diese Abschnitte länger wirken.

 

 

In den 24 Episoden der Serie entwickelt sich vor allem Souichiro von einem typischen Highschoolschläger zu einem schon fast respektablen Mann. Er lernt Selbstkontrolle, beginnt, andere Personen beschützen zu wollen und wird besonnener. Der Rest der Gruppe entwickelt sich leider nur geringfügig, das heißt kleine Probleme werden gelöst oder man verliebt sich, aber nichts Weltbewegendes. Außerdem gehört Aya mit ihrem ständigen Liebesgejammer zu den nervigsten Charakeren, die existieren.

 

 

Wenn man die teils langwierigen Flashbacks übersteht, erwartet Tenjo Tenge die Zuschauer mit einem netten Familiendrama, Fanservice und zufriedenstellender Gewalt. Auch wenn die Serie kein wirkliches Ende besitzt und die beiliegenden OVAs ebenfalls kein Ende bieten, ist die Geschichte interessant, aber auch nicht mehr.

 

 

Die Collector’s Edition von Tenjo Tenge liefert nipponart mit folgenden technischen Spezifikationen:

 

  • Format: 16:9 Pillarbox

  • Auflösung: 1920x1080p

  • Ton: Japanisch PCM 2.0, Deutsch PCM 2.0

  • Untertitel: Deutsch

  • Laufzeit: ca. 650 min.


Selbstverständlich kann man Tenjo Tenge das Alter ansehen - die Serie sieht dennoch super aus. Gerade die Mimik der Charaktere kann beeindrucken, vor allem während den Wutanfällen. Die Gesichter werden animetypisch ungesund verzerrt, allerdings schafft es Tenjo Tenge eine gute Mitte zwischen 'übertrieben' und 'zu wenig' zu finden. Auch die Umgebungen wirken durch kleinere Bewegungen wie fallende Kirschblüten lebendig und können überzeugen. Natürlich bleibt die Qualität nicht konstant auf diesem hohen Niveau, aber diese kleinen Einbrüche fallen kaum auf. Besonders die Kampfszenen sind super dargestellt.

 

 

Der Soundtrack macht beinahe alles richtig.  Besonders das Opening ist gut anzuhören mit einer Mischung aus guter und lustiger Musik und dazu den lustigen und gut animierten Dancemoves der Protagonisten im Hintergrund. Aber auch die Hintergrundmusik ist gut umgesetzt. Jede Szene wurde passend untermalt sodass man fast durch reines zuhören sagen könnte, was gerade passiert.

 

 

Die deutsche Vertonung von Tenjo Tenge ist größtenteils zufriedenstellend ... bis auf ein großes Problem. Souichiro, einer der Hauptcharaktere, wurde schlichtweg unpassend besetzt, was recht schade ist, da Fabian Hollwitz wie alle anderen Sprecher eigentlich gute Arbeit leistet. Doch wenn die Stimme einfach nicht zum Charakter passt, hilft alles nichts. Glücklicherweise wurden dafür alle anderen Charaktere gut besetzt.  

 

 

Die Untertitel sind weiß mit einer schwarzen Umrandung. Diese sind immer gut platziert und stören selten bis nie. Außerdem weicht der Inhalt leicht vom Dialogbuch ab, zum Glück wird der originale Sinn des Gesprochenen nie verändert.

 

 

Für eine “Collectors-Edition” besitzt dieser Tenjo-Tenge-Release recht wenig Extras. Auf den Disks befinden, neben den Episoden, auch die 2 OVAs. Diese Disks befinden sich in einem stabilen Sammelschuber in einer Box verschönert mit Artwork zur Serie. Außerdem liegen den Disks einige Sticker und ein DinA4 Poster bei.

 

 

+ Gute Animationen

+ Guter Soundtrack

+ Beeindruckende Kampfszenen

- einige nervige Charaktere

- zu viele unnötige Flashbacks

- Souichiros deutsche Stimme

 

Tenjo Tenge ist ein Fighting-Anime mit einigen Schwächen. Fans des Genres können ohne Frage zugreifen, wenn man jedoch eine gute, fesselnde Story sucht sollte man diese Serie meiden.

 

Falls ihr Interesse an der Serie haben solltet, könnt ihr sie hier auf DVD und Blu-ray bestellen.

 

~Hengagenga

 

Sämtliche Aussagen dieser Rezension reflektieren lediglich die Meinung des Autors und nicht die von Crunchyroll und seiner Partner

 

© Oh! great SHUEISHA / avex

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