Ersteindruck: citrus

Verliebt in die Stiefschwester?

Yuri-Titel sind rar gesät und so sind die Erwartungen an jeden neuen Genre-Vertreter natürlich hoch. Doch kann citrus diese Erwartungen auch erfüllen? Hier lest ihr, wie sich die erste Episode geschlagen hat.

 

Yuzu prahlt gern mit ihren Männergeschichten vor ihren Freundinnen, wird sie doch für diese Erfahrungen von den anderen angehimmelt. Der Nachteil? Ist alles erfunden, und so muss sie gut darauf achten, wie weit sie ihre Lügen ausreizt. Als sie dann nach einem Umzug an eine neue Schule kommt, will sie ihre Liebesfantasien endlich in die Tat umsetzen. Nur hat sie kaum damit gerechnet, an einer reinen Mädchenschule zu laden.

 

 

Doch der erste Schultag, mit seinen strengen Regeln, merkwürdigen Mitschülern und so manch anderen pikanten Ereignissen, sorgt nicht für den einzigen Schick des Tages. Zuhause angekommen, erfährt sie, dass sie von nun an eine kleine Schwester haben wird – ausgerechnet die strenge, und doch reizvolle Schülerratspräsidentin Mei!

 

Yuzu liebt ausgefallene Outfits, hübsche Accessoires und gutes Make-Up, eben alles was das Mädchenherz begehrt. Auch ihre Angeberei rührt wohl daher, gern auffallen und im Mittelpunkt stehen zu wollen. Damit mag sie oberflächlich klingen, will im Endeffekt jedoch wohl nur Freunde finden, was sie zu einer sympathischen Protagonistin macht.

 

 

Ihr Gegenpol Mei ist hingegen still, ernst und eine herausragende Schülerin. Doch stille Wasser sind bekanntlich tief und so scheint sich unter der Oberfläche noch so manches Geheimnis zu verbergen. Zusammen bilden sie ein Duo, dem es noch etwas an Dynamik fehlt. Doch ist zu vermuten, dass sich dies schon bald ändern wird, wenn die Stiefschwestern erst mal miteinander warm geworden sind.

 

Das Setup selbst ist eigentlich eine typische Shoujo-Story. Die Protagonistin kommt an eine neue Schule mit seltsamen Regeln und Gepflogenheiten, und muss plötzlich mit einem gutaussehenden Stiefgeschwister zusammen wohnen. Der einzige Twist: in citrus handelt es sich um zwei Mädchen.

 

 

Und daraus macht der Anime wahrlich kein Geheimnis, gibt es doch schon einige erotische Andeutungen, und das obwohl eigentlich noch gar keine Liebe im Spiel war. Ängste, etwas Haut oder Zärtlichkeiten zu zeigen, bestehen jedenfalls nicht.

 

Die Charaktere sind ansprechend gestaltet und dürften Fans des Genres erfreuen. Auch die Hintergründe sind recht detailreich designt. Positiv hervorzuheben ist die abwechslungsreiche Kameraführung, welche interessante und neue Blickwinkel ermöglicht. Das Opening ist modern und recht eingängig, das Ending etwas schwächer. Innerhalb der Episode war die Hintergrundmusik hingegen kaum auffällig.



 

Der für Liebesgeschichten eher standardmäßige Einstieg lässt bereits einige potentiell spannungsgeladene Konfliktfelder und interessante Charaktere hindurch schimmern. Für Yuri-Fans ist die Serie wohl ein Muss, aber auch alle anderen Romantik-Liebhaber können hier einen Blick wagen, um zu sehen wohin die Reise gehen wird.

 

- Saezurigai

 

Verfolgt die Romanze, direkt hier auf Crunchyroll



Sämtliche Aussagen dieser Rezension reflektieren lediglich die Meinung des Autors und nicht die von Crunchyroll und seiner Partner.





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