Best of 2017 - Part 2: Unsere Lieblings-Games

Gutes Jahr für Gamer

Nachdem wir im ersten Teil unseres Jahresrückblicks von unseren Lieblings-Animes geschwärmt haben, wollen wir im zweiten ein wenig über die Games aus 2017 reden!

 

Kayserlein:


Persona 5

Es gibt drei Titel, die ich in meinem Triumvirat an "Spielen, die mich als Mensch geändert haben" trage. Einer dieser drei ist Persona 4, welcher mir durch die schlimmste Zeit meiner Jugend geholfen hat. Dementsprechend hoch war natürlich mein Hype auf den lange erwarteten fünften Teil der Reihe. Leider erreichte es nicht die Höhen, in die 3 und 4 mich katapultiert hatten, aber dennoch war keine der insgesamt 99 Stunden auch nur für einen Moment langweilig. Ich hätte mir zwar gewünscht, dass Atlus uns mehr Social Events mit den Charakteren gegeben hätte, aber dennoch ist Persona 5 ein JRPG, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

 

Nier Automata

Es ist schon etwas Besonderes, wenn man in einem Jahr nicht nur zu einem, sondern zu zwei lebensveränderenden Videospielen eine Fortsetzung erhält (der Vollständigkeit halber: Crisis Core: Final Fantasy VII nimmt den dritten Platz dafür ein, mich überhaupt auf japanische Spiele gebracht zu haben). Das erste Nier erweiterte den Horizont meines 16-jährigen Ichs, was mit Videospielen möglich ist, und auch wenn mich seine Fortsetzung weniger umhaute, so ließ es mich dennoch auf gänzlich andere Weise meine Aktionen als Spieler reflektieren (Ja, ich habe diese Trophäe freigespielt).

 

The Legend of Zelda: Breath of the Wild

Kein Franchise der Welt ist mir so wichtig wie Zelda. Ich habe jeden einzelnen Teil gespielt (die CDI-Titel mal ausgenommen - ich bin nicht wahnsinnig!) und kenne nahezu jeden Dungeon aus dem Effeff. BOTW hat diesem alten Gefühl, ein ganzes Königreich neu zu erforschen, Leben eingehaucht und in kürzester Zeit 120 Stunden meines Lebens absorbiert. Es mag einige Schwächen haben (besonders im Story-Bereich), aber dennoch hat Nintendo uns hier etwas absolut Atemberaubendes gegeben. Jetzt wüsste ich nur noch gern, wo es auf dieser verdammten Timeline stattfindet! (Ich bin ja immer noch für die COnvergence-Theorie)

 

Danganronpa V3: Killing Harmony

Kazutaka Kodaka ist ein gottverdammtes Genie. Er, Kotaro Uchikoshi und Ryukishi07 sind einige meiner liebsten Autoren überhaupt und im neusten Eintrag seiner mörderischen Reihe übertrifft er sich erneut. Er begeistert erneut mit seiner einzigartigen Mischung aus Comedy und Horror, die sonst niemand beherrscht. Der zweite und dritte Fall mögen ein wenig schwächer sein, doch dafür schmeißt das Finale das Hirn jedes Spielers in einen Mixer und püriert es derart gut durch, dass ich jeden bemitleide, der noch keinen Weg in diese wunderbar-grausige Reihe gefunden hat.

  

Super Mario Odyssey

Da sitzt man am Ende des neuen Zelda-Teils und denkt, dass Nintendo dies für die nächsten fünf Jahre niemals übertreffen können wird ... und sie tun es einfach im selben Jahr nochmal! BOTW war bereits fantastisch, doch Odyssey festigte 2017 als das Jahr, in dem Nintendo zu alter Größe aufstieg. Seit Mario 64 hat es nicht mehr so viel Freude bereitet, unseren liebsten Klempner zu steuern (auch wenn er diesen Job gekündigt hat) und ich wäre nicht überrascht, wenn dieser Ableger auf lange Sicht als überlegen gegenüber dem ersten 3D-Mario gesehen wird.

 

Die Switch und alles, was sie zu bieten hat

Auf dieser Liste sind bereits jede Menge Switch-Spiele - doch ich könnte problemlos noch unzählige ergänzen. Ihre Portabilität mag zunächst wie ein Gimmick wirken, doch es eröffnet jedes Spiel auf eine Weise, wie man sie nirgendwo sonst haben kann. Selbst wenn man größtenteils nur zuhause ist und im Home Office arbeitet (wie ich), ist der Komfort, mal eben noch 30 Minuten im Bett weiter zu spielen, unbeschreiblich. Skyrim, Doom, Xenoblade, Stardew Valley, Splatoon 2, Resident Evil - die Liste geht endlos weiter und jede Woche überkommen uns neue Ankündigungen von tollen Indie- und AAA-Spielen. Seit der PS One war ich nicht mehr so verliebt in ein System und mit der aktuellen Geschwindigkeit könnte die Switch locker meine liebste Hardware aller Zeiten werden.


GreySilencer:


Tales of Berseria

Der aktuellste Titel in der Tales of-Reihe mag vielleicht nicht ganz mit den restlichen Spielen mithalten, die ich hier noch aufzähle, allerdings hatte ich durchaus meinen Spaß damit. Zumindest wird hier gezeigt, dass Bandai Namco mal aus deren Komfortzone herausgedrängt werden muss, damit sie nicht wieder so ein Symbol der Durchschnittlichkeit wie Tales of Zestiria fabrizieren. Die Optik und das Leveldesign sind vielleicht noch nicht in der Gegenwart angekommen, allerdings können die bunt durchgemischten Charaktere und die diesmal ernste Story überzeugen. Wenn man dieses Niveau beibehält und den Rest mal auf den aktuellen Stand bringt, könnte die Tales of-Reihe mal endlich wieder ein ernsthafter Konkurrent zu den restlichen großen JRPG-Serien werden.


Nier Automata

Ich war durchaus mit der kompletten Geschichte des originalen Niers vertraut und habe die Story davon ungeheim genossen, dennoch vergöttere ich diese nicht so wie einige andere, die darum ja fast schon eine eigene Religion bilden. Trotzdem bin ich mit einigen Erwartungen an diesen Titel herangegangen und glücklicherweise wurde ich nicht enttäuscht. Das Spiel trägt von vorne bis hinten die Marke von Yoko Taro und das ist auf jeden Fall etwas Gutes … oder? Als jemand, der noch keine vorherige Erfahrung mit Platinum Games hatte und nun mit Nier Automata einen ihrer Titel in der Hand halten durfte, muss ich sagen, das Ding spielt sich echt spaßig und flott. Wie beim Vorgänger schon bin ich ein Fan des Spiels, allerdings verehre ich auch hier nicht das Spiel wie das größte Erlebnis der letzten Jahrzehnte. Immerhin muss ja jemand dafür sorgen, dass Unwissende so eine etwas größere Überraschung mit dem Spiel erleben dürfen.


Persona 5

You’ll never see it coming … na ja, eigentlich ja schon. Wer ein Fan der Rollenspielschmiede Atlus ist, der dürfte Persona 5 sicherlich seit dessen Ankündigung im Auge gehabt haben. Auch mir erging es nicht anders. Das Spiel strotzt geradezu von Stil an jeder verfügbaren Ecke. Egal ob Menüs, innerhalb der Dungeons oder in den Kämpfen, alles sieht super schick aus. Dabei ist das Spiel im Grunde genommen ein gigantischer Lebenssimulator, bei dem man nebenbei die Welt rettet. Aber wen interessiert das schon, wenn man seine ganzen Dates so perfekt planen muss, um sich auch mit möglichst allen Charakteren vergnügen zu können. Auf jeden Fall werdet ihr eine ganze Weile lang daran sitzen und wahrscheinlich obendrauf mehrere Stunden in einem einzigen Raum vollbringen, nur um einem Mann mit einer langen Nase Gesellschaft zu leisten.


Danganronpa V3

Ich habe in letzter Zeit kaum ein anderes Ende erlebt, das so viele Leute gespalten hat wie das von Danganronpa V3. Dabei scheinen viele jedoch die auf jeden Fall packende und mitreißende Geschichte über mordanfällige Teenager nur darauf zu reduzieren. Alleine die Charaktere sind so abgedreht wie nie zuvor und es gibt einige Twists innerhalb der Story, die einen kalt erwischen können (wobei ich selbst an vielen Stellen schon einige spätere Sachen erahnen konnte, selbst wenn ich mir dabei nicht sicher war). Allerdings würde ich trotzdem behaupten, egal was man vom Ende hält, dieser Titel arbeitet auf so vielen Ebenen, dass es alleine deswegen schon wert ist, einen Blick zu riskieren.


Yakuza 0

Ich hatte immer geglaubt, mit dieser Reihe werde ich sicher nichts anfangen können. Yakuza wirkte auf mich von dem, was ich so gesehen hatte, wie ein actiongeladener Hollywoodblockbuster oder eine Mafiageschichte, die eigentlich eher nicht so mein Fall sind. Als primärer JRPG-Spieler passte dies halt irgendwie kaum in mein sonstiges Spielerepertoire. Spätestens nach zwei Stunden Hauptstory und der wahrscheinlich dritten Nebenquest hatten sich diese Vorurteile in Luft aufgelöst. Es ist zwar ein Actionprügler und bietet eine in die Richtung ausgelegte Story, allerdings sind die Zwischensequenzen wirklich enorm gut inszeniert und erinnern fast an echte Filme. In starkem Kontrast dazu stehen die Nebenquests, die von extrem lustig bis hin zu total absurd reichen. Denn mal ehrlich, wer würde sich nicht wünschen zusammen mit Stephen Spielberg das Musikvideo zu Michael Jacksons Thriller zu drehen während man von angriffslustigen Zombies überfallen wird? Ein Moment war sogar so abgedreht und kam aus dem Nichts, dass ich mich vor Lachen weggeschmissen hatte, was in meinem Fall fast sonst nie passiert. Und wer mit den ganzen Nebenqeusts nicht beschäftigt genug ist, der hat noch Unmengen an Minispielen, ein Geschäft als Immobilienmakler sowie einen ganzen Kabarettclub, mit denen man sich die Zeit vertreiben kann.


Xenoblade Chronicles 2

Eigentlich breche ich hier, indem ich über Xenoblade Chronicles 2 schreibe, eine meiner Regeln, nie eine Review über einen Titel zu verfassen, den ich nicht durchgespielt habe. Allerdings ist dies ja eher eine Empfehlung, also sollte eigentlich alles in Butter sein. Na ja, im Grunde genommen hätte ich trotzdem etwas darüber geschrieben, einfach weil ich schon so viel Zeit in dieses Spiel gesteckt habe und es daher falsch wäre, es hier nicht zu erwähnen. Dieses Spiel ist eben einfach ein unglaublicher Zeitfresser. Ich weiß noch nicht einmal, ob ich zu zwei Dritteln mit dem Spiel fertig bin und habe trotzdem schon über 100 Stunden damit verbracht. Selbst wenn man versucht alles andere nebenbei zu machen gibt es immer noch genug Inhalt, um damit zusätzlich zwei andere Spiele zu füllen. Ich war wie wohl viele andere zuerst etwas skeptisch gegenüber dem neuen Stil im Vergleich zu den Vorgängern, selbst wenn ich noch im Vergleich zu vielen anderen ein gewisses Potenzial darin sehen konnte. Spätestens nach den ersten umfangreicheren Zwischensequenzen hat mich die neue Optik jedoch vollkommen überzeugt, immerhin werden die Emotionen nun so viel besser (oder überhaupt richtig) in den Gesichtern dargestellt. Auch den Soundtrack muss ich hier noch einmal positiv hervorheben, denn dieser dürfte in diesem Jahr sogar den von Nier Automata und Persona 5 übertreffen, was ich eigentlich nicht für möglich gehalten hatte. Falls ihr noch nach einem JRPG für die Switch sucht, solltet ihr hier unbedingt zugreifen. (Und noch viel Glück bei den Kernkristallen … ihr werdet es brauchen).


Yaya:


Blue Reflection

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In Blue Reflection schlüpft man in die Rolle von Hinako, die nach einer Verletzung ihren großen Traum aufgeben musste. In der Schule wird sie von zwei Schwestern angesprochen, die sie zu einem Magical Girl, einem so genannten “Reflector”, machen. Sie muss die Probleme ihrer Mitschüler lösen und dazu in eine fremde Welt reisen - worauf sie erst mal nicht allzu viel Lust hat. Neben Kämpfen in der anderen Welt baut man in der Schule Freundschaften zu anderen Schülerinnen auf.


Im Spiel wiederholt sich leider sehr vieles, aber die Geschichte ist spannend und das Game ist … einfach mal was anderes. Blue Reflection ist weder besonders kitschig, wie man es von Magical-Girl-Serien kennt, noch so düster wie beispielsweise Madoka Magica. Eine gelungene Mischung, wie ich finde. Wer keinen Fanservice verträgt, sollte allerdings einen Bogen darum machen.


Atelier Firis

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Die Atelier-Reihe gehört schon seit einigen Jahren zu meinen Favoriten. Zugegeben - ich fand Atelier Firis etwas schlechter als Atelier Sophie und noch mal ein ganzes Stück schlechter als die Dusk-Reihe, dennoch hat mir das Spiel viel Spaß bereitet. Man schlüpft in die Rolle der süßen Alchemistin Firis, die ihr Leben in einer Minenstadt verbracht hat. Durch das Eintreffen von Sophie und Plachta aus der Vorgängerreihe erwacht in ihr der Traum, Alchemistin zu werden und so die Welt zu bereisen, nach der sie sich schon immer gesehnt hat.

Eine wirklich interessante Story bleibt zwar aus, aber es hat mir viel Freude bereitet, die große Map zu bereisen und mich zusammen mit Firis der Alchemistenprüfung zu stellen.


Cyberdimension Neptunia: 4 Goddesses Online

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Ein Game der Neptunia-Reihe mal anders. Was soll ich dazu sagen? Tolle Charaktere, super Charakterdesign, lustige Dialoge … Neptunia eben.




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