Blu-ray-Review: The Asterisk War Vol. 1

Actionreiche Unterhaltung oder Klischeefeuerwerk?

Action, Ecchi und Romanzen - The Asterisk War gehörte in den vergangenen Jahren zu einer der beliebtesten Serien aus diesem Bereich. Nun kann man sich dank peppermint die Serie auch ins Regal stellen. Doch bietet der Anime auch genug Fleisch oder erwartet euch hier nur ein reines Ecchi-Feuerwerk an Klischees? Wir sagen es euch!

 

Das erste Treffen

Nach Invertia, einer Katastrophe, die die ganze Welt veränderte, entstand eine neue Menschenrasse: Die Genestella. Ayato ist so ein Genestella und neu in Asterisk, der Stadt auf dem Wasser, in der junge Genestella zur Schule gehen und bei der Festa ihre Kräfte messen. Dem Sieger der Festa winkt die Erfüllung eines Wunsches. Noch nicht einmal richtig in der Schule angekommen, wird Ayato auch schon von einem hübschen Mädchen namens Julis zum Kampf herausgefordert. Für beide wird es eine schicksalhafte Begegnung sein…

© peppermint anime


Ayato Amagiri 

Ayato

Er ist der Hauptcharakter und Mädchenmagnet der Serie: Ayato Amagiri. Ayato kommt neu nach Astrisk, um seine Bestimmung zu finden. Zudem war auch bereits seine Schwester, die seit 5 Jahren verschwunden ist, an der Schule, weshalb er sich Hinweise erhofft. Ayato verfügt über gewaltige Kräfte, die aber nur über eine kurze Zeitspanne entfesselt werden können. Schuld daran ist ein Zauber, den ihm seine Schwester auferlegt hat. Seine deutsche Stimme leiht er sich von Johannes Wolko (Shirou aus Fate/Apocrypha), während ihm seine japanische Stimme Atsushi Tamaru (Hiromi aus Erased) verleiht.

 

Julis-Alexia von Rießfeld

Julis

Julis ist eine Prinzessin aus einem kleinen Land namens Lieseltania und gilt in ihrer Klasse als unnahbar. Sie will am Turnier teilnehmen, um ihren sehnlichsten Wunsch zu erfüllen. Ihr erstes Treffen mit Ayato verläuft äußerst ungeschickt, nachdem dieser sie in Unterwäsche erblickt. Mit der Zeit wird ihr allerdings klar, dass Ayato gar kein so übler Kerl ist und sie öffnet ihm ihr Herz. Im Deutschen wird sie von Katharina Iaobescu (Schwester Joy aus Pokémon) gesprochen, während im Japanischen Ai Kakuma (Lala aus Die Monster-Mädchen) diese Aufgabe übernimmt.

 

Claudia Enfield

Claudia

Claudia ist die gut aussehende Schülersprecherin der Akademie, die zudem den zweiten Rang belegt. Obwohl sie nicht den Anschein macht, ist sie äußerst gewieft und greift gern auch mal auf knallharte Methoden zurück, um ihr Ziel zu erreichen. Zum Leidwesen von Julis und Saya baggert sie Ayato unentwegt an und hat wohl schon eine ganze Weile auf sein Erscheinen an der Schule gehofft. Hierzulande wird sie von Tatjana Pokorny (Fleur Delacour aus Harry Potter) vertont, während Nao Touyama (Chloe aus Code Geass - Akito the Exiled) dies im Original tut.

 

 Saya Sasamiya

Saya

Was wäre ein Harem ohne eine Kindheitsfreundin? Nach einigen Jahren treffen sich Saya und Ayato zufällig in derselben Klasse wieder. Und selbst nach all der Zeit ist ihre Zuneigung für ihn dieselbe, weshalb sie ziemlich eifersüchtig auf Julis und Claudia ist. Sie will an der Festa teilnehmen, um ihrem Vater zu helfen: einem bekannten Waffenentwickler. Ihre deutsche Stimme erhält sie von Leslie-Vanessa Lill (Flamie aus Rokka) und ihre japanische von Shiori Izawa (Nanachi aus Made in Abyss).

  

Bereits in den ersten Minuten platzt unser Protagonist - natürlich ohne böse Absichten - ins Zimmer unserer Protagonistin, die daraufhin halbnackt vor ihm steht. Nebenbei ist unser Hauptcharakter insgeheim dazu noch übermächtig und die neue Bekanntschaft, die Kindheitsfreundin und die Schülersprecherin fliegen alle direkt auf ihn.

 

Ihr habt das Gefühl, das alles schon mal gesehen zu haben? Da habt ihr womöglich gar nicht mal unrecht: In puncto Story und Charaktere glänzt The Asterisk War nicht gerade mit innovativen Ideen. Und selbstverständlich mangelt es der Serie dementsprechend auch nicht an Ecchi-Elementen. Allerdings wird in relevanten Momenten auf Genanntes verzichtet, sodass man die Serie durchaus noch ernstnehmen kann.

 

Und obwohl die Charaktere auf Klischees aufbauen, wird gut auf sie eingegangen und sie haben persönliche Gründe, um am Wettkampf teilzunehmen. Es wird sich ausreichend Zeit genommen, auf alle einzugehen, sodass man sie gut nachvollziehen und Sympathie für sie entwickeln kann.

 

Das Setting ist eine moderne Fantasy-Welt, die einen interessanten Eindruck macht, in den bisherigen Folgen allerdings an Details missen lässt. Diese wird im Verlauf der Serie hoffentlich noch ein wenig ausgebaut, da sie zum gegenwärtigen zeitpunkt eher blass herüber kommt.

 

 

  • Sprache: Deutsch, Japanisch
  • Format: 16:9
  • Auflösung: 1080p
  • Ton: DTS-HD Master, Audio 2.0 (Stereo)
  •  Untertitel: Deutsch
  •  Laufzeit: ca. 150 min.

Kampf

 

Was direkt ins Auge fällt, sind die sauberen Zeichnungen. Besonders schön anzusehen sind die Kämpfe, die durchweg sauber animiert sind. Die Actionelemente sind spannend umgesetzt und vermitteln einen gelungenen Eindruck. Die Animation selbst wirkt sauber und flüssig, Lichteffekte sind passend eingesetzt und die Kämpfe werden gut in den Plot involviert. CGI wird nur bei "Monstern" eingesetzt. Zudem setzt The Asterisk War auf satte Farben, die sich perfekt ins Setting einfügen und in die futuristische Welt einfügen. Auch die Bildqualität macht einen tadellosen Eindruck, die besonders durch die Blu-ray gut zum Vorschein kommt.

 

Kampfszene

 

Ein kleines Minus bilden nur die CGI-Elemente, die sich hier oft allerdings sehr gut ins Gesamtbild einfügen, weshalb sie zu verschmerzen sind. Ist man für einen solchen Stilbruch jedoch anfällig, werden diese mit Sicherheit einen Störfaktor für den Zuschauer darstellen.

 

Ansonsten bleibt die Animation in den ersten sechs Folgen auf hohem Niveau, ohne Einbußen oder Qualitätsschwankungen im späteren Verlauf. Hier ist A-1 Pictures seinem Qualitätsstandard treugeblieben. Der Soundtrack fügt sich dabei gut ins Gesamtbild ein. Es sticht zwar kein Track besonders hervor, aber es wirkt auch kein Track störend. Schlicht: Er passt.


 

Die deutsche Sprachfassung wirkt gelungen. Keine der Stimmen wirkt trotz der vielen Charaktere unpassend oder fehl am Platz. Es sticht zwar keine Leistung besonders hervor, aber das Niveau bleibt konstant. Dasselbe gilt meiner Meinung nach für die japanische Synchronisation.

 

Leider gab es aber hin und wieder das Problem, dass die deutsche Synchronisation minimal zu spät eingesetzt hat und das Ganze dadurch nicht mehr lippensynchron war, was mal mehr und mal weniger deutlich bemerkbar wurde und dementsprechend gestört hat. Es bleibt zu hoffen, dass dies in den zukünftigen Volumes nicht wieder vorkommt.

 

Die Dialoge wirken natürlich, nichts aufgesetzt oder unpassend. Die Untertitel sind wie von peppermint anime gewohnt gut lesbar und lassen keine Wünsche offen.

 

 

Als Extra hat uns peppermint anime kleine Short-Previews spendiert, die man sich auf japanischem Originalton mit deutschen Untertiteln ansehen kann und die obendrein ziemlich witzig sind. Die restlichen Extras sind ein Trailer und ein Creditless Opening.

 

Leider gibt es für die Serie bisher keinen Sammelschuber für alle Volumes. Die BD befindet sich in einer Amaray-Hülle mit zusätzlicher Umverpackung.

 

 

+ Schönes futuristisches Setting
+ Glaubwürdige Charaktere
+ Saubere Animationen
- Verbrauchte Story
- Verbrauchte Klischees
 
Schüler, die an einem Turnier teilnehmen, damit sich ein Wunsch erfüllt. The Asterisk War glänzt nicht gerade mit neuen Ideen. Aber wie heißt es so schön: Never touch a running system.
Wem es nichts ausmacht, dass alles bereits in irgendeiner Form gesehen zu haben, wird an der Serie seinen Spaß finden. Denn neben einer verbrauchten Story gibt es gut ausgearbeitete Charaktere, die zwar alle einem Stereotyp angehören, bei denen sich aber viel Mühe gemacht wurde, sie nachvollziehbar und sympathisch wirken zu lassen.
Auch das Setting und die schöne Animation steuern zu einem gelungenen Erlebnis bei.

- Mireiyu

 

© 2015 Yuu Miyazaki, PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION / Asterisk Project


Sämtliche Aussagen dieser Rezension reflektieren lediglich die Meinung des Autoren und nicht die von Crunchyroll und seiner Partner.

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