Blu-ray Review: Fate/Zero Komplettbox

Back to zero

Die Schlacht um den heiligen Gral beginnt erneut! Nachdem peppermint Fate/Zero bereits in vier Volumes ab 2014 veröffentlichte, erscheint nun eine Komplettbox mit allen 25 Episoden im Rahmen der peppermint classics-Reihe. Diese soll als Neuerung verbesserte Untertitel enthalten, die das Erlebnis bereichern sollen. Ob die Komplettbox damit punkten kann und auch anderweitig überzeugt? Das erfahrt ihr hier!

 

 

Fate/Zero spielt hauptsächlich in der japanischen Stadt Fuyuki, in der ungefähr alle 60 Jahre der Krieg um den heiligen Gral zwischen Magiern ausgefochten wird. Diese haben das Ziel, sich einen Wunsch erfüllen zu lassen. Sie kämpfen möglichst im Geheimen und halten sich an bestimmte Regeln und Richtlinien, die von der Heiligen Kirche und dem Magierbund festgelegt werden. Jeder Magier kann dabei einen Servant beschwören und wird dadurch zu einem Master. Servants folgen dem Ruf des Grals und stellen berühmte Heldenfiguren der Geschichte dar, ob fiktiv oder real. Um diese mächtigen Wesen kontrollieren zu können, erhält jeder Master drei Befehlszauber, die man jedoch nur einmal einsetzen kann. Ist der letzte verbraucht, so hat die jeweilige Person kein Anrecht mehr auf den Gral und tritt aus dem Krieg zurück. Die Geschichte von Fate/Zero handelt vom vierten Krieg um den heiligen Gral und ist das Prequel zu Fate/stay night.

 

Kiritsugu Emiya

Er ist als der Magiermörder bekannt und kämpft in der Schlacht um den heiligen Gral für die Einzbern-Familie, um die Welt zu retten. Dabei setzt er viel auf herkömmliche Waffen, die in der Magierwelt jedoch verachtet sind. Seine Aktionen folgen dem Grundsatz: „Der Zweck heiligt die Mittel.“ Gesprochen wird er im Japanischen von Rikiya Koyama (u.a. Yamato in Naruto Shippuuden) und im Deutschen von Michael-Che Koch (u.a. Shota Aizawa in My Hero Academia).

 

Saber

Der Servant von Kiritsugu. Sie ist ein stolzer Ritter und verkörpert als Artoria Pendragon die Legende von König Artus, der im Fate-Universum eine Frau ist. Ihr Verhältnis zu Kiritsugu ist schlecht, da dieser nicht das Wohl anderer Menschen und die Ehre seiner Gegner in Betracht zieht. Sie will den Gral gewinnen, um ihr gefallenes Königreich Britannien zu retten. Gesprochen wird sie im Japanischen von Ayako Kawasumi (u.a. Alice in Pandora Hearts) und im Deutschen von Iris R. Hassenzahl (u.a. Sumire Hara in Assassination Classroom).

 

Kirei Kotomine

Der Sohn des Aufsehers der Kirche für diesen Gralskrieg. Er befolgt Befehle rigoros und ordnet sich Tokiomi Tohsaka als dessen Schüler unter, damit dieser gewinnen kann. Die meiste Zeit wirkt er recht gefühlskalt und er scheint keinen triftigen Grund zu besitzen, um den heiligen Gral zu gewinnen. Gesprochen wird er im Japanischen von Jouji Nakata (u.a. Alucard in Hellsing) und im Deutschen von Tobias Brecklinghaus (u.a. Zaveid in Tales of Zestiria the X).

 

Ungleich Fate/Stay Night setzt Fate/Zero weniger auf einen zentralen Protagonisten. Es gibt zwar Charaktere, die in der Mitte der Handlung stehen und mehr Zeit auf dem Bildschirm erhalten als andere, allerdings folgt die Struktur der Episoden eher dem Prinzip, das jeder Master relevant für die Handlung ist und seine eigenen Ziele und Motivationen hat, um diesen Krieg zu gewinnen. Am stärksten im Fokus stehen hierbei die Einzberns mit ihrem Master Kiritsugu Emiya, dessen Frau Irisviel und dem Servant Saber, die schon in Fate/stay night eine zentrale Rolle spielte. Interessant ist hierbei der Ansatz, dass sich Master und Servant nicht wirklich leiden können und eine sehr unterschiedliche Auffassung der eigenen Ideale besitzen. Generell bietet Fate/Zero viele verschiedene Arten von Beziehungen zwischen den Mastern und Servants. Ob sie auf einer Wellenlinie sind, der Servant sich dem Master unterordnet oder sogar umgekehrt, dies führt zu einer umfangreichen Dynamik zwischen den einzelnen Paaren, die sich auch auf den Krieg als Ganzes ausweitet.

 

 

Die einzelnen Persönlichkeiten und Charaktere sind dabei ebenfalls breit verteilt und bieten einige richtige Highlights. Dabei scheut die Serie auch nicht davor zurück, einige der Master als unsympathisch, egoistisch oder bösartig zu charakterisieren. Einige profitieren von diesen Eigenschaften sogar sehr, da diese Personen trotzdem einen vielschichtigen Charakter aufweisen und der Zuschauer versteht, warum sie so agieren. Aber auch die ehrenvollen sowie sympathischen Akteure im Krieg um den heiligen Gral dürfen nicht außen vor gelassen werden.


So sticht gerade die Kombi zwischen Rider und dessen Master Waver hervor. Rider fungiert hierbei als Mentor, der seinem Master zeigen will, dass die Ehre und der Ruhm, die dieser sich vom Sieg im Gralskrieg erhofft, nicht alles sind. Die beiden bieten auf menschlicher Ebene aufschlussreiche Gespräche und tragen oft zur lockeren Atmosphäre zwischen den Kämpfen bei. Den Gegensatz dazu stellen wohl die Dialoge zwischen Kirei Kotomine und Archer dar. Beide haben eigentlich kein großes Verlangen, den Gral für sich zu gewinnen. Ihre Motivation ist hauptsächlich die Verpflichtung gegenüber anderen Personen. Dennoch entspinnen sich lange, teils philosophische und tiefgründige Unterhaltungen darüber, was die beiden vom Krieg um den heiligen Gral eigentlich wollen und welche Bedeutung dieser hat. Die Gespräche sind in der Art komplett anders aufgebaut als bei Waver und Rider, jedoch auf eine ähnliche Weise zufriedenstellend sowie unterhaltsam. Dies ist auch dem Umstand geschuldet, dass Archer als König der Helden eine ganz andere, selbstzentrierte Weltanschauung hat und diese mit den Ansichten anderer Master kollidiert, was bei Kirei allerdings Interesse weckt.

 

 

Obwohl die Gespräche und die Entwicklung der anderen Charaktere überzeugen kann, gibt es dennoch einige Individuen, bei denen dies nicht der Fall ist. So kommen zum Beispiel Caster und dessen Master Ryuunosuke etwas zu kurz, da sie hauptsächlich darauf heruntergebrochen werden verrückte Mörder zu sein und nicht mehr. Dies dient der späteren Story und schafft ein klares Feindbild, allerdings nehmen sie auch nicht direkt an den Intrigen und Komplikationen des Gralskriegs teil, sondern haben ihre eigene Agenda. Tokiomi Tohsaka, der Master von Archer, ist zwar hingegen am Krieg aktiv beteiligt, hält sich aber sehr im Hintergrund zurück und interagiert sehr wenig mit anderen Charakteren. Dies mindert seine Präsenz, da sein Servant eine eher aktive Rolle einnimmt und ihn mit seiner Persönlichkeit überschattet. Darüber hinaus schafft es Tokiomi nicht, sich stark genug vom Archetyp des klassischen, traditionsversessenen Magiers abzuheben, was ihn insgesamt zu einem eher langweiligen Charakter macht - dies ist zwar von der Serie aus bestimmten Gründen so gewollt, hinterlässt jedoch trotzdem einen faden Beigeschmack bei seinen Szenen.


Auf jeden Fall erwähnt werden muss hierbei noch Kiritsugu Emiya, der quasi als Protagonist der Serie aufgezogen wird. Sein Konflikt besteht darin, um jeden Preis die Welt zu retten, koste es, was es wolle. Dieses Prinzip widerspricht dem Ehrgefühl seines Servants Saber, die daraufhin auf keinen grünen Zweig mit ihm kommt, obwohl Irisviel sie davon überzeugen will, dass Kiritsugu nur gute Absichten hat. Der Zuschauer wird hierbei in eine ähnliche Situation wie Saber gestellt und muss für sich selbst entscheiden, wie seine Aktionen zu bewerten sind. Unglücklicherweise mindert die Serie diesen moralischen Zwiespalt durch einen eigentlich unnötigen, 2 Episoden andauernden Flashback über Kiritsugus Kindheit sowie Jugend. Man kann ab dem Zeitpunkt zwar die Beweggründe des Charakters nachvollziehen, allerdings wird hierbei zu sehr versucht ihn als tragisch und „den Guten“ aufzuspielen, damit er am Ende besser dasteht.

 

 

Eine der großen Komplikationen bezüglich Fate/Zero ist die Story, da die Bewertung davon abhängig ist, ob man Fate/stay night kennt oder nicht. Die ganzen verschiedenen Animeversionen von stay night machen die Situation dadurch nicht leichter. Denn eigentlich ist Fate/Zero im Kern schon darauf ausgelegt, dass man mit dem Original vertraut ist - am besten mit der Visual Novel - denn Fate/Zero spoilert einige Aspekte, die in späteren Routen erst enthüllt werden, gleich in der ersten Folge. Dennoch ist die Geschichte an sich so aufgebaut, dass man selbst ohne Vorwissen seinen Spaß haben und sich in die Handlung vertiefen kann. Es gibt im Prinzip nicht die eine korrekte Reihenfolge, in der man diese Reihe konsumieren kann.


Fate/stay night spoilert als Sequel den Ausgang des Krieges in Fate/Zero, während Zero auf der anderen Seite Plottwists von Stay Night spoilert, hauptsächlich die der Heaven’s Feel-Route. Wer von der Visual Novel die Finger lässt und auf die Heaven’s Feel-Filme wartet, die gerade erscheinen, um stay night rein als Anime zu konsumieren bevor man mit Zero beginnt, hat nochmal andere Probleme vor sich. So ist die Adaption der Fate-Route von DEEN teilweise ein Mischmasch der anderen Route, da damals nicht erwartet wurde es würden mehrere Adaptionen erscheinen. Außerdem referenziert die Adaption der Unlimited Blade Works-Route von ufotable an manchen Stellen Fate/Zero, weil dies der Startpunkt für viele der neuen Fans war und es eben chronologisch darauf aufbaut. (Den Unlimited Blade Works-Film lassen wir hier einmal außen vor) Und dann sind die Filme zur Heaven’s Feel-Route noch nicht einmal alle erschienen, der erste erscheint bei peppermint Mitte November, der zweite kann beim Akiba Pass Festival 2019 geschaut werden, für den dritten steht noch kein Datum fest. Man sollte sich trotz dieser Ausgangslage gut überlegen, ob man mit Fate/Zero anfängt oder nicht. Selbst mit dem ganzen Vorwissen darüber, wie der Krieg endet, ist es eine unterhaltsame Serie, die gerade mit den Dialogen und Referenzen bestimmter Charakter lebt, die in stay night noch relevant sind.

 

Ungeachtet dessen, wie man Fate/Zero konsumiert, bleibt es eine unterhaltsame, spannende Geschichte über einen Krieg zwischen Magiern. Im Mittelpunkt stehen die Ideale, Ziele und Wünsche, die die Master sich vom heiligen Gral erfüllen lassen wollen. Der bunte Mix an Charakteren trägt dabei zum Unterhaltungsfaktor bei und bietet gut ausgebaute Dialoge zwischen den einzelnen Weltanschauungen und Persönlichkeiten, die aufeinander stoßen.

 

 

 

Studio ufotable ist mittlerweile ein Garant für optisch ansprechende und gut animierte Serien/Filme. Früher waren sie jedoch für einen anderen, teils bunteren, lebhafteren, aber auch klassischeren Stil bekannt, den man noch bei den ersten OVAs zu Tales of Symphonia zu Gesicht bekam. Wirklich bekannt wurde das Studio allerdings erst durch seine Arbeit für Type-Moon und den daraus resultierenden The Garden of Sinners-Filmen. Deren düstere Optik mit größerem Fokus auf aufwendige Special Effects ließ sich gut auf Fate/Zero übertragen, daher wird die Serie optisch in einem ähnlichen Stil gehalten. Schwarz und dunkle Farben stehen sehr im Vordergrund und betonen den reiferen Ansatz hinter der Geschichte. Dennoch wirkt das Ganze nie eintönig oder zu düster, je nach Situation gibt es auch hellere und freundliche Szenen, die dann entsprechend ausgeleuchtet sind.

 

 

Trotz des vielen Lobs, das Fate/Zero für seine Optik erhält, gibt es einige Elemente, die oftmals etwas zu positiv bewertet werden. So sind die Animationen zwar in wichtigen Kämpfen sowie Szenen atemberaubend inszeniert und von grandiosen Special Effects sowie heutzutage immer noch angenehm aussehendem CGI begleitet, allerdings sind sie die meiste Zeit eher gut bis durchschnittlich. Dies ist dabei dem Umstand geschuldet, dass man mit den teils doch eher ausgeprägten Charakterdesigns an vielen Stellen nicht so viel anfangen kann, ohne viel Zeit zu investieren. Außerdem liegen die Stärken bei ufotable nicht unbedingt bei den Animationen, sondern bei der Präsentation sowie Inszenierung der Szene sowie bei zusätzlich, nachträglich hinzugefügten Effekten. Es geht darum, geeignete Perspektiven zu finden und Auseinandersetzungen so actionreich und spannend zu gestalten. Denn wenn es bei ufotable optisch knallt, dann knallt es richtig. So kann das Studio bei Fate/Zero die Schwächen gut retuschieren und bietet somit einen visuellen Gaumenschmaus, der selbst 6 Jahre nach dessen Erstausstrahlung immer noch überzeugt.

 

 

Ein besonderes Augenmerk sei hierbei nochmal auf die 3D-Arbeit gelegt. Diese ist selbst heute noch auf einem guten Stand, selbst wenn bestimmte Automodelle nicht allzu detailreich sind. Dafür überzeugt das Modell von Berserker auf ganzer Linie, unter anderem auch wegen der starken visuellen Effekte, wie eine schwarze, sich ständig bewegenden Aura. Die Animationen können sich bei diesem Servant jedoch ebenso sehen lassen. Dabei hilft der fast komplett schwarze Grundton schon sehr, damit das 3D-Modell neben den 2D-Elementen nicht fehl am Platz wirkt. Allerdings lässt sich eigentlich über jeden Servant sagen, dass diese aufgrund des stark ausgeprägten Designs gut aus der Masse der restlichen Charaktere hervorstechen. Ob Glubschaugen, Riesenmenschen, Goldrüstungen, Kampfkleider oder Assassinenmasken, alles fügt sich gut in die bestehende Optik ein.

 

 

Musikalisch bietet Fate/Zero einen klassischen Soundtrack von Yuki Kajiura, die bereits für The Garden of Sinners Musik komponierte. Die einzelnen Stücke ergänzen die Szenen angemessen und erzeugen die nötige Atmosphäre, allerdings ist es überraschenderweise nicht einer ihrer stärksten Soundtracks. Die einzelnen Lieder schaffen es nicht, sich ausreichend genug zu entfalten und sich von ihren anderen Werken abzugrenzen. Die Musik ist in der Summe dadurch zwar vollkommen in Ordnung, hätte aber durchaus noch eine stärkere eigene Note vertragen können.

 

 

Insgesamt wurde bei der Vertonung mit einigen Abstrichen ein guter Job abgeliefert. Die meisten der zentralen Charaktere haben passende Sprecher erhalten und fügen sich gut in deren Rollen ein. Etwas Eingewöhnungszeit braucht man bei Fritz Rott als Caster und Mario Hassert als Tokiomi Tohsaka, die nicht so überzeugen können wie deren japanische Pendants. Etwas perplex ist außerdem die Besetzung der Stimmen für Kinder im Anime. So merkt man Christiane Werk als Rin Tohsaka an, dass hier eine Frau versucht, ein kleines Mädchen nachzuahmen, während dies bei Charlotte Uhlig als Illyasviel von Einzbern so gut wie gar nicht der Fall ist. Und dann gibt es noch Anna-Bella Bednarek, die Tochter von Mario Hassert, die Sakura Matou vertont und zum Zeitpunkt der Tonaufnahme jung genug war, damit sich die Stimme natürlich anhört. Es ist ein sehr merkwürdiger Kontrast, der dadurch geboten wird und durch den die Leistung von Christiane Werk schlechter wirkt, als sie es wahrscheinlich ist.

 

 

Auf der positiven Seite stechen glücklicherweise die zentralen Charaktere Kirei Kotomine, gesprochen von Tobias Brecklinghaus, Archer, gesprochen von René Dawn-Claude und Rider, gesprochen von Ingo Albrecht, hervor. Sie finden sich sehr gut in ihrer Rolle zurecht und gerade den Sprechern der Heldengeister kauft man ab, dass diese historisch relevante Persönlichkeiten verkörpern. Die restlichen Stimmen sind ordentlich bis solide. Insgesamt kann man also den deutschen Dub ruhig ausprobieren, sollte man Lust darauf haben. Dennoch liegt die Empfehlung hier bei der japanischen Vertonung, die einfach rundum sehr gut besetzt ist.

 

 

Das deutsche Skript fällt hierbei ordentlich aus. Es fließt nicht so natürlich, wie es bei anderen Serien von peppermint der Fall ist, allerdings sind die Gespräche immer verständlich geschrieben und an sich gibt es nichts großartig daran auszusetzen. Die Untertitel für den japanischen Dub sind interessanterweise extra neu überarbeitet worden und passen sehr gut zu den jeweiligen Szenen. Hier hat man sich nicht so starr an der japanischen Formulierung orientiert, sondern das Ganze etwas freier gestaltet, was gerne auch bei anderen peppermint-Serien der Fall sein darf, immerhin haben sie hier gezeigt, dass sie dazu in der Lage sind. Allerdings führen diese neuen Untertitel zu leichten Ungereimtheiten verglichen mit dem deutschen Skript, da in einigen Szenen das komplette Gegenteil gesagt oder etwas anderes angedeutet wird (Beispiele: Dub: Der ist nur auf das Geld aus / Sub: Der macht das niemals wegen des Geldes, Dub: Urgroßvater/ Sub: Großvater). Oftmals (aber nicht immer) ergeben die Untertitel im Kontext der Szene jedoch mehr Sinn, daher kann man davon ausgehen, dass sie eventuell Fehlübersetzungen bei der deutschen Vertonung somit mit korrigiert haben.

 

 

Zusätzlich zu den 25 Episoden der Hauptserie bietet die Komplettbox noch Creditless Versionen der zwei Openings und Endings, Credits, Trailer sowie die sechsteilige Miniserie Hilfe! Einzbern Consulting, deren erste fünf Folgen jeweils etwas mehr als 10 Minuten dauern, während die letzte davon fast eine halbe Stunde lang ist.

 

 

Dabei besteht Hilfe! Einzbern Consulting aus kleinen Segmenten und Sketches, die sich humorvoll mit ausgeschiedenen bzw. in der Serie getöteten Servants befassen. Fans, die mit dem Tiger Dojo der Fate/stay night-Visual Novel oder teilweise mit der OVA Carnival Phantasm vertraut sind, dürften sich hier gleich wohl fühlen. Darüber hinaus versucht jede Folge ein wenig Hintergrundwissen über den Krieg um den heiligen Gral zu vermitteln. Hauptdarsteller sind hierbei Irisviel und ein Mädchen, das ihr Gedächtnis verloren hat und glaubt ein Master zu sein. Sie wird von Irisviel unter ihre Fittiche genommen und von ihr Zecchan genannt. Dadurch bauen die beiden eine Meister-Schüler-Beziehung auf und versuchen als Consulting-Firma betrübten oder leidenden Servants zu helfen.

 

 

Das Ganze ist recht unterhaltsam aufgezogen und bietet nettes Hintergrundwissen, das so teilweise in Fate/Zero nicht vorhanden ist. Dabei versucht Hilfe! Einzbern Consulting sogar eine kleine Storystruktur aufzubauen und punktet mit einem relativ interessanten Ende, das die eigentliche Serie noch einmal schön abrundet. Wer nach der ganzen ernsten Geschichte noch Lust auf nette Unterhaltung hat, die Fate/Zero insgesamt abschließt, sollte auf jeden Fall einen Blick wagen. Dies macht die Miniserie zu einem gelungenen Extra, von dem die Komplettbox profitiert.

 

 

Ob man mit der Serie einsteigt oder sie im Nachhinein konsumiert, Fate/Zero bleibt ein unterhaltsames sowie düsteres Actionspektakel mit vielen Charakteren, das von dessen Konflikten lebt. Optisch kann sich das Werk immer noch sehen lassen und überzeugt besonders in der Verwendung von Spezialeffekten und der Inszenierung der Szenen. Wer zur deutschen Vertonung greifen will, sollte hoffentlich keine allzu großen Sorgen haben, während die verbesserten Untertitel die originale japanische Tonspur noch schmackhafter machen. Ein paar Probleme hat die Serie zwar schon noch, wie den etwas zu dialoglastigen Anfang bis Episode 4, aber alles in allem ist diese Komplettbox eine gute Anschaffung (und vielleicht ein gutes vorläufiges Geschenk für die Weihnachtszeit).

 

Falls ihr Interesse haben solltet, dann könnt ihr die Serie hier bestellen.

 

-GreySilencer



Sämtliche Aussagen dieser Rezension reflektieren lediglich die Meinung des Autoren und nicht die von Crunchyroll und seiner Partner

 

Ⓟ & © 2018 peppermint anime gmbh.

© Nitroplus/TYPE-MOON, ufotable, FZPC

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