Blu-Ray Review: Violet Evergarden Volume 2

Kann die zweite Volume mit der Qualität der ersten mithalten?

Die Geschichte um die doch sehr eigenartige Violet Evergarden geht in die nächste Runde. Universum Anime beglückt uns auch gleich mit vier Folgen auf dieser Volume. Doch bieten mehr Folgen auch gleichzeitig mehr Unterhaltung?


 

Iris Cannary

Iris ist eine Arbeitskollegin von Violet und Protagonistin der ersten Folge. Sie soll in ihrem Heimatdorf einen Auftrag als Akora übernehmen, verletzt sich aber kurz vor der Reise, weswegen Violet sie begleitet. Es stellt sich heraus, dass ihre Mutter sie angefordert hat, um für Iris eigene Geburtstagsfeier Einladungen zu schreiben und zu verschicken. Der Plan der Mutter sieht vor, dass sie viele Männer einlädt und ein möglicher Heiratskandidat sich darunter befindet. Doch ein Name soll von der Liste verschwinden und sie trägt Violet auf, einen gewissen Emonn Snow nicht einzuladen. Violet hingegen aber versteht die Situation nicht und führt den Auftrag wie befohlen aus. Doch warum sollte dieser Mann nicht auf der Liste stehen? Gesprochen wird Iris in der japanischen Fassung von Haruka Tomatsu (Asuna in Sword Art Online) und in der deutschen von Farina Brock (Nona in Death Parade)


Violet Evergarden

Violet selbst macht in den ersten drei Folgen einen größeren Reifeprozess durch, was in den nächsten Episoden gut zum Vorschein kommt. Sie versteht mehr und mehr die Gefühle ihrer Auftraggeber und kann sich immer mehr in sie hineinversetzen, was ihr sogar einen Auftrag am Hof des Königs einbringt. Zwar könnte man meinen, dass Violet aufgrund ihrer Vorkenntnisse diese Aufträge völlig in den Sand setzt, doch hat sie mittlerweile so viel Mitgefühl und Verständnis für ihre Auftraggeber, dass sie trotzdem alles mit Bravour meistert. Nur wenn es um ihre eigenen Gefühle geht, tappt sie weiterhin im Dunkeln.


 

Die zweite Volume mit den Folgen 04-07 ist episodisch aufgebaut, sodass kein richtiger Fluss in der Geschichte entsteht und keine neuen Hauptcharaktere vorgestellt werden oder tiefer auf sie eingegangen wird. Lediglich Violet bleibt im Mittelpunkt des Geschehens. Mal auf dem Geburtstag ihrer Arbeitskollegin Iris, mal als Schreiberin am Hofe des Königs für die Prinzessin und nicht zu vergessen im Shaher Astronomie-Hauptquartier. Zu guter Letzt darf sie noch ein Theaterstück für einen bekannten Autor schreiben, der es selber nicht mehr kann. Lediglich hin und wieder werden Szenen am Anfang oder am Ende der Folge eingestreut, die Einfluss auf die Story haben und am Ende von Folge 07 erwartet uns ein größerer Brocken.



Auch wenn sich die Episoden zunächst etwas langweilig anhören und nur die Arbeit einer Akora zu erklären scheinen, sind die Episoden gespickt mit einer Gefühlsachterbahn, die uns mit auf Violets Reise nimmt. Durch gut in Szene gesetzten Charaktere, Bilder und Soundtracks ist jede Episode mit Emotionen gefüllt, während sich glückliche und traurige Momente überlagern.


 

 

  • Format: 16:9
  • Auflösung: 1080p
  • Ton: DTS-HD Master, Audio 2.0 (Stereo)

  • Untertitel: Deutsch

  • Laufzeit: ca. 95 min.


Während in den ersten Folgen weitgehend auf CGI verzichtet wurde, fällt dies nun stärker auf. So wurden beispielsweise ein Fahnenpaar in CGI produziert und auch mal eine Menschenmenge. Trotzdem bleibt Kyoto Animation bei ihrer überragenden Leistung und zaubert auch in den nächsten vier Folgen ein qualitativ hochwertiges Bild.


Ein Bruch in der Produktion ist weiterhin nicht zu erkennen und es gibt sehr überzeugende Wasseranimationen, scharfe und detailreiche Hintergründe und selbst die Vegetation, die aus dem inneren eines fahrendes Zuges gezeigt wird, ist realistisch dargestellt. Es bleibt auch weiterhin ein farbenfrohes Feuerwerk für das Auge, während sich der Soundtrack wie ein weiches Tuch über die Landschaft legt und zur Geltung bringt. Es bleibt ein Meckern auf hohem Niveau, wenn die Prinzessin aus Folge 05 ein wenig älter wirkt, als ihre Darstellung einem glauben machen will. Aufgefallen ist ebenfalls, dass die typischen KyoAni-Slapstickeinlagen komplett gefehlt haben. Man vermisst sie aber hier auch nicht.


 


 

Auch in dieser Volume bestätigt sich, dass die Sprecherwahl gut gelungen ist. Selbst Nebencharaktere wurden gut besetzt und die Sprechen waren alle sprachlich auf ihre Figuren gut eingestellt. Nur die Prinzessin hatte eine Stimme, die sie etwas älter wirken lässt als sie ist. Es ist aber nun einmal ein generelles Problem, dass die Stimmen von kleinen Mädchen im japanischen Original nicht zu toppen sind.


 

Das einzig Negative, das wirklich aufgefallen ist, war eine Szene, in der die Tonspur nicht synchron war, was natürlich nicht passieren sollte.

 



+ Ein wahrer Augenschmaus

+ Gleichbleibend hohe Qualität

- Episodische Erzählung

- kaum Fortschritt in der Story

 

Positiv muss man erwähnen, dass der Preis trotz der einen zusätzlichen Folge nicht erhöht wurde und bei 33 Euro bleibt. Qualitativ bekommt man dafür selbiges geboten wie bei Volume 1 und wird mit Sicherheit nicht enttäuscht. Lediglich der wenige Fortgang der Story lässt einen faden Beigeschmack und man fragt sich, wo der Weg denn nun hinführen soll.

 

Falls ihr Interesse an Violet Evergarden haben solltet, dann könnt ihr Volume 2 hier bestellen.

 

©Kana Akatsuki, Kyoto Animation/Violet Evergarden Production Committee

 

- Levi

 

Sämtliche Aussagen dieser Rezension reflektieren lediglich die Meinung des Autoren und nicht die von Crunchyroll und seiner Partner

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