MAPPA antwortet auf Behauptung über niedrige Bezahlung von Animatoren

Das Animationsstudio veröffentlichte eine vollständige Erklärung auf seiner Webseite

MAPPA logo

 

Anfang dieser Woche behauptete der Animationsregisseur Ippei Ichii auf Twitter, dass ihm nur 3.800 Yen (29,27 €) pro Schnitt (für eine kurze Szene) angeboten wurden, um an einer für Netflix produzierten Show bei MAPPA zu arbeiten. Die Tweets und die Reaktionen der gesamten Anime-Industrie verbreiteten sich wie ein Lauffeuer und gingen viral.

 

Gestern reagierte MAPPA auf diese Anschuldigungen und sagte, dass die Informationen „irreführend veröffentlicht“ wurden, was dazu führte, dass einige der Fakten „aus dem Zusammenhang gerissen“ wurden und „Missverständnisse und Spekulationen“ erzwangen. Diese förderten eine „ungerechtfertigte Verzerrung der Wahrheit“. Eine vollständig übersetzte Erklärung findet ihr unterhalb.

 

 

 

 

„Wir haben kürzlich festgestellt, dass einige interne Informationen über ein unveröffentlichtes Werk in den sozialen Medien irreführend veröffentlicht wurden. 

 

Infolgedessen wurden einige Fakten aus dem Zusammenhang gerissen und andere Informationen aufgrund von Missverständnissen und Spekulationen hinzugefügt, was zu einer ungerechtfertigten Verzerrung der Wahrheit führte und unseren Kunden und anderen an der Arbeit beteiligten Personen große Unannehmlichkeiten bereitete.

 

In der Tat handelt es sich bei dem fraglichen Werk, das noch nicht veröffentlicht wurde, nicht um ein Projekt, das uns von einer großen Plattform in Auftrag gegeben wurde.

 

Bei dem fraglichen Werk handelt es sich um eine Fortsetzung eines TV Anime, der in der Vergangenheit produziert wurde und auf deren Genehmigung sowohl wir als auch das Produktionskomitee sehnsüchtig gewartet haben. Schließlich wurde der Produktionsauftrag realisiert, als die Verwaltungsgesellschaft des Produktionskomitees den Verkauf des Werks an eine große Plattform bestätigte. Die Produktionskosten werden durch den Verkaufsbetrag bestimmt.

 

In der Vergangenheit, wie auch im Fall dieser Arbeit, haben wir die Arbeiter nie gezwungen, Aufträge zu unangemessen niedrigen Preisen anzunehmen, die nicht im Verhältnis zu den Produktionskosten standen.

 

Da viele Unternehmen und Arbeiter an der Produktion von Animationswerken beteiligt sind, werden die Bedingungen zwischen den beteiligten Parteien vereinbart und auch das Informationsmanagement steht unter strenger Kontrolle.

 

Insbesondere bei noch nicht veröffentlichten Werken besteht die Gefahr, dass den Beteiligten Vertragsverletzungen vorgeworfen werden und das Werk selbst aufgegeben wird. Wir lehnen eine solche unberechtigte Weitergabe von Informationen entschieden ab und werden entsprechende Maßnahmen ergreifen.

 

Unser Unternehmen ist bestrebt, die bestmögliche Arbeit im Rahmen der für jedes Projekt festgelegten Produktionskosten zu produzieren, und wir werden weiterhin alle möglichen Anstrengungen unternehmen, um dies zu gewährleisten. Wir werden uns bemühen, die Arbeitsumgebung und -bedingungen für jedes Projekt jeden Tag weiter zu verbessern.

 

Vielen Dank für Ihre kontinuierliche Unterstützung.“

 

In der obigen Aussage wurde nicht zu 100 % bestätigt, ob es sich bei dem Projekt, über das MAPPA spricht, um eines handelt, an dem sie in der Vergangenheit gearbeitet haben oder ob sie ein Anime-Projekt von einem anderen Studio übernehmen.

 

 

Quelle: MAPPA

 

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Original Artikel von Daryl Harding. Übersetzt von Melanie Höpfler.

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